TZwei Doppelpacker schießen D/A auf die Siegerstraße
Aktivposten in Hälfte eins: Gegen den HSV II erzielte Alla Aid Hamid zwei Treffer. Foto: Jörg Struwe (nomo)
D/A schießt sich gegen den HSV II den ganzen Frust von der Seele. Drochtersen zeigt zum ersten Mal in dieser Saison, wozu es in der Lage ist. So lief die Partie.
Hamburg. Mit einer spielerischen Klasseleistung in der ersten Halbzeit macht der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel gegen den HSV II den schwachen Saisonauftakt fast vergessen. Vier Treffer gehen in 45 Minuten in die Statistik ein. Am Ende gewinnt D/A 4:1.
T 1,94-Meter-Hüne für die Defensive: D/A verkündet Neuzugang
Die ersten Minuten im Stadion Hoheluft in Hamburg wirkten ein wenig zerfahren. D/A musste zunächst defensiv auf der Hut sein. Dann spielten sich die Drochterser frei.
Zaghafte Versuche in der Anfangsphase
Nach einem Flankenball von der rechten Seite kam Tom Sanne nach gut acht Minuten zum Kopfball, konnte den Ball aber nicht gut platzieren. Wenige Sekunden später versuchte es Sean Busch mit dem linken Fuß von der Strafraumgrenze. Der Ball flog aber weit am Tor vorbei.
T D/A muss „Gras fressen“: So kommt die Mannschaft aus dem Leistungstief
Gegen den HSV II saß Neuzugang Muhammad Dahaba erst mal auf der Reservebank. D/A hatte den 21-jährigen Innenverteidiger am Samstagvormittag vorgestellt. Der Verein musste nach den Ausfällen der Defensivspezialisten Tjorve Mohr und Liam Giwah reagieren.
T D/A bekommt gegen die U23 von Hannover 96 II auf die Nase
Dahaba durchlief die Jugendmannschaften des 1. FC St. Pauli und spielte bereits 54 Mal für die U23 des Kiezclubs in der Regionalliga. Vor zwei Jahren unterschrieb er sogar einen Profivertrag, kam in der Bundesliga aber nicht zum Einsatz. Mit seiner Körpergröße von 1,94 Metern gilt Dahaba als sehr kopfballstark. D/A betitelt ihn als „Fels in der Brandung“.
Die Doppelpacker im D/A-Kader
D/A-Trainer Oliver Ioannou brachte Jannes Elfers wieder von Anfang an. Dominique Ndure blieb zunächst auf der Bank. Sean Busch stand anstelle von Christopher Schepp in der Drochterser Startelf. Außerdem wirbelte Alla Aid Hamid ganz vorne.
D/A schoss sich ab der 20. Minute in Hamburg den ganzen Frust von der Seele. Nach zwei Niederlagen aus drei Ligaspielen zum Auftakt herrschte dicke Luft in Kehdingen. Beim HSV agierte D/A in der Offensive hungrig und effektiv. Diese erste Halbzeit brachte Selbstvertrauen für ein leicht angeschlagenes Team.
T D/A-Abwehr komplett lahmgelegt: So lange fehlt Nico von der Reith
Alla Aid Hamid traf aus gut 20 Metern mit links ins lange Eck. Sean Busch legte in der 32. Minute nach einer Ecke das 2:0 für D/A nach. Hamid und Busch drehten jetzt erst richtig auf.
T Einst 165 Kilo: Tag X reißt ihn fast aus dem Leben
Das 3:0 von Hamid in der 40. Minute bescherte den Gästen bereits eine Vorentscheidung. Tom Sanne hatte Hamid mit einem klugen Pass in die Tiefe in Szene gesetzt. Busch mit seinem zweiten Treffer markierte in der 44. Minute sogar das 4:0. Nach einem Flankenball von Jannes Elfers stocherte der 22-Jährige den Ball über die Linie.
Der HSV II wird jetzt ballsicherer
Nur die verletzungsbedingte Auswechslung von Dennis Rosin in der 36. Minute trübte ein wenig die Stimmung bei D/A. Für den Dribbelkünstler kam Kevin Ingreso. In der Pause wechselte Oliver Ioannou auch noch Dominique Ndure für Jannes Elfers ein.
Nach dem Seitenwechsel drückte D/A sofort wieder aufs Tempo. Die Schüsse von Jannes Wulff und Tom Sanne blockte der HSV an der Strafraumkante. Danach spielten die Gastgeber ballsicherer.
Eine schöne Kombination durch das Zentrum führte zum Anschlusstreffer. Ein platzierter Flachschuss von Radin Amadou war für die D/A-Keeper Jesper Heim in der 61. Minute unerreichbar.
Neuzugang Dahaba bekommt Spielminuten
D/A zog sich in Hälfte zwei ein wenig zurück. Und ließ in der 76. Minute Amadou bei seinem Schuss aus zentraler Position gewähren. Der Ball klatschte an den Pfosten. Im Gegenzug köpfte Dominique Ndure völlig freistehend in die Arme von HSV-Keeper Colin Poppelbaum. Kopfbälle sind nicht gerade die Kernkompetenz des schnellen Ndure.
T „Herz ist Kopfsache“: So knapp hat Hendrik Sievers überlebt
In der Schlussviertelstunde durfte D/A-Neuzugang Muhammad Dahaba noch ein wenig mitspielen. Viele Ballkontakte sammelte er nicht mehr. Dafür bleibt in den nächsten Wochen noch Gelegenheit. Bereits am Freitag, 21. August, geht es um 19.30 Uhr mit dem Pokal-Viertelfinale gegen Kickers Emden im Kehdinger Stadion weiter.
„Vor allem die erste Halbzeit war spielerisch mit das Beste, seitdem ich Trainer bin“, sagte Oliver Ioannou. Er spricht von herausragenden 45 Minuten. In der Tat agierte D/A beim Pressing aggressiv und beim Spielaufbau sehr kreativ. „Das hat Spaß gemacht“, sagte der Coach.
Der Druck sei zuletzt gewachsen. Aber Ioannou sieht Fortschritte in jedem Training. Die Mannschaft finde sich. Dass sich D/A in der zweiten Halbzeit nicht noch mit mehr Tore belohnt habe, sei auch menschlich nach dieser starken ersten Hälfte.

Gegen den HSV II in Torlaune: Sean Busch markierte bis zur Pause einen Doppelpack. Foto: Jörg Struwe (nomo)
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.