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TAltes Land und Waltershof: SPD kritisiert Doppel-Vollsperrung im Juni

Die Straße Nincoper Deich zwischen Neuenfelde-Nincop und Rübke wird zeitgleich zur Waltershofer Straße gesperrt.

Die Straße Nincoper Deich zwischen Neuenfelde-Nincop und Rübke wird zeitgleich zur Waltershofer Straße gesperrt. Foto: Vasel

Ermiya Ciger ist auf Zinne. Der Vorsitzende der SPD Neuenfelde kritisiert die gleichzeitige Vollsperrung des Nincoper Deichs und der Waltershofer Straße.

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Von Björn Vasel
Montag, 08.06.2026, 05:50 Uhr

Neuenfelde. „Das Verkehrschaos ist vorprogrammiert“, sagt der Vorsitzende der SPD im Hamburger Teil des Alten Landes. Die gleichzeitige Vollsperrung werde die Region zusätzlich enorm belasten - etwa durch Staus. Vom 15. Juni bis zum 21. Juni wird der Nincoper Deich gesperrt, vom 15. Juni bis zum 25. Juni erfolgt die Vollsperrung der Waltershofer Straße für den Autobahnkreuz-Neubau HH-Hafen.

„Das weckt Erinnerungen an die jüngste Vollsperrung und das katastrophale Konzept des Schienenersatzverkehrs der S-Bahn-Linien S3 und S5“, so Ciger. Sowohl die Waltershofer Straße als auch der Nincoper Deich seien unabdingbare Verkehrsadern, insbesondere für den Airbus-Verkehr und die Zufahrten zu den Autobahnen A1, A7 und A26 im Alten Land und in Moorburg. „Schon heute gibt es, auch ohne Sperrungen, viele Staus und hohe Belastungen für die Anwohner“, sagt der SPD-Chef und legt nach: „Allein die Sperrung einer der beiden Straßen führt zu einer massiven Mehrbelastung für die gesamte Region.“

Jetzt werden hier zeitgleich beide Verkehrsadern gesperrt. Auch wenn die Arbeiten notwendig seien, frage er sich: „Man weiß doch seit Jahrzehnten, welche Bedeutung diese Verbindungen haben. Wie kann man dann beide Routen gleichzeitig vollsperren?“

SPD-Chef fordert Konsequenzen

Hauptlastträger dieses Verkehrschaos werden die Francoper Straße und die Stadtteile Cranz, Neuenfelde, Francop und Moorburg sein. Aber auch die jetzt schon stark ausgelastete Route, die K39, entlang der Hauptdeichlinie wird mit der Mehrbelastung konfrontiert.

Ermiya Ciger (SPD): „Das Verkehrschaos ist vorprogrammiert.“

Ermiya Ciger (SPD): „Das Verkehrschaos ist vorprogrammiert.“ Foto: Richter

„Dies wirkt auf uns unkoordiniert, realitätsfern und unangemessen gegenüber den Anwohnern, Landwirten, Zulieferern und Pendlern. Wir fordern daher den zuständigen Landesbetrieb, den LSBG, dazu auf, sich besser zu koordinieren und realistische Planungen auf den Tisch zu legen, damit eine zeitgleiche Vollsperrung der beiden wichtigsten Pendler- und Zulieferrouten in der Region nicht erneut vorkommt“, so Ciger.

Warum beide Straßen gleichzeitig saniert werden müssen, diese Frage lässt Hamburg offen. „Die Fahrbahndecke des Nincoper Deichs ist in Teilen stark geschädigt. Um die Verkehrssicherheit zu erhalten, ist der LSBG damit beauftragt worden, die Deckschicht zu erneuern“, sagt Edda Teneyken vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG). Alle Arbeiten werden mit schwerem Gerät ausgeführt, die aus Platzgründen eine Vollsperrung der Straße zwischen Nincop und Rübke notwendig mache. Außerdem ermögliche eine Vollsperrung eine kurze Bauzeit.

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