TBuxtehuder Schüsse: SEK-Einsatz am Mittwochabend in der Sagekuhle
SEK-Einsatz in der Sagekuhle in Buxtehude. Foto: Hellwig
Ein lauter Knall war weithin hörbar: Ein Spezialeinsatzkommando hat eine Wohnung in der Hansestadt gestürmt. Welchen Zusammenhang die Polizei bestätigt.
Buxtehude. Ein 42-jähriger Hamburger war am 1. Juni in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Buxtehuder Bahnhofstraße 27-31 gegen 19.15 Uhr durch mehrere Schüsse lebensgefährlich verletzt worden. Er schleppte sich noch blutüberströmt vor die Eingangstür des Wohnkomplexes zwischen Tedi und Woolworth. Eine Mordkommission wurde gebildet. Der Täter ist auf der Flucht.
Doch die Polizei jagt ihn weiterhin. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens gab es am Mittwochabend in der Sagekuhle in Buxtehude einen Zugriff durch die Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos - kurz SEK. Gegen 19.30 Uhr stürmten die schwerbewaffneten Elite-Polizisten eine Wohnung.
SEK-Kräfte zünden Blendgranate
Sie zündeten eine Blendgranate. Mit diesem taktischen Einsatzmittel werden verdächtige Personen durch extreme Lichtblitze, laute Knallgeräusche sowie Druckwellen kurzzeitig handlungsunfähig gemacht. Der laute Knall war in der gesamten Innenstadt zu hören.
Polizeisprecher Matthias Bekermann bestätigte dem TAGEBLATT auf Anfrage den Einsatz eines „Irritationskörpers“. Eine Person sei vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Diese war von Beamten in Zivil in Handschellen abgeführt worden. Offenbar wurde die gestürmte Wohnung von der Polizei durchsucht. Ob Beweismittel sichergestellt wurden, blieb offen.
Die Polizeiinspektion Stade bestätigte lediglich, dass der Einsatz von SEK und örtlichen Kräften in Zusammenhang mit den Schüssen in Buxtehude stand. Weitere Details gab es unter Verweis auf laufende Ermittlungen nicht. Der Täter ist offenbar weiter auf der Flucht. (hel)

Polizisten beim Einsatz in der Bahnhofstraße in der Buxtehuder Blutnacht. Foto: Vasel
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