TCampingplatz Lühesand: Schnee und Eis verzögern feierliche Eröffnung
Die Anlegestelle des Campingplatzes Lühesand ist von Eis und Schnee bedeckt. Foto: Vasel
Schnee und Eis haben Nora und Philipp Köhnken einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Arbeiten auf dem Campingplatz Lühesand wurden eingestellt. Der Betrieb startet später.
Hollern-Twielenfleth. Die eingeschneiten Boote der Handwerker liegen zwischen Eisschollen am Anleger in Sandhörn in Hollern-Twielenfleth. Aufgrund von Eisgang und Frost mussten die Räum- und Baumaßnahmen auf dem Campingplatz „FamilienInsel Lühesand“ eingestellt werden. „Wir haben nicht übersetzen können“, klagt Pächter Philipp Köhnken. Fünf Wochen hätten sie verloren, diese Zeit sei nicht mehr aufzuholen.
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Deshalb habe er gemeinsam mit seiner Frau Nora entschieden, den offiziellen Saisonstart auf Freitag, 29. Mai, zu verschieben. Für die ersten Dauercamper wird der Betrieb wie geplant im April zu Ostern starten. „Es wird eine stille Eröffnung“, sagt Köhnken. Das angekündigte Osterfeuer zur Eröffnung des Campingplatzes auf Lühesand wird klein ausfallen und allein für die Saisoncamper entzündet. Die Kunden seien informiert.

So sieht es an der Elbe aus, fast so eindrucksvoll wie das Eismeer des Künstlers Caspar David Friedrich von 1824. Foto: Vasel
Die zahlen von April bis Oktober eine Pauschale von 2500 Euro für ihren Stellplatz. Inkludiert sind auch Strom, Nutzung der sanitären Anlagen und Überfahrt mit der Fähre.
Eröffnungsparty steigt erst im Mai oder Juni
Groß gefeiert wird im Mai/Juni. Dann kann jedermann bis Oktober sein Zelt aufschlagen. Auch Tagesausflügler seien im Sommer willkommen. In der Sturmflutsaison wird die Insel geräumt.
Er hofft, dass er die Arbeiten in der kommenden Woche wieder aufnehmen kann. Es soll wärmer werden. Unter anderem müssen noch Strom und WLAN-Technik verlegt werden.

Schnee liegt in den Booten der Handwerker des Campingplatzes Lühesand. Foto: Vasel
Köhnkens wollen Saisoncamper und vor allem Familien für Lühesand begeistern. Sanitärgebäude sollen den Charakter von Privatbädern mit Dusche/WC haben. Die Plätze sollen zum Saisonstart mit einem 16-Ampere-Stromanschluss und einem Wasseranschluss ausgestattet werden.
Alles neu: Gasthaus und Sanitäranlagen
Das Gasthaus von 1933 ist grundsaniert worden. Mit einem Bistro und Café sollen unter anderem Galloway-Produkte vom Münchhof in Jork und Brötchen von Bäcker Pfeiffer aus Steinkirchen angeboten werden.
Im Süden der 124 Hektar großen, aufgespülten Insel weiden außerhalb der Sturmflutsaison im Naturschutzgebiet „Elbe und Inseln“ die Galloways von Wilhelm Braack aus Estebrügge. Die vierbeinigen Naturschützer erhalten die offene Trockenrasenlandschaft - zum Schutz von Insekten und Vögeln. Fressen für den Naturschutz, das dürfen auf Lühesand lediglich Färsen - sprich Jungfrauen. Seit 2016 setzt das Naturschutzamt auf der Fläche des Domänenamts Stade auf Braacks Herde. Insel-Rhône-Sandwein wird es auch geben. Des Weiteren entsteht ein Spielplatz.
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Den Norden hat die Samtgemeinde Lühe gepachtet und an Köhnkens unterverpachtet. Der Bebauungsplan lässt 185 Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen sowie 15 reine Zeltplätze zu.
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