TChemie-Einsatz im Alten Land: 100 Einsatzkräfte rücken aus
Einsatz in Chemikalien-Schutzanzügen (Symbolbild). Foto: Vasel
Einsatz für die Chemie-Experten der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Stade. Mitarbeiter einer Spedition im Alten Land hatten einen verdächtigen Geruch wahrgenommen.
Altes Land. „Beim Öffnen eines Überseecontainers hatten Mitarbeiter einen chemischen Geruch festgestellt“, sagte Kreisbrandmeister Henning Klensang dem TAGEBLATT am Dienstag. Die Mitarbeiter handelten geistesgegenwärtig. Der Container sei umgehend „wieder verschlossen worden“. Die Spedition schaltete gegen 14 Uhr die Feuerwehr ein. Es sei festgestellt worden, dass es an zwei Stellen aus dem Container tropfte.
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Der Container war mit 18 Transportbehältern für flüssige Stoffe - in Fachkreisen als IBC-Container bezeichnet - beladen. Fassungsvermögen: jeweils 1000 Liter.
Bei dem Stoff soll es sich um Dimethylcyclohexylamin gehandelt haben - eingesetzt in der Chemie- und Pharmaindustrie.
Keine Gefahr für Mensch oder Umwelt
Der Gefahrstoff besitze eine „gewisse Gesundheitsgefährdung und Feuergefährdung“, erklärte Henning Klensang. Die Spezialeinheit Messen und Spüren, die Umweltgruppe Süd, die Dekongruppe Nord sowie die Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Lühe rückten mit mehr als 100 Kräften aus. Der Einsatz dauerte bis in den Abend an.
In Chemikalienschutzanzügen entluden Einsatzkräfte den Überseecontainer. Ihr Ziel: herauszufinden, welcher IPC-Behälter ein Leck hat. Dass es ein Leck gibt, hätten Messungen zu Beginn des Einsatzes bestätigt. „Es besteht keine Gefahr für Mensch oder Umwelt“, sagte Klensang gegen 17.30 Uhr. Das Betriebsgelände sei versiegelt, die Windrichtung sehr günstig. Zwischenzeitlich mussten Atemschutz- und Chemikalien-Schutzanzugsträger nachgefordert werden. Gegen 20.30 Uhr endete der Einsatz.
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