TDiskussion eskaliert: 34-jähriger Mann verprügelt Busfahrerin in Stade
Ein Bus der KVG fährt durch Stade. Foto: Archiv
Beim Ticketkauf kommt es in einem Bus zu einer Auseinandersetzung, die für eine Busfahrerin der KVG Stade im Krankenhaus endet. Was über den Fall bekannt ist.
Stade. Am Mittwoch, 29. April, ist es in Stade zu einem Vorfall mit einer der KVG-Busfahrerinnen gekommen. Das bestätigt Laura Sarah Rogge von der KVG Stade dem TAGEBLATT auf Nachfrage. Auch die Polizei Stade bestätigt den Vorfall.
Gewalt richtet sich gegen KVG-Mitarbeiterin
Gegen 15.30 Uhr soll es laut KVG zwischen der Busfahrerin und dem 34-jährigen Fahrgast während eines Ticketkaufs zu einer hitzigen Diskussion gekommen sein. Als die Frau dem 34-Jährigen schließlich die Mitfahrt verweigerte, sei die Situation eskaliert. „Zunächst wurde unsere Mitarbeiterin verbal, und im weiteren Verlauf körperlich angegriffen“, sagt Rogge. Die Polizei sei umgehend hinzugezogen worden und habe den Vorfall aufgenommen.
Stades Polizeisprecher Rainer Bohmbach berichtet auf Nachfrage von Schlägen und Tritten, mit denen der Mann die Busfahrerin verletzt hatte. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde die Frau durch den Angriff leicht verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Aktuell befinde sich die Busfahrerin noch in ärztlicher Betreuung, teilt die KVG mit.
„Grundsätzlich verurteilen wir verbale wie auch körperliche Angriffe auf unsere Mitarbeiter aufs Schärfste. Solche Vorfälle sind in keiner Weise akzeptabel“, betont Laura Sarah Rogge.
„Bedauerliche Einzelfälle“
Erst im Februar war ein KVG-Busfahrer in Stade von einem Jugendlichen angegriffen und verletzt worden. Auslöser soll auch hier eine Diskussion über den Kauf eines passenden Fahrscheins gewesen sein. Der Busfahrer sei anschließend medizinisch behandelt worden und habe nach ärztlicher Diagnose eine „leichte Gehirnerschütterung“ erlitten.
Einen Anstieg von Gewalttaten gegen die Mitarbeiter gibt es aus Sicht der KVG jedoch nicht. „Auch wenn jeder einzelne Vorfall einer zu viel ist, haben wir aktuell nicht den Eindruck, dass tätliche Angriffe auf unser Fahrpersonal insgesamt signifikant zugenommen haben“, stellt Rogge klar. Dennoch würden entsprechende Ereignisse sehr ernst genommen. (set)
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