TE-Bike-Akku explodiert - Wohnungsbrand in Stade
Mitsamt Drehleiter rückte die Stader Feuerwehr zur Einsatzstelle am Schwingedeich an. Foto: Hellwig
Kurz nach den Weihnachtsfeiertagen sorgte ein Wohnungsbrand in Stade für einen Feuerwehreinsatz. Die schwarze Rauchwolke war schon von weitem zu sehen.
Stade. Am Samstagvormittag kam es in einer Wohnung der Diakonie Stade zu einem Brand. Laut Feuerwehrangaben sei um kurz nach 9 Uhr ein Alarm eingegangen. In der Meldung sei bereits die Rede von möglichen explodierten E-Akkus gewesen, sagt der Stader Feuerwehrsprecher Stefan Braun.
Durch die Explosion begann die Wohnung zu brennen, eine schwarze Rauchwolke stand über dem Gebäude am Schwingedeich. Der Bewohner sei aus dem Haus geflüchtet und habe sich mit weiteren Nachbarn selbst in Sicherheit gebracht, sagt die Feuerwehr Stade. Niemand sei verletzt worden. Die Feuerwehr Stade schickte den Zug I mitsamt etwa 40 Feuerwehrleuten und Drehleiter zum Einsatzort, um den Wohnungsbrand zu löschen.
Ein Blick in die unbewohnbare Wohnung. Foto: Hellwig
Da unklar war, ob sich noch eine weitere Person in dem verrauchten Flur im ersten Stock aufhielt, habe die Feuerwehr laut Feuerwehrsprecher Braun neben der Brandbekämpfung sofort eine Personensuche gestartet. Durch die Suchaktion musste die Feuerwehr weitere Türen gewaltsam öffnen. Die Feuerwehrleute brachten neben Brandschutt den zerstörten E-Akku ins Freie und lagerten in zunächst in einem wassergefüllten Behälter. Die Kommunalen Betriebe der Hansestadt übernahmen die fachgerechte Entsorgung.
Nach Einschätzung der Einsatzkräfte ist die betroffene Wohnung wegen Rußes und Schadstoffen durch den Brandrauch zurzeit unbewohnbar. Mitarbeiterinnen der Diakonie und der Stadt Stade kümmerten sich laut Braun um eine Unterbringung des Bewohners. Den Schaden schätzt die Feuerwehr auf 20.000 Euro. Zur genauen Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.
Akku kokelt in Wiepenkathen
Bereits Anfang Oktober musste die Feuerwehr Wiepenkathen zu einem ähnlichen Einsatz ausrücken. Am 8. Oktober gegen 19 Uhr erreichte die Feuerwehr ein Notruf aus einem Einfamilienhaus im Buchenweg. Ein Lithium-Akku war in einem Wohnhaus in Brand geraten, dichter Rauch war aus dem Gebäude gedrungen. Die Bewohner konnten sich unverletzt ins Freie retten.
Unter Atemschutz hatten die Einsatzkräfte den Akku mitsamt Ladestation ins Freie gebracht und den kokelnden Akku in einem Wasserbehälter gekühlt. Wegen der ausgetretenen Giftstoffe galt das Haus als unbewohnbar. In Wiepenkathen schätze die Polizei den Gesamtschaden damals auf 30.000 Euro. (sb/hw)
Hinweis: Der Artikel wurde am 27. Dezember 2025 um 13:40 Uhr aktualisiert.