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TSchreie an der Oste: Angler (77) in misslicher Lage

Rettungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren in Oberndorf-Braak im Einsatz, nachdem ein 77-jähriger Angler in die Oste gestürzt war.

Rettungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren in Oberndorf-Braak im Einsatz, nachdem ein 77-jähriger Angler in die Oste gestürzt war. Foto: Jürgen Lange

Die Hilferufe waren nicht zu überhören: Nahe dem Schöpfwerk Oberndorf war Eile geboten. Der Mann kam ins Elbe Klinikum.

Von Jürgen Lange 12.08.2026, 18:00 Uhr

Oberndorf. Am Dienstagnachmittag gegen 16.45 Uhr ist die Feuerwehr Oberndorf zu einem Einsatz an die Oste alarmiert worden. Gemeldet worden war eine Person, die in den Fluss gefallen war und laut um Hilfe rief. Nach ersten Angaben befand sich die Einsatzstelle in Oberndorf-Braak in Höhe des Schöpfwerks.

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Thomas Schmidtke befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade auf dem Rückweg von einem schweren Verkehrsunfall auf der B73 in Cadenberge. Da er sich zufällig in der Nähe der gemeldeten Einsatzstelle befand, drehte er um und traf bereits wenige Minuten später vor Ort ein.

77-Jähriger hing kopfüber am Ufer

Schmidtke lief über den Deich und hörte Hilferufe aus zwei Richtungen. Dadurch konnte er den verunglückten 77-jährigen Angler schnell lokalisieren. Der Mann war am Ufer in eine äußerst missliche Lage geraten: Er hing kopfüber und mit einem Fuß im Stackbusch der Uferbefestigung fest.

Schmidtke hielt den Mann fest und stützte mit einer Hand dessen Kopf, bis kurze Zeit später weitere Einsatzkräfte eintrafen. Gemeinsam sicherten die Feuerwehrleute den Angler mit einem Seil und zogen ihn vorsichtig ans Ufer. Anschließend trugen sie den 77-Jährigen über den Deich und übergaben ihn zur Erstversorgung an den Cuxland-Rettungsdienst.

Notarzt musste aus Stade anfahren

Da die Notärzte im Raum Cadenberge aufgrund des parallel laufenden Großeinsatzes nach dem schweren Verkehrsunfall auf der B73 gebunden waren, musste ein Notarzt aus Stade anfahren. Die Rettungskräfte warteten deshalb zunächst mit dem Patienten an der Einsatzstelle. Nach der medizinischen Versorgung wurde der 77-Jährige zur weiteren Behandlung in das Elbe Klinikum gebracht.

Mehrere glückliche Umstände kamen zusammen

Nach Einschätzung der Einsatzkräfte hatte der Angler Glück im Unglück. Gleich mehrere Umstände trugen dazu bei, dass er schnell gerettet werden konnte: Das Wasser der Oste lief gerade ab, der Mann blieb im Stackbusch hängen und ein weiterer Angler auf der gegenüberliegenden Uferseite hörte seine Hilferufe. Zudem befand sich der stellvertretende Gemeindebrandmeister Thomas Schmidtke zum Zeitpunkt der Alarmierung nur wenige Minuten von der Einsatzstelle entfernt.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es für den 77-Jährigen dennoch: Der Fisch, der an seiner Angel hing, ging ihm während des Einsatzes durch die Lappen.

Nach etwa einer Stunde war der Einsatz beendet. Vor Ort waren 17 Einsatzkräfte der Feuerwehr Oberndorf sowie der stellvertretende Gemeindebrandmeister Thomas Schmidtke. Zu den Führungskräften an der Einsatzstelle gehörten außerdem Abschnittsleiter Meik Kramer und Gemeindebrandmeister Matthias Papke.

Sieben Feuerwehren löschen Flächenbrand bei Horstedt

Am Mittwochnachmittag gegen 15.20 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Horstedt, Sottrum und Stapel zu einem Flächenbrand in die Straße Zum Heiddorf nach Horstedt alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt konnte eine Rauchsäule festgestellt werden. Aufgrund der Lage erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe auf „FW 3“, sodass weitere Lschfahrzeuge zur Einsatzstelle alarmiert wurden. Diese richteten einen Pendelverkehr zur Wasserversorgung ein.

Am Waldrand war die Rauchentwicklung deutlich wahrnehmbar.

Am Waldrand war die Rauchentwicklung deutlich wahrnehmbar. Foto: Finke/Feuerwehren der SG Sottrum

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte bereits eine größere Grasfläche sowie die angrenzende Waldböschung. Eine weitere Ausbreitung konnte verhindert werden.

Unterstützung erhielten die Feuerwehren von örtlichen Landwirten, die mit zwei Radladern sowie einem mit Güllefass ausgestatteten Trecker Hilfe leisteten. Ein brennender Baum musste zudem mit einer Kettensäge gefällt werden.

Gegen 18 Uhr konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden. Die zuständige Ortsfeuerwehr Horstedt verblieb anschließend zur Brandwache an der Einsatzstelle, um vielleicht wiederaufflammende Glutnester abzulöschen.

Es blieb bei verbranntem Gras; eine stärkere Ausbreitung der Flammen konnte verhindert werden.

Es blieb bei verbranntem Gras; eine stärkere Ausbreitung der Flammen konnte verhindert werden. Foto: Finke/Feuerwehren SG Sottrum

Im Einsatz waren insgesamt 13 Feuerwehrfahrzeuge mit mehr als 50 Einsatzkräften. Beteiligt waren die Ortsfeuerwehren Bötersen, Horstedt, Stuckenborstel, Stapel, Sottrum, Nartum und Mulmshorn sowie die Einsatzleitgruppe der Samtgemeinde Sottrum. Ebenfalls vor Ort waren die beiden Gemeindebrandmeister, der Kreisbrandmeister sowie die Polizei.

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

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