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TLkw im Graben: Bergung wird fortgesetzt – B495 wieder voll gesperrt

Die Bergung geht weiter, die B495 ist wieder voll gesperrt.

Die Bergung geht weiter, die B495 ist wieder voll gesperrt. Foto: Klempow

Nachdem die Bergung des in den Graben gerollten Lkw am Montagabend abgebrochen wurde, wird sie nun fortgesetzt. Allerdings gestaltet sie sich schwierig.

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Von Mario Battmer,
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Von Grit Klempow
Dienstag, 26.05.2026, 13:05 Uhr

Neuland. Am Dienstagvormittag rückten Krane an, um den am Montag von der Straße abgekommenen Lkw aus dem Graben zu heben. Allerdings ist der Lastwagen, der Bitumen geladen hat, noch zu schwer für eine Bergung. Daher soll die restliche Ladung abgepumpt werden.

Wegen des Gewichts und der Lage des Lkw unterhalb der Böschung haben die Krane zu wenig Kraft bzw. einen ungünstigen Hebel, um den Lastwegen hochzuziehen. Für die Bergung ist die B495 erneut voll gesperrt. Wie lange der Einsatz andauert, ist derzeit nicht abzuschätzen.

Der Lkw liegt nach dem Unfall am Montag immer noch im Graben.

Der Lkw liegt nach dem Unfall am Montag immer noch im Graben. Foto: Klempow

Der 56-jährige Fahrer aus Polen war am Montag gegen 13.40 Uhr mit einer Mercedes-Sattelzugmaschine und einem Tankauflieger in Richtung Osten unterwegs.

Kurz hinter der Abzweigung Neuland kam er mit seinem Gespann aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab. Wie Feuerwehrsprecher Egon Viehmann berichtet, durchbrach der Wagen die Leitplanke, überschlug sich und kam schließlich auf dem 2,5 Meter tieferen Fahrradweg auf der Fahrerseite zum Liegen.

Lkw hat heißes Bitumen geladen

Laut Alarmierung hieß es, der Fahrer sei eingeklemmt. „Durch den Verkehrsunfall wurden das Führerhaus der Sattelzugmaschine sowie der Tankauflieger erheblich beschädigt und teilweise deformiert. Zudem entstand erheblicher Flurschaden im Bereich des Abhangs sowie des Geh- und Radweges“, sagt Polizeisprecher Rainer Bohmbach.

Der Lkw-Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt vom Rettungsdienst mit schweren Verletzungen in Stader Elbe Klinikum eingeliefert.

Nach ersten Schätzungen der Polizei dürfte sich der Sachschaden auf weit über 100.000 Euro belaufen.

Laut Gefahrgutkennzeichen soll der Lkw heißes Bitumen geladen haben. Die klebrige Masse wird hauptsächlich zum Isolieren oder Abdichten genutzt und wird bei Hitze flüssig transportiert. Die Dämpfe und Aerosole können Augen und Atemwege reizen, zudem stehen einige Arten von Bitumen im Verdacht, krebserregend zu sein, schreibt unter anderem die BG BAU.

Der Fahrer musste von der Feuerwehr befreit werden.

Der Fahrer musste von der Feuerwehr befreit werden. Foto: Viehmann/Feuerwehr Wischhafen

Bergung wird am Dienstag ab 10 Uhr fortgesetzt

Glück im Unglück: Laut Feuerwehr seien keine Stoffe aus dem Tank des Lkw ausgelaufen. Aus der Sattelzugmaschine trat lediglich Dieselkraftstoff aus, welcher durch die eingesetzte Feuerwehr gestoppt werden konnte. Zur Herstellung des Brandschutzes und zur Aufnahme der auslaufenden Betriebsstoffe wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Drochtersen, Hüll, Wischhafen und Freiburg alarmiert und rückten an der Einsatzstelle an. Zusätzlich wurde ebenfalls der Führungsdienst Umwelt der Kreisfeuerwehr Stade zur Einsatzstelle entsandt sowie die Werkfeuerwehr der DOW aus Stade angefordert. Insgesamt waren so circa 50 Feuerwehrleute im Einsatz.

Allerdings gestaltete sich die Bergung schwieriger als erwartet und musste am Abend gegen 21.15 Uhr abgebrochen werden, wie Egon Viehmann dem TAGEBLATT mitteilte. Der eingesetzte Kran alleine konnte den Lkw nicht wieder aufrichten, um das Bitumen aus dem Tank abzupumpen, erklärt der Feuerwehrsprecher.

(Letztes Update am 26. Mai, 13.16 Uhr: Informationen der Polizei hinzugefügt)

Der Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Der Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Foto: Polizei

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