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Schifffahrt

TNeues Angebot für Pendler: Lühe-Schulau-Fähre fährt wieder im Winter

Die Lühe-Schulau-Fähre legt in Grünendeich an.

Die Lühe-Schulau-Fähre legt in Grünendeich an. Foto: Vasel

Die Lühe-Schulau-Fähre fährt wieder im Winter - unterbrochen von einem Werftaufenthalt. Der war nicht geplant. Doch Fähren-Chefin Ute Bülau hatte es nicht in der Hand.

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Von Björn Vasel
07.10.2026, 11:05 Uhr

Grünendeich. Die Lühe-Schulau-Fähre wird ab Mittwoch, 21. Oktober, regelmäßig zwischen Wedel und Grünendeich die Elbe queren. „Wir wechseln - planmäßig - in den Winterfahrplan“, sagt die Geschäftsführerin der kommunalen Lühe-Schulau-Fähre, Ute Bülau.

Fähre fährt im Winter mittwochs und donnerstags

Der Sommerfahrplan endet regulär am Sonntag, 18. Oktober. Von März bis Oktober verbindet die Fähre Dat Ole Land II täglich das Alte Land mit Wedel-Schulau. Hinzu kommen die Charter- und Eventfahrten, vom Hafengeburtstagstörn über Nippen und Shippen bis zu Sundowner Delux(x)e. Diese sind fast immer ausgebucht.

Der Winterlinienverkehr war 2025 eingestellt worden. Doch insbesondere die Gemeinde Jork machte sich dafür stark, Pendlern und Ausflüglern auch im Winter ein Angebot zu bieten. In der Gesellschafterversammlung einigten sich die Kommunen letztlich auf zwei Tage. „Wir fahren mittwochs und donnerstags“, sagt Bülau.

Blick von der Lühe-Schulau-Fähre auf den Lühe-Anleger in Grünendeich.

Blick von der Lühe-Schulau-Fähre auf den Lühe-Anleger in Grünendeich. Foto: Vasel

Um 7 Uhr legt die Fähre am Lühe-Anleger in Grünendeich ab, zurück geht es um 7.40 Uhr in Wedel. Abends heißt es um 17.20 Uhr wieder „Leinen los“ in Grünendeich. Um 17.50 Uhr nimmt die Dat Ole Land II wieder Kurs auf das Alte Land. Die Fahrt vom Anleger Schulau - lediglich einen Steinwurf von der weltberühmten Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft entfernt - über den Fluss dauert etwa 25 Minuten.

Blick von der Brücke der Fähre auf den Anleger in Schulau (Wedel).

Blick von der Brücke der Fähre auf den Anleger in Schulau (Wedel). Foto: Vasel

Bülau hofft, dass weitere Pendler aus Schleswig-Holstein oder Niedersachsen das Angebot nutzen und vom Auto auf die Fähre umsteigen werden. Rund 20 haben bereits ihr Interesse bekundet. Das Winter-Monatsabo soll 95 Euro kosten. Das wird die Betriebskosten nicht decken. „Allein die Dieselkosten haben sich, im Vergleich zum Vorjahr, verdoppelt“, sagt die Geschäftsführerin. Sie hofft, dass weitere Firmen ein Ticket für ihre Mitarbeiter buchen.

Knapp 400.000 Euro beträgt das Defizit im Jahr. Dieses tragen die Gesellschafter anteilsmäßig. Die Stader halten 25 Prozent. Der Landkreis Stade ist mit seinem Anteil von 35 Prozent der größte Anteilseigner. Die Stadt Wedel hält 20 Prozent. Die Samtgemeinde Lühe und die Gemeinde Jork sind mit jeweils 10 Prozent beteiligt.

Ponton am Yachtzentrum muss zum Schiffs-TÜV

Die Gesellschafter stehen zur Fähre. Allein 40.000 Euro werden in den Austausch der Maschine gesteckt. Eigentlich sollte das 35 Meter lange Schiff dafür erst Anfang 2027 wieder auf die Behrenswerft in Finkenwerder.

Der Nachtliegeplatz der Lühe-Schulau-Fähre am Anleger an der Lühesander Süderelbe.

Der Nachtliegeplatz der Lühe-Schulau-Fähre am Anleger an der Lühesander Süderelbe. Foto: Vasel

Doch der Ponton am Altländer Yachtzentrum an der Lühesander Süderelbe muss laut Ute Bülau für die technische Sicherheitsprüfung noch in diesem Jahr überholt und auf seine Schwimmfähigkeit geprüft werden.

Diesen Anleger am Gelände des ehemaligen Pionierübungsplatzes der Bundeswehr in Grünendeich nutzt die Lühe-Schulau-Fähre als Nachtliegeplatz. Über Nacht darf das Schiff nicht am Lühe-Anleger festmachen. Dieser liegt unmittelbar am Fahrwasser. Der Ponton werde vermutlich in zwei Teilen nach Finkenwerder verholt.

Fährbetrieb zieht Werftaufenthalt in Finkenwerder vor

Wenn der zweite Abschnitt abtransportiert wird, werde die Fähre ebenfalls Kurs auf die Behrenswerft nehmen. Damit rechnet Bülow im Laufe des Novembers. In der bereits 1863 gegründeten Werft wird eine der beiden Hauptmaschinen ausgetauscht. Die Steuerbord-Hauptmaschine ist an der Reihe. Die Maschinenstunden sind erreicht. Das 15 Jahre alte Schiff war auf der Bolle-Werft in Sachsen-Anhalt für 1,85 Millionen Euro gebaut worden.

Der Scania-Motor bringt die Fähre mit einer Leistung von 331 Kilowatt (450 PS) auf eine Geschwindigkeit von bis zu 11,7 Knoten. Das sind 21,7 km/h. 2025 waren bereits Hilfsdiesel und Generatoren generalüberholt worden. Im Dezember soll die Fähre mit 250 Sitzplätzen plus Stellplätzen für 70 Räder wieder in Dienst gestellt werden.

Für 2027 hat Bülau bereits einige Events in Planung - von der Frauendisco zum Internationalen Frauentag bis zur Osterfeuerfahrt.

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