Wechsel

TPastorin Agnethe Krarup verlässt Estebrügge – Wechsel innerhalb des Landkreises

Pastorin Agnethe Krarup verrlässt die St.-Martini-Kirchengemeinde in Estebrügge im Herbst 2026.

Pastorin Agnethe Krarup verrlässt die St.-Martini-Kirchengemeinde in Estebrügge im Herbst 2026. Foto: Vasel

Pastorin Agnethe Krarup verlässt die St.-Martini-Kirchengemeinde in Estebrügge. Vor ihrem 60. Lebensjahr suchte sie eine neue berufliche Herausforderung.

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Von Björn Vasel
12.07.2026, 12:50 Uhr

Estebrügge. Pastorin Agnethe Krarup verlässt die St.-Martini-Kirchengemeinde im Herbst. Mit einem Gottesdienst verabschiedet sich die gebürtige Dänin am Sonntag, 4. Oktober, 11 Uhr, von den Altländern. Die 58-Jährige wechselt nach Stade zu den Kirchengemeinden Markus und Johannis. Krarup übernimmt die dritte Pastorenstelle. Im Jahr 2017 hatte Krarup in St. Martini die Nachfolge von Dr. Martina Janßen angetreten.

Von Anfang an habe sie offen kommuniziert, dass Estebrügge nicht die letzte berufliche Station sein sollte. Sie sei erst mit 38 Jahren beruflich voll durchgestartet, nachdem ihre Kinder größer waren. Vor 2017 war sie unter anderem in Stade, Apensen, Horneburg und Mulsum und Buxtehude als Vakanzpastorin tätig. Vor dem Umzug im Jahr 2014 nach Buxtehude - nach der Wahl ihres Mannes Dr. Martin Krarup zum Superintendenten - war sie bereits sechs Jahre lang Pastorin in Lunestedt. Vor ihrem 60. Lebensjahr wollte sie wechseln.

Diese Chance habe sie jetzt ergriffen. „Den ‚richtigen‘ Zeitpunkt gibt es nie, als Pastorin ist man immer mittendrin“, betont Krarup. Sie blicke auf spannende Jahre zurück. Erst kam Corona, danach seien die Jahre von Friedhofs- und Kirchensanierung geprägt gewesen.

Gemeinsam im Team viel erreicht

Gemeinsam mit dem „sehr engagierten“ Kirchenvorstand und weiteren Ehrenamtlichen hätten sie neue Gottesdienst-Formate entwickelt. Agnethe Krarup verweist unter anderem auf den Filmgottesdienst und die Übernachtung unter dem Sternenhimmel in der 1700/1702 erbauten Kirche. Für die Altländer sei St. Martini weitaus mehr als ein Haus Gottes, es sei für Christen und Konfessionslose ein wichtiger, unverzichtbarer Ort der Begegnung, des Zusammenhalts und der Kultur.

Neue Formate: Pastorin Agnethe Krarup und Tanja Lühe werben für die Aktion „Übernachten unter dem Sternenhimmel in der St.-Martini-Kirche“ in Estebrügge (von links).

Neue Formate: Pastorin Agnethe Krarup und Tanja Lühe werben für die Aktion „Übernachten unter dem Sternenhimmel in der St.-Martini-Kirche“ in Estebrügge (von links). Foto: Vasel

Unter der Empore unterhalb des Orgel-Prospekts aus dem Jahr 1702 von Arp Schnitger bauten die Estebrügger 2024 sogar eine Theke ein. „Wir haben gemeinsam viel ausprobiert“, sagt sie. Es seien große Teams um die Gemeindenachmittage, die Kinderkirche sowie die „Gottesdienste - mal anders!“ und das Kirchenkaffee herum entstanden. „Es war mir eine große Freude, mit so vielen engagierten Menschen zu arbeiten“, sagt die 58-Jährige und verweist auf den Förderverein „Uns Kark“, Kita, Vereine und Feuerwehr.

Dass sie am 20. Mai mit dem Kirchenvorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Heck noch den Fördermittelbescheid aus den Händen von Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) entgegennehmen durfte, freue sie. Aus dem Dorfentwicklungsprogramm erhielt die Kirchengemeinde 162.000 Euro für die Umgestaltung des denkmalgeschützten Friedhofs zu einer parkähnlichen Anlage – mit dem Ziel, den historischen Friedhof ökologisch aufzuwerten und ihn zugleich als würdevollen Begegnungsort im Dorf zu erhalten. Der Weg über den Friedhof ist eine wichtige Verbindung zwischen Ortszentrum und Schule/Kitas und Sportanlage.

Mit ihrem Wechsel nach Stade verbleiben noch zwei Seelsorger in der Gemeinde Jork: Pastorin Anika Röling (Borstel) und Pastor Paul Benjamin Henke (Jork). Sie werden jetzt gemeinsam auch in Estebrügge tätig. Dass der Rotstift angesetzt wird, war bereits seit 2022/2023 klar. Im Planungszeitraum 2023 bis 2028 sind für die drei Kirchengemeinden Jork, Borstel und Estebrügge nur 1,75 Pastorenstellen vorgesehen - plus eine Viertelstelle in Borstel, die von dem Förderkreis KiB getragen wird. Die Reduzierung sollte bis spätestens Ende 2028 erfolgen. Das Vikariat von Annika Kasten geht Ende Januar zu Ende. Ab dem Herbst wird Pastor Sergius Schönfeld, der als Springer im Kirchenkreis tätig ist, im Alten Land unterstützen.

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