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Überholmanöver auf A7 geht schief: BMW überschlägt sich bei Egestorf

Der BMW wurde auf der A7 bei Egestorf umhergeschleudert und überschlug sich. Einsatzkräfte schalten die Hochvoltanlage des E-Fahrzeugs frei.

Der BMW wurde auf der A7 bei Egestorf umhergeschleudert und überschlug sich. Einsatzkräfte schalten die Hochvoltanlage des E-Fahrzeugs frei. Foto: Feuerwehr

Ein BMW ist auf der A7 bei Egestorf (Kreis Harburg) unterwegs. Es ist glatt - und plötzlich kann der Fahrer sein Auto nicht mehr kontrollieren.

Von Redaktion Dienstag, 13.01.2026, 12:50 Uhr

Landkreis Harburg. Auf der A7, zwischen den Anschlussstellen Evendorf und Egestorf in Fahrtrichtung Hamburg, kam es am Montagabend (12. Januar 2026) zu einem schweren Verkehrsunfall. Das teilt der Sprecher der Polizeiinspektion Harburg, Jan Krüger, mit.

Das Heck bricht plötzlich aus

Gegen 19.25 Uhr war ein 49-jähriger Mann mit seinem BMW auf der linken von drei Fahrspuren unterwegs. Kurz vor der Anschlussstelle Egestorf überholte er den Audi eines 64-jährigen Mannes, der auf der mittleren Fahrspur fuhr. „Auf der winterglatten Fahrbahn brach das Heck des BMW aus und touchierte den Audi“, sagt Polizeisprecher Jan Krüger.

BMW überschlägt sich, Audi wird auf Böschung geschleudert

Beide Fahrzeuge gerieten daraufhin ins Schleudern und kamen nach rechts von der Fahrbahn ab. Der BMW überschlug sich mehrfach und blieb am Rand des Seitenstreifens auf dem Dach liegen. „Der Audi wurde auf eine etwa drei Meter hohe Böschung des Seitenraums der Autobahn geschleudert, durchbrach einen Wildschutzzaun und kam dort zum Stehen“, berichtet Jürgen Meyer-Albers, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Hanstedt.

Zu den Feuerwehren aus Egestorf und Sahrendorf/Schätzendorf wurden zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug zum Einsatzort alarmiert. Die Autobahnpolizei Maschen war ebenfalls mit mehreren Fahrzeugen vor Ort.

Feuerwehr befreit BMW-Fahrer

Während der Audi-Fahrer seinen Wagen selbstständig verlassen konnte, musste der Fahrer des BMW von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden.

„Beide Beteiligte wurden nach erster Einschätzung leicht verletzt und kamen mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus“, so der Polizeisprecher. Er schätzt den Sachschaden auf rund 70.000 Euro.

Während der Rettungsarbeiten waren zwei Fahrspuren der A7 gesperrt.

Auto landet bei Dibbersen im Graben – Wer ist gefahren?

Wenige Stunden später wurde der Polizei ein Pkw gemeldet, der auf der Harburger Straße, zwischen Dibbersen und Nenndorf, von der Straße abgekommen und im Graben gelandet war.

Als Beamte vor Ort ankamen, trafen sie auf zwei 38 und 56 Jahre alte Männer, die bei dem Fahrzeug standen. „Beide gaben an, zwar während des Unfalls im Fahrzeug gesessen zu haben, aber nicht gefahren zu sein“, so Krüger. Der Fahrer habe sich angeblich auf den Weg gemacht, um einen Abschlepper zu organisieren.

Die Polizisten hatten jedoch ihre Zweifel an der Darstellung. „Ein Drogentest zeigte bei beiden eine Beeinflussung durch Kokain und andere Betäubungsmittel an“, so Krüger. Beiden wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. (set/pm)

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