TNach Lkw-Brand auf A1: Sperrung zwischen Harburg und Maschener Kreuz dauert an
Für die Löscharbeiten wurde die A1 bei Seevetal-Glüsingen (Kreis Harburg) mehrere Stunden lang gesperrt. Foto: Polizei
Im Landkreis Harburg brannte am Donnerstag auf der A1 ein Lastwagen. Das Feuer hat nicht nur den Lkw in Mitleidenschaft gezogen. Auf der Fahrbahn müssen jetzt dringend Schäden ausgebessert werden.
Seevetal. Wegen eines brennenden Lastwagens wurde die A1 in Seevetal (Landkreis Harburg) am Donnerstagvormittag (23. Juli 2026) in beide Richtungen voll gesperrt. Gegen 10.45 Uhr sorgt die Vollsperrung für insgesamt etwa 30 Kilometer Stau auf den Autobahnen 1, 7 und 39.
Fahrspuren Freitag und Sonnabend gesperrt
Während die Fahrbahn in Richtung Norden bereits gegen Mittag wieder freigegeben wurde, bleibt die A1 in Richtung Süden jetzt länger gesperrt.
Durch den Brand seien zwischen den Anschlussstellen HH-Harburg (38) und Autobahnkreuz Maschener Kreuz (39) in Richtung Bremen die Hauptfahr- und Standstreifen stark beschädigt worden. Dass teilt die Autobahn GmbH des Bundes mit. Die Fahrbahndecke müsse umgehend gereinigt und der Brandschaden repariert werden.
Dafür sind Sperrungen notwendig: Für die Reparaturarbeiten wird bis voraussichtlich Sonnabend (25. Juli 2026), 18 Uhr, der Hauptfahr- und Seitenstreifen gesperrt. Der Verkehr wird in dieser Zeit zweistreifig am Arbeitsfeld vorbeigeführt.
Einspuriger Verkehr auf der A1
Freitagabend (24. Juli) wird es noch enger: Für die Fräsarbeiten muss auch ein Überholfahrstreifen gesperrt werden. Dann läuft der Verkehr auf der Autobahn einspurig.
Auch beim Asphalteinbau am Sonnabendmorgen, 7.30 bis etwa 10.30 Uhr, steht für den Verkehr nur ein Fahrstreifen zur Verfüng. Ist der Asphalt ausgekühlt (voraussichtlich 18 Uhr), gilt wieder freie Fahrt auf allen Spuren.
Geistesgegenwart des Fahrers verhindert Schlimmeres
Nach ersten Angaben der Polizei ging dem Feuer kein Unfall voraus. Der 28-jährige Lastwagenfahrer war auf der A1 in Fahrtrichtung Bremen unterwegs. Gegen 9 Uhr, zwischen Hamburg-Harburg und dem Maschener Kreuz, roch er in seiner Kabine plötzlich Rauch. „Geistesgegenwärtig lenkte er sein Fahrzeug auf den Seitenstreifen und verließ das Führerhaus“, berichtet Henning Flader, Sprecher der Polizeiinspektion Harburg.
Dort sah der Fahrer, dass bereits offene Flammen aus der Zugmaschine schlugen. „Rasant breitete sich das Feuer bis zum Auflieger aus“, teilt Flader mit. Auch die Ladung, Kakaobohnen, brannte.
Der Fahrer blieb unverletzt. Die Feuerwehren aus Hamburg und Seevetal löschten den brennenden Lastwagen unter anderem mit Schaum. Die geladenen Kakaobohnen wurden durch den Brand zerstört.
Brennender Reifen setzt Grünstreifen in Brand
Eine große, schwarze Rauchwolke war am Vormittag über der Unfallstelle nahe Seevetal-Meckelfeld zu sehen. Zeugen berichteten von explodierenden Reifen des Lkw. Ein brennender Reifen rollte auf einen angrenzenden Grünstreifen und entzündete dort die Vegetation. Zudem soll ausgelaufener Kraftstoff aus dem Lkw in Brand geraten sein.
„Neben den Schäden an dem Sattelzug und der Ladung ist auch die Fahrbahn stark in Mitleidenschaft gezogen worden“, sagt der Polizeisprecher. Er beziffert den Gesamtschaden auf einen mittleren 6-Stelligen Bereich. Die Polizei gehe von einem technischen Defekt als Brandursache aus. (Joto/set)

Ein explodierender Reifen war der Auslöser des Feuers. Foto: JOTO
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.