TZack am Haken! Falschparker am Bassenflether Strand werden abgeschleppt
Die Kommune will Falschparker auf der K34 am Bassenflether Strand abschleppen lassen. Foto: Vasel
Jetzt geht es den Falschparkern am Bassenflether Strand an den Kragen. Nach dem Chaos am Pfingstwochenende will Samtgemeinde-Bürgermeister Timo Gerke durchgreifen.
Bassenfleth. Die Falschparker auf der K34 müssen in Twielenfleth damit rechnen, dass ihr Pkw „kostenpflichtig abgeschleppt wird“. Das sommerhafte Frühlingswetter lockt seit dem Pfingstwochenende wieder unzählige Ausflügler an den Elbstrand - auch unter der Woche.
Um die Parkplatzgebühren zu sparen, stellen viele ihr Fahrzeug auf der Straße ab und missachten das absolute Halteverbot. „Es gab immer freie Plätze auf dem Parkplatz“, betont Gerke. Die Krux: Durch die Straßensanierung ist der Bereich eine Sackgasse.
Falschparker behindern Rettungskräfte und Obstbauern
Die Falschparker behinderten insbesondere Obstbauern mit ihren Gespannen und Fruchthändler mit ihren Sattelzügen. Er wolle allerdings auch sicherstellen, dass Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst nicht behindert werden. Das diene letztlich der Sicherheit der Ausflügler, sollten diese im Notfall schnelle Hilfe am Strand oder auf dem Elbdeich benötigen.
So teuer ist Falschparken
Wer abgeschleppt wird, muss mit Kosten um die 250 Euro rechnen - für das Bußgeld von 40 Euro und den Abschlepper, so Ordnungsamtsleiter Dirk Grusdas. Das Umsetzen schlage mit ungefähr 200 Euro zu Buche.
Gerke appellierte an die Ausflügler, Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen und den Parkplatz zu nutzen. Nach der Freiparkzeit von 60 Minuten wird ein Euro je angefangene 30 Minuten fällig. Der Tageshöchstsatz beträgt sechs Euro.
Im April 2021 waren die weißen Zickzacklinien maschinell aufgetragen worden. Das Aufbringen der Grenzmarkierung (Verkehrszeichen 29) im Verlauf der Straßen Bassenfleth und Am Deich (K 34) war Ergebnis eines „Strand-Gipfels“ - Landkreis, Gemeinde, Polizei und Deichverband hatten sich an einen Tisch gesetzt.
Unbürokratisch waren seinerzeit über eine verkehrsrechtliche Anordnung fünf Ausweichbuchten im Strand-Bereich eingerichtet worden - verbunden mit absolutem Halteverbot. Tausende zog es im ersten Corona-Sommer an den Fluss, Menschen mieden Freibäder und bevorzugten den Elbstrand.
Sandstrand dient nicht nur der Erholung
Der Sandstrand ist mehr als ein Touristenmagnet. Dieser schützt auch den Deich und sein Vorland. 2022 hatte die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) mit der Hilfe eines Saugbaggers fast 330.000 Kubikmeter aufgespült und den Strand verbreitert und um bis zu 1,50 Meter erhöht.

Der Bassenflether Strand ist ein beliebtes Ausflugsziel. Foto: Vasel
Immer wieder kommt es zu Abbrüchen. Sturmfluten, Sog und Schwell der vorbeifahrenden Containerriesen und das wegen der Fahrrinnenanpassung höher und immer schneller auflaufende Wasser nagen am Elbufer.
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