T„Altersheim für Hunde“: Sie geben denen ein Zuhause, die keiner will
Für Holger Lindbüchl und Susanne Böttcher ist das Lucky Dog Hostel ein Herzensprojekt. Foto: Hornbostel
Im Lucky Dog Hostel in Hoope kümmern sich Susanne Böttcher und Holger Lindbüchl um alte und kranke Hunde – und das rund um die Uhr. Doch hinter der liebevollen Arbeit steckt viel Aufwand.
Hoope. Das Klackern von Hundepfoten auf glattem Boden gehört für Hundebesitzer zum vertrauten Alltag. Für Susanne Böttcher und Holger Lindbüchl ist dieses Geräusch allgegenwärtig – allerdings nicht von einem oder zwei Hunden, sondern derzeit von acht.
„Wir sind wie ein Altersheim für Hunde“, erzählt Lindbüchl. Mit dem Lucky Dog Hostel in Hoope haben die beiden einen Ort geschaffen, der insbesondere alten und kranken Hunden ein neues Zuhause bietet. Hier verbringen die Vierbeiner ihren Lebensabend – rund um die Uhr betreut und medizinisch versorgt. Auch eine Hunde-Physiotherapie gehört zum Angebot.
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Viele der Tiere kommen aus schwierigen Situationen. „Viele holen sich ihre Tiere unbedacht“, sagt Lindbüchl. Dabei zweifelt er nicht an den guten Absichten der Halter. „Dass Menschen etwas Gutes tun wollen, ist schön – aber eben nicht nur mit Herz, sondern auch mit Verstand“, betont er.
Herausforderungen im Alltag und unzureichende Spenden
Der Betrieb des Lucky Dog Hostels ist mit großem Aufwand verbunden. Einmal jährlich werden alle Hunde gründlich untersucht, dazu kommen fortlaufende Behandlungen und Tierarztkosten in Höhe von etwa 20.000 Euro im Jahr. Finanziert wird das Projekt vor allem durch Spenden, Patenschaften und Flohmärkte. „Aber Spenden gibt es nie genug“, so Böttcher. Zusätzlich unterstützt der Verein inzwischen auch Rentner bei Tierarztkosten.
Wenn ein Hund stirbt, ist das für Böttcher und Lindbüchl jedes Mal ein schwerer Moment. Auch wenn viele der aufgenommenen Tiere bereits sehr alt sind und absehbar nur noch eine begrenzte Lebenszeit haben, möchten sie ihnen diese so angenehm wie möglich gestalten. „Man trauert immer, wenn ein Hund gehen muss“, sagt Böttcher. Im Schnitt müssen sie sich etwa von fünf Hunden pro Jahr verabschieden.
Flohmarkt am Sonntag soll die Bevölkerung sensibilisieren
Besonders wichtig ist den beiden zudem das Thema Kastration. „Seit 15 Jahren klären wir auf und finanzieren Kastrationsprojekte – das ist eine der wichtigsten Aufgaben, wie wir finden“, so Lindbüchl.
Entscheidend sei hauptsächlich die Aufklärungsarbeit vor Ort, die Sensibilisierung der Bevölkerung und das Verhindern einer Verlagerung der Probleme.
Am Sonntag, 26. April, veranstaltet der gemeinnützige Tierschutzverein Lucky Dog Hostel einen Flohmarkt im Dorfgemeinschaftshaus in Hoope. Dort dreht sich alles rund um den Hund. Der gesamte Erlös des Tages fließt zu 100 Prozent in die Tierschutzarbeit des Vereins.
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