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Handball-Bundesliga

TBSV vor dem Saisonstart: Auf Kurs, aber noch nicht bei 100 Prozent

Spielmacherin Anika Hampel und der BSV starten Ende August in die neue Spielzeit.

Spielmacherin Anika Hampel und der BSV starten Ende August in die neue Spielzeit. Foto: Felix Weißberg/Lobeca.de

Wie weit ist der Buxtehuder SV nach einem Monat Vorbereitung? Wie funktioniert die Defensive? Wie gut finden sich die Neuzugänge zurecht? Zeit für eine Zwischenbilanz.

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Von Tim Scholz
03.08.2026, 05:50 Uhr

Buxtehude. In weniger als drei Wochen startet der Buxtehuder SV mit dem Pokalspiel in Spandau (23. August) in die neue Saison, eine Woche später folgt der Bundesliga-Auftakt beim Thüringer HC (30. August). Wie weit ist die Mannschaft?

„Wir machen jede Woche Fortschritte“, sagt Trainer Jonas Schlender, „sind aber noch weit von 100 Prozent entfernt.“

Die Abwehr: Jetzt ist das Kollektiv gefordert

Schlender hatte bei seinem Amtsantritt angekündigt, den Fokus auf die Abwehr zu legen und mit der Mannschaft eine offensive, bewegliche 6:0-Deckung einzustudieren.

Beim BSV steht die Abwehrarbeit im Mittelpunkt.

Beim BSV steht die Abwehrarbeit im Mittelpunkt. Foto: Felix Weißberg/Lobeca.de

Diese Variante war auch in den Testspielen zu sehen. „Auf den einzelnen Positionen haben wir schon gute Fortschritte gemacht“, sagt er. „Jetzt müssen wir im Kollektiv noch an gewissen Abläufen arbeiten.“ Schlender geht davon aus, dass es noch bis Mitte der Saison dauern könnte, bis alles wie gewünscht funktioniert.

Der Angriff: System stößt an Grenzen

Auch im Angriff hätte die Mannschaft nach seinem Geschmack schon weiter sein können.

BSV-Trainer Jonas Schlender.

BSV-Trainer Jonas Schlender. Foto: Felix Weißberg/Lobeca.de

Gerade bei der Testspiel-Niederlage gegen den dänischen Erstligisten Horsens (23:34) geriet das Buxtehuder Angriffssystem durch zahlreiche individuelle Fehler an seine Grenzen. „Da müssen wir nochmal ansetzen“, sagt Schlender.

Die Neuzugänge: Die Neuen finden Anschluss

Eine weitere Aufgabe ist die Integration der sechs Neuzugänge. „Rein menschlich läuft es super“, findet Schlender. Das Trainingslager in Dänemark habe dabei geholfen. Auch die beiden Niederländerinnen Nikki van der Vorst und Fleur Schouten hätten schnell Anschluss gefunden.

Nikki van der Vorst (links) und Fleur Schouten sind aus den Niederlanden zum BSV gewechselt.

Nikki van der Vorst (links) und Fleur Schouten sind aus den Niederlanden zum BSV gewechselt. Foto: Jan Iso Jürgens

Allerdings merkt Schlender bei den Neuen, dass die 1. Bundesliga noch mal ein anderes Niveau sei, vor allem was die „körperliche Beanspruchung“ anbelangt.

Die Verletzte: Kroepel braucht noch Zeit

Nach den Comebacks von Torhüterin Sophie Fasold und Rechtsaußen Christin Kaufmann steht nur noch eine Spielerin auf der Verletztenliste: Larissa Kroepel.

Die 22-jährige Kreisläuferin hatte sich vor knapp einem Jahr das Kreuzband gerissen und braucht laut Schlender noch Zeit.

Der Zeitplan: Noch einige Baustellen, aber auf Kurs

Im Trainingslager arbeitete der BSV vor allem an Details und Sondersituationen wie dem Spiel in Überzahl. Daneben ging es auch darum, sich mithilfe von Gesprächen und Teambuilding-Spielen besser kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.

Trotz einiger Baustellen wirkt Schlender zuversichtlich. „Im Großen und Ganzen sind wir im Zeitplan, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns“, sagt er. Einen weiteren Härtetest gibt es am Freitag (18.30 Uhr) in eigener Halle gegen den Bundesliga-Rivalen VfL Oldenburg. „Oldenburg ist eine Top-Mannschaft und ein guter Gradmesser“, sagt Schlender.

Das Auftaktprogramm: Den Favoriten ärgern

In der ersten Pokalrunde wartet Viertligist Spandau. „Da müssen wir uns Selbstbewusstsein holen und souverän weiterkommen“, fordert Schlender. Zum Ligastart geht es eine Woche später nach Thüringen. „Ich bin gespannt, wie weit wir Ende August sind. Aber wir können absolut befreit dorthin fahren und das Topteam hoffentlich ein bisschen ärgern.“

Ein konkretes Saisonziel kann und will Schlender noch nicht nennen. „Ich kann noch nicht einschätzen, wie schnell wir in die Saison reinkommen und unsere Baustellen bearbeitet bekommen“, sagt er. Vielleicht gibt schon der Härtetest gegen Oldenburg mehr Aufschluss.

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