TBVB eine Nummer zu groß für den BSV - Schouten glänzt nach Rückkehr
Borussia Dortmund war zu stark für den BSV um Torhüterin Oliwia Kaminska. Foto: Jan Iso Jürgens (Archiv)
Der BSV unterliegt bei Borussia Dortmund mit 23:33 und kassiert seine dritte Niederlage. Für positive Akzente sorgen vor allem zwei Niederländerinnen.
Buxtehude. Fünf Minuten vor Spielbeginn ertönt die emotionale Sporthymne „You’ll Never Walk Alone“ in der Sporthalle Wellinghofen. Unverkennbar: Der BSV ist zu Gast bei Borussia Dortmund, für Trainer Jonas Schlender „die vielleicht beste Mannschaft Deutschlands“, wie er vor Spielbeginn sagte.
Doch bis die Dortmunderinnen ihre Klasse zeigten, vergingen einige Minuten. Die Anfangsphase gehörte dem BSV. Kapitänin Nele Franz bediente Kreisläuferin Carina Senel präzise - 4:2 für Buxtehude. Der BVB brauchte etwas Anlaufzeit, fand dann aber immer wieder die Ex-BSVerin Lisa Antl, die in den freien Räumen hinter der offensiven Buxtehuder Deckung auftauchte und gleich dreimal einnetzte.
BSV hat große Mühe im Angriff
Der BSV kreierte Chancen über Außen, doch sowohl Christin Kaufmann als auch Lilli Frey fehlte das nötige Wurfglück. Der BVB fand zu seinem gefürchteten Tempospiel, die Gäste kamen nicht hinterher. Dortmund zog davon.
Schlender wechselte auf fast allen Positionen, das BSV-Spiel verlor an Struktur. Fehlwurf reihte sich an Fehlwurf. Dortmund baute seinen Vorsprung aus, 13:6 (22.). Schlender nahm eine Auszeit, die zweite innerhalb von vier Minuten. „Das reicht mir nicht“, sagte er seiner Mannschaft. „Wir brauchen mehr Tiefe.“
T Die jüngste Position im BSV-Kader: Frey und Mews wollen hoch hinaus
Der BSV hatte große Mühe im Angriff, wurde zu ungünstigen Würfen gezwungen. Kurz vor der Pause führte Dortmund bereits mit zehn Toren. In der Buxtehuder Statistik standen nach dem ersten Durchgang (10:18) zwölf Fehlwürfe, acht technische Fehler und nur eine Parade - zu wenig gegen einen Champions-League-Teilnehmer.
Neuzugang fügt sich mit starker Leistung ein
Enna Oberländer und Paula Mews mussten wegen der begrenzten Kadergröße (16 Spielerinnen) erneut zuschauen. „Bis auf ein, zwei Blessuren sind wir momentan relativ verletzungsfrei“, sagte Schlender mit Blick auf den großen Kader. Auf der Tribüne nahm neben den beiden BSV-Youngstern BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke Platz.
T Wer ist die Nummer eins im Tor? Der BSV zählt auf sein ganzes Trio
Nach der Pause entwickelte sich ein munteres, temporeiches Spiel. Die eingewechselte Fleur Schouten war nach ihrer Verletzungspause eine der auffälligsten Spielerinnen. Mit einem Freiwurf-Kracher traf sie zum 16:25 (44.). „Fleur, ein super Tag!“, lobte Schlender den niederländischen Neuzugang in einer Auszeit. Der BSV richtete sein Angriffsspiel auf Schouten aus. Mit fünf Toren war sie die beste Werferin ihrer Mannschaft.
Auch wenn der BVB einige Leistungsträgerinnen nach der Pause schonte, blieben das Tempo hoch und die individuelle Klasse sichtbar. Der BSV gab sich trotz des hohen Rückstands nicht auf. Die Niederländerin Nikki van der Vorst war mit acht Paraden ein entscheidender Faktor, dass es nicht noch deutlicher wurde.
Borussia Dortmund feierte den fünften Sieg im fünften Spiel. Der BSV kassierte die dritte Niederlage in dieser Saison und bleibt Tabellenachter. Bessere Chancen dürften sich die Buxtehuderinnen für den nächsten Spieltag ausrechnen: Am 17. Oktober kommt das noch sieglose Halle-Neustadt in die Halle Nord.
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