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Eierlikörkuchen

TBacken mit dem Profi: Café-Port-Konditor verrät Oster-Rezept

Konditormeister Thorsten Hübbe betreibt das Café Port in Buxtehude - hier mit einem Eierlikörkuchen aus eigener Herstellung.

Konditormeister Thorsten Hübbe betreibt das Café Port in Buxtehude - hier mit einem Eierlikörkuchen aus eigener Herstellung. Foto: Sulzyc

Eierlikörkuchen schmeckt lecker. Ihn zu backen, schaffen auch Anfänger. Wie die Osterleckerei gelingt, erklärt Konditormeister Thorsten Hübbe von Café Port in Buxtehude.

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Von Thomas Sulzyc
Freitag, 03.04.2026, 13:50 Uhr

Buxtehude. Mit Ostern verbinden viele Menschen den Genuss von Eiern und Eierlikör. Ähnlich wie mit Zimt zu Weihnachten. Eine Erklärung dafür ist: Eier symbolisieren Fruchtbarkeit, Auferstehung und das ewige Leben.

Normalerweise zaubert Konditormeister Thorsten Hübbe aus Buxtehude Torten und Pralinen. Er betreibt das traditionsreiche Café Port. Seit 125 Jahren besteht es in Buxtehude.

Das TAGEBLATT bat ihn um ein Rezept für eine Osterleckerei, die möglichst jedem gelingt. Einfach in der Zubereitung soll sie sein. Der Profi empfiehlt einen Eierlikörkuchen - und verrät das Rezept.

Restlos alkoholfrei ist Eierlikörkuchen nicht

Mindestens 14, meist 20 Volumenprozent Alkoholgehalt hat ein Eierlikör. Beim Backen verfliegt ein Großteil des Alkohols im Eierlikör. Ein geringer Prozentteil an Alkohol kann erhalten bleiben.

Hier ist das Rezept von Thorsten Hübbe für eine Kranzform mit rund 28 Zentimeter Durchmesser:

Zutaten:

  • 5 Eier
  • 125 Gramm Mehl
  • 125 Gramm Speisestärke
  • 1 gestrichener Teelöffel Backpulver (ein gestrichener Teelöffel ist bis oben gefüllt und wird auf einer Ebene mit der Löffelkante, zum Beispiel mit Hilfe eines Messers, abgestrichen)
  • 250 Gramm Puderzucker
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 250 Gramm pomadige Butter (pomadige Butter ist weiche und streichfähige Butter, die bei Zimmertemperatur eine cremige Konsistenz aufweist)
  • 250 Gramm Eierlikör (etwa 0,22 bis 0,24 Liter)
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Zubereitung:

Eine Kranzform mit etwa 28 Zentimeter Durchmesser mit Butter fetten. Das geht so: Die Backform dünn mit der pomadigen (weichen) Butter ausstreichen. Das kann man mit einem Backpinsel, mit Küchenpapier oder auch mit dem Finger machen.

Anschließend alle trockenen Zutaten mischen und sieben. Das Sieben sorgt dafür, dass das Backpulver gleichmäßig im Mehl verteilt wird, was für ein gleichmäßiges Aufgehen des Teigs wichtig ist.

So geht das Sieben und Mischen

Zum Sieben ein feines Sieb über eine saubere Rührschüssel halten. Dann die trockenen Zutaten (Mehl und Backpulver zusammen) in das Sieb geben. Mit einer Hand leicht gegen den Rand des Siebes klopfen oder das Sieb schwenken, bis alles durchgefallen ist. Zum Mischen einen Schneebesen, einen Holzlöffel oder die Hand nehmen.

Die flüssigen Zutaten mit dem Schneebesen verrühren und gut unter die trockenen Zutaten mischen.

Konditormeister Thorsten Hübbe gießt Eierlikörkuchenmasse in die ausgefettete Kranzform.

Konditormeister Thorsten Hübbe gießt Eierlikörkuchenmasse in die ausgefettete Kranzform. Foto: Hübbe

Jetzt die so hergestellte Eierlikörkuchenmasse in die ausgefettete Kranzform füllen.

Die Kranzform in den Ofen schieben und bei circa 180 Grad backen. Backzeit: etwa 60 Minuten.

An der Farbe erkennen Sie, ob der Kuchen gelungen ist. „Goldbraun ist immer gut“, lautet eine Konditorweisheit.

An der Farbe erkennen Sie, ob der Kuchen gelungen ist. „Goldbraun ist immer gut“, lautet eine Konditorweisheit. Foto: Hübbe

An der Farbe erkennt man, ob der Kuchen gelungen ist. „Goldbraun ist immer gut“, lautet eine Konditorweisheit.

Nach 60 Minuten Backzeit den Eierlikörkuchen kurz auskühlen lassen. Das bedeutet: Den Kuchen 10 bis 15 Minuten in der Form ruhen lassen - dadurch wird er stabiler. Anschließend den Kuchen ausformen.

An der Farbe erkennt man, ob der Kuchen gelungen ist. „Goldbraun ist immer gut“, lautet eine Konditorweisheit.

An der Farbe erkennt man, ob der Kuchen gelungen ist. „Goldbraun ist immer gut“, lautet eine Konditorweisheit. Foto: Hübbe

Tipps vom Konditormeister

  • Wer keine Butter verwenden will, nimmt stattdessen Rapsöl.
  • Mit einem Holzstab lässt sich prüfen, ob der Kuchen wirklich gut durchgebacken ist. Wenn Teig am Holzstab hängen bleibt, braucht der Kuchen noch Zeit im Ofen. Bleibt dagegen nichts am Holzstab hängen, ist der Kuchen fertig.

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