TBlaulichttag in Grauerort: Das sind die Retter aus dem Kreis Stade
Das Highlight beim Blaulichttag ist die rasante Spritztour mit den Sturmbooten der DLRG. Foto: Weselmann
Blaulichttag mit Feuerlöschen, Hindernisparcours und rasanter Bootsfahrt - was die Retter aus dem Kreis Stade motiviert und warum ihre Jugendarbeit so wichtig ist.
Bützfleth. Am Wochenende bot der Blaulichttag in der Festung Grauerort wieder jede Menge Action und gemeinsames Erlebnis. Für die Kinder- und Jugendgruppen von DLRG, DRK, THW und Freiwilliger Feuerwehr hatten Ehrenamtliche der Organisationen wieder viele spannende Stationen aufgebaut. Das TAGEBLATT zeigt Einsatzkräfte, die hier mitwirken und im Alltag entscheidende Hilfe leisten.
Jan-Hendrik Brandt von der Freiwilligen Feuerwehr
An einer Station der Freiwilligen Feuerwehr (FF) wird die Arbeit mit der Wärmebildkamera gezeigt. Zum Team gehört Jan-Hendrik Brandt vom Zug 1 in Buxtehude. Der stellvertretende Zugführer ist hier seit 2020 aktiv, arbeitet aber auch bei der Berufsfeuerwehr in Bremen. Lange war er als Rettungsschwimmer, Gruppenleiter und Bootsführer bei der DLRG.

"Am Ende ist es egal, wo die Leute sich engagieren. Hauptsache sie tun es“ sagt Jan-Hendrik Brandt von der Freiwilligen Feuerwehr Buxtehude. Foto: Weselmann
Mit dem Umzug von Drochtersen wechselte der 34-Jährige das Ehrenamt. „Ob Feuerwehr, DLRG, DRK oder THW - am Ende ist es egal, wo die Leute sich engagieren. Hauptsache sie tun es“, so sein Appell. Das ganze System beruhe zu 90 Prozent auf dem Ehrenamt und würde sonst gar nicht funktionieren. Der Blaulichttag fördere Vernetzung und Verständnis zwischen den verschiedenen Blaulichtgruppen.
Ricarda van der Made vom DRK
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bietet ebenfalls spannende Aufgaben. Ricarda van der Made ist mit der mobilen Kleiderkammer vor Ort. Die 35-Jährige engagiert sich schon seit 20 Jahren beim DRK-Kreisverband.

Für Ricarda van de Made ist die Jugendorganisation vom DRK Kreisverband wie eine große Familie. Foto: Weselmann
„Viele wissen gar nicht, dass wir eine Jugendorganisation haben“, erzählt die Kreisleiterin vom Jugendrotkreuz. An der hängt ihr Herz. So sehr, dass die Lehrerin für Pflegeberufe dem Kreisverband Stade trotz ihres Umzugs nach Hemmoor die Treue hält. Neben dem sozialen Engagement führe das DRK auch an gesellschaftlich Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit oder Zusammenhalt heran.
Und Letzterer ist für sie der entscheidende Punkt. „Das ist wie eine große Familie“, betont sie und schließt alle Blaulichtorganisationen ein. „Bei Notlagen sind wir voneinander abhängig.“
Jannis Herrmann vom THW
An einer Station vom Technischen Hilfswerk (THW) steht Jannis Herrmann bereit. Bei einer solchen Aktion mitzuwirken, ist für ihn selbstverständlich. „Ich komme aus der Jugend und weiß, was Nachwuchsarbeit leisten kann.“
Mit zehn Jahren fand der Buxtehuder zur THW-Jugend. Die Blaulicht-Organisationen hatten ihn schon immer gepackt. „Es macht Krach und leuchtet“, erzählt er von der kindlichen Faszination.

Jannis Herrmann vom THW Buxtehude haben Blaulichtorganisationen schon als Kind fasziniert. Foto: Weselmann
Der 20-Jährige erinnert sich noch genau an den ersten Dienst. „Da stand Funken und Kartenkunde auf dem Plan und wir haben eine coole Rallye durch Buxtehude gemacht. Das hat mir gleich Spaß gemacht.“
Wie für viele ist die gute Gemeinschaft ein wichtiger Faktor. Dazu begeistert den angehenden Industriekaufmann das Technische. „Und man kann unheimlich viel für das eigene Leben lernen“, sagt er.
Kinder- und Jugendfeuerwehren in Niedersachsen boomen
Beim Buxtehuder THW ist er Teil der Bergungsgruppe - „Allrounder, die als erste ausrücken“. Bauen von Brücken und Stegen, Abstützen von Gebäuden und Personenrettung aus Trümmern - es gibt viele Felder. So war das THW an der Seite der Feuerwehr, als das Dach des Toom-Baumarkts von bedrohlicher Schneelast befreit werden musste.
Celine Bilitza von der DLRG
Celine Bilitza aus Bargstedt ist unten am Strand für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Einsatz. Hier hilft die Ehrenamtliche von der Ortsgruppe Harsefeld bei den Sturmbootfahrten auf der Elbe. An Bord der DLRG kam die 26-Jährige vor neun Jahren über ihren heutigen Mann Marcel - weil noch eine weibliche Jugendbetreuerin gesucht wurde. Inzwischen ist die Physiotherapeutin auf Bezirksebene als stellvertretende Jugendvorsitzende und Kassenwartin in der Verantwortung.

Celine Bilitza von der DLRG Ortsgruppe Harsefeld unterstützt das Team der Wasserrettung am Strand. Foto: Weselmann
Celine Bilitzas Motivation kommt von Herzen: „Mich macht es einfach glücklich, wenn Kinder glücklich sind“, sagt sie. Die Faustballerin möchte Kinder zum Sport motivieren und jungen Menschen ermöglichen, sich selbst auszuprobieren.
Auf dem Sturmboot der DLRG
Ihr liegt daran, die Freude an sozialem Engagement und Gemeinschaft weiterzugeben, damit es auch in Zukunft engagierte Leute gibt.
Silke Tonn von der Polizei
In Sachen Blaulicht darf die Polizei nicht fehlen. Auch auf dem Slalomparcours bei Silke Tonn ist Zusammenarbeit gefragt - genau wie in ihrem Job. Die 49-Jährige gehört zum Präventionsteam der Polizeiinspektion Stade und ist oft auf Streife in Stade anzutreffen.

Als Kontaktbeamtin ist Polizistin Silke Tonn häufig auf Streife in Stade anzutreffen. Foto: Weselmann
Dazu ist sie in Kitas und Schulen unterwegs. „Kleinen Kindern möchte ich vor allem Angst nehmen und die Polizei als Freund und Helfer nahbar machen“, sagt die Polizistin. Die vielen Facetten des Berufs und der Kontakt zu Menschen haben sie zu ihrem Beruf gebracht.
Sebastian Klinge vom Kreisjugendring
Mit von der Partie ist auch der Kreisjugendring. Sebastian Klinge ist neuer Präsident. Der Ehrenamtliche kam über Sport und Kirche zur Jugendarbeit.

Sebastian Klinge ist neuer Präsident vom Kreisjugendring und sieht die Jugendarbeit als Kern für den Erhalt des Vereinslebens. Foto: Weselmann
„Sie ist der Kern zum Erhalt vom Vereinsleben und Freiwillige werden in allen Bereichen gebraucht“, sagt der 29-Jährige. „Dieser Aktionstag ist super, um junge Menschen zu begeistern und zu halten.“
Blaulichttag in Grauerort
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