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Künstliche Intelligenz

Bundesagentur investiert 125 Millionen in Europas KI-Zukunft

Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprind) setzt mit einer Millionen-Investition im weltweiten Wettlauf um die Vorherrschaft bei der Künstlichen Intelligenz ein Zeichen. (Symbolbild)

Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprind) setzt mit einer Millionen-Investition im weltweiten Wettlauf um die Vorherrschaft bei der Künstlichen Intelligenz ein Zeichen. (Symbolbild) Foto: Sebastian Willnow/dpa

Neue Konzepte statt nur Optimierung: Sprind fordert von europäischen Teams frische Ansätze, um bei Künstlicher Intelligenz mit USA und China mithalten zu können.

Von dpa Donnerstag, 30.04.2026, 12:05 Uhr

Leipzig. Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprind) setzt mit einer Millionen-Investition im weltweiten Wettlauf um die Vorherrschaft bei der Künstlichen Intelligenz ein Zeichen. Der Innovationswettbewerb „Next Frontier AI“ soll bis zu zehn europäische Teams mit einer Anschubfinanzierung von insgesamt 125 Millionen Euro fördern, wie Sprind mitteilte. 

Mit der Förderung soll Europa eine weltweit führende Position in der KI-Forschung und -Wirtschaft gesichert werden. Dabei sollen die ausgewählten Teams in die Lage versetzt werden, bis Ende Juni 2028 mindestens eine Milliarde Euro an zusätzlichem Kapital auf dem freien Markt einzuwerben.

Der Vorstoß ist eine direkte Reaktion auf die aktuelle Marktsituation, in der die leistungsfähigsten KI-Modelle fast ausnahmslos aus den USA und China stammen. Die Bundesagentur warnt, dass Europa in dieser entscheidenden Zukunftstechnologie den Anschluss verlieren und sich gefährliche technologische Abhängigkeiten zementieren könnten, da es hierzulande kaum Unternehmen gibt, die auf höchstem internationalen Niveau mithalten können.

Neue KI-Konzepte gefordert

Jano Costard, Head of Challenges bei Sprind, sagte, dass Europa zwar KI-Spitzentalente hervorbringe, es bislang aber nicht geschafft habe, diese technologische Expertise auch in weltweit führende KI-Unternehmen zu überführen. Der neue Förderwettbewerb soll nun das Umfeld schaffen, in dem technologische Expertise, unternehmerische Exzellenz und ausreichende Finanzierung zusammenkommen, um die nächste Generation führender europäischer KI-Unternehmen hervorzubringen.

Um gegen die Tech-Giganten aus Übersee bestehen zu können, reicht es laut Sprind nicht aus, bestehende KI-Modelle oder deren praktische Anwendung lediglich zu optimieren. Die Agentur fordert von den Bewerbern vielmehr völlig neue Konzepte für Künstliche Intelligenz. Konkret angestoßen werden soll unter anderem die Entwicklung von wesentlich effizienteren Trainingsmethoden und neuartigen Architektur-Ansätzen.

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