TCDU Fredenbeck stellt Spitzenkandidaten für die Gemeinderäte vor
Sandra Lemmermann ist Bürgermeisterin der Gemeinde Kutenholz. Für die Spitzenplätze der CDU-Listen in Fredenbeck sind Marcel von der Lieth (Mitte) und Tim Bardenhagen (rechts) aufgestellt. Foto: Fehlbus
Die Kommunalwahl rückt näher. Zwei neue Spitzenkandidaten hat die CDU Fredenbeck aufgestellt. In der Familie Bardenhagen ist das Bürgermeisteramt dabei nichts Ungewohntes.
Fredenbeck. Am 13. September dürfen die Bürger in Niedersachsen ihre neuen Vertreter vor Ort wählen. Die Christdemokraten in der Samtgemeinde Fredenbeck haben dafür jetzt ihre Spitzenkandidaten benannt.
In der Gemeinde Kutenholz stellt sich die aktuelle Bürgermeisterin Sandra Lemmermann wieder zur Wahl. Für Fredenbeck und Deinste stehen zwei neue Leute an der ersten Position der Kandidatenliste der CDU. Einer könnte dabei - bei erfolgreicher Wahl - seiner Mutter im ehrenamtlichen Bürgermeisteramt folgen.
Mutter ist in Stade Ortsbürgermeisterin
Tim Bardenhagen kandidiert für die CDU auf der Spitzenposition für den Gemeinderat Deinste. Der 46 Jahre alte studierte Wirtschaftsinformatiker und IT-Berater pendelt oft nach Hamburg. Bereits seit jungen Jahren ist er Mitglied der Partei.
Zuerst war er als 20-Jähriger für die Junge Union in Stade aktiv. Aktuell ist er Ratsmitglied in den Gremien der Samtgemeinde Fredenbeck und Gemeinde Deinste. Sollte er sein Ziel erreichen und Nachfolger von Jörg Müller (CDU) in Deinste werden, wäre Tim Bardenhagen nach seiner Mutter zweiter Bürgermeister der Familie. Inge Bardenhagen, aktuell Ortsbürgermeisterin in Stade-Hagen für die CDU, kandidiert allerdings nicht erneut.
Wertschätzung für das Ehrenamt
Von Stade nach Deinste: Die 2000-Einwohner-Gemeinde hat besondere Herausforderungen, meint Tim Bardenhagen. Kita, Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehr - alles ist baulich in Deinste demnächst auf dem neusten Stand. „Die Herausforderung ist, das alles mit Leben zu füllen“, sagt Bardenhagen.
Das Ehrenamt und das Miteinander mache das Leben in den Dörfern auf der Geest aus. Es gehe um Wertschätzung, Transparenz und lokale Entscheidungen.
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„Gemeinde kommt von Gemeinschaft“, sagt Sandra Lemmermann. Dafür braucht es Orte, die als Treffpunkt dienen können, sind sich die drei Kandidaten einig. Besonders im Kernort, in Fredenbeck, fehlt nach dem Abriss der Niedersachsenschänke immer noch ein Ersatz für den Saalbetrieb.
Zwar werden an eben dieser Stelle wohl bald Kinder in der Kindertagesstätte zur ersten Begegnung ihres Lebens mit anderen kommen. Die Grundfläche für den Neubau ist vorbereitet. Für die Erwachsenen aber scheint es nicht so leicht.
Schuldenlast: Schulbauten für Millionen
Die Vereine sind oft der erste Anlaufpunkt. „Wir müssen unsere Neubürger auch abholen, ihnen zeigen, dass Fredenbeck eine Gemeinschaft bietet und vom Mitmachen lebt“, sagt Marcel von der Lieth. Der 46-Jährige ist Vorsitzender des CDU-Verbands für die Samtgemeinde Fredenbeck und aktuell Mitglied im Gemeinderat Fredenbeck.
2015 rückte er für den ehemaligen Fredenbecker Bürgermeister Diedrich „Didi“ Wohlers nach, der mit 65 Jahren nach schwerer Krankheit verstarb. Seitdem ist Marcel von Lieth für die CDU in der Gemeinde aktiv.
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Marcel von der Lieth ist im Beruf Leiter der Arbeitsvermittlung in der Agentur für Arbeit in Stade. Als Familienvater hat er kommunalpolitisch die Schulen in der Samtgemeinde besonders im Blick. Die Geestlandschule, die Grundschulen in Fredenbeck und Kutenholz mit dem jetzt auslaufenden Standort Mulsum, das sind die Einrichtungen, die von Fredenbeck aus gelenkt und bei Neubauplänen finanziell gestützt werden müssen.
Das größte Projekt für die Zukunft wird vor allem eine Neuerung für die Bürger in der Gemeinde Kutenholz. Rund 30 Millionen Euro soll die neue Grundschule in Kutenholz kosten, die für den gesetzlich vorgeschriebenen und den Eltern zugesicherten Ganztagsbetrieb ausgestattet ist. Auch an der Grundschule Fredenbeck wird die Ganztagsbetreuung für Millionen angebaut.
Selbst mitgestalten in allen Bereichen
„Es sind Aufgaben, die uns von oben nach unten gedrückt werden“, sagt Sandra Lemmermann. Bundes- und Landespolitik haben die Vorgaben formuliert, die Kommunen fühlen sich mit den dadurch zu erwartenden Schulden alleingelassen.
Sandra Lemmermann ist aktuell Bürgermeisterin in der Gemeinde Kutenholz, außerdem Stader Kreistagsabgeordnete und Mitglied im Fredenbecker Samtgemeinderat. Die Ur-Kutenholzerin aus Sadersdorf, heute Mulsumerin, kam über die Landfrauenarbeit zur Kommunalpolitik.
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Seit 2016 ist die Hauswirtschaftlerin und Seniorenbegleiterin Mitglied der CDU. Es geht ihr um den Ort, die Menschen, sagt die 56-Jährige. Sie wolle Brücken bauen, Bürger motivieren, in den Räten vor Ort mitzuarbeiten und so selbst mitzugestalten.
Kaputte Straßen sanieren, moderne Kitas, eine noch so kleine Sporthalle, die erhalten werden müsse, das sind Projekte, die aktuell in Kutenholz und Mulsum die Menschen bewegen. Es ist die zweitgrößte Fredenbecker Mitgliedsgemeinde mit rund 5000 Einwohnern. Mehr hat nur die Gemeinde Fredenbeck mit rund 6000.
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