TD/A schießt Jeddeloh 7:2 ab: So präzise leitet Dühring die Tore ein
Das 4:1 gegen Jeddeloh ist ein besonders schöner Treffer: Christopher Schepp (links) köpft ein, Niclas Dühring hat vorbereitet. Foto: Jörg Struwe
Drei der vier letzten Heimspiele in Drochtersen verlaufen spektakulär. D/A und seine Fans feiern die Torflut. Die Stürmer stehen im Fokus. Aber wer sind die Vorbereiter?
Drochtersen. 40 Tore stehen nach zwölf Spieltagen auf der Habenseite des Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel. D/A erzielt mehr als drei Tore pro Begegnung im Schnitt. Macht der Verein so weiter, pulverisiert er am Ende der Saison den Torrekord von 83 Treffern aus der Vorsaison.
Zwei Mal sieben Treffer, ein Mal acht. D/A hat in dieser Saison bereits einige Kantersiege eingefahren. Foto: Jörg Struwe
Am Samstagnachmittag bekommt der SSV Jeddeloh die Offensivpower der Drochterser zu spüren. Der 7:2-Erfolg gehört in die Kategorie denkwürdig. Mal wieder. Allein im September gewann D/A gegen Eimsbüttel mit 7:1 und gegen Emden mit 8:2, schoss insgesamt 22 Tore. Im Oktober macht D/A einfach so weiter.
Trainer Ioannou tritt auf die Euphoriebremse
D/A-Trainer Oliver Ioannou dämpft nach dem Jeddeloh-Spiel ein bisschen die Euphorie. Vielleicht muss sich der Übungsleiter ja auch manchmal kneifen. Oder er will vorsorgen, damit die Zuschauer demnächst nicht enttäuscht nach Hause gehen, wenn D/A mal unspektakulärer gewinnt. „Ich weiß gar nicht, ob wir uns an diese Ergebnisse gewöhnen sollten“, sagt Ioannou. Er sieht vor allem die drei Punkte, die der Sieg beschert hat.
T Sanne-Show in Drochtersen: Stürmer schießt D/A mit Hattrick zum Sieg
Mittelstürmer Tom Sanne dreht gegen Jeddeloh auf. Gegen Kickers Emden erzielte der 22-Jährige schon fünf Tore. Gegen Jeddeloh sind es drei. Zwölf stehen jetzt insgesamt in Sannes Statistik. Platz zwei im ligaweiten Ranking hinter dem Oldenburger Mats Facklam (14).
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Christopher Schepp markiert am Samstagnachmittag vor etwas mehr als 1000 Zuschauern zwei Treffer. Seine Ligatore sechs und sieben. Der eingewechselte Philipp Aue macht per Kopf gegen Jeddeloh das halbe Dutzend für D/A voll. Matti Steinmann köpft in der Nachspielzeit den 7:2-Endstand.
Elfers und Dühring mit präzisen Vorlagen
Bei sieben Toren stehen naturgemäß die Torschützen im Fokus. Tom Sanne wird völlig zu Recht Spieler des Tages. Doch wie steht es um die Vorbereiter? Um die, die den Weg zum Torerfolg mit ihren Geistesblitzen erst ebnen?

Jannes Elfers legt für Matti Steinmann auf. Steinmann bedankt sich mit dem 7:2. Foto: Jörg Struwe
Jannes Elfers besticht bei zwei Toren durch seine gefühlvollen Ecken. Aber Niclas Dühring spielt gerade mal fünf Wochen im D/A-Trikot Fußball. Mit seiner Präzision beim Ecken-, Freistoß- und Flankenschlagen ist der 22-Jährige gegen den SSV Jeddeloh sogar an vier Toren direkt beteiligt.

Der Vorbereiter kann auch Zweikämpfe: Niclas Dühring spielt erst seit fünf Wochen im D/A-Trikot. Foto: Jörg Struwe
Dühring schlenzt den Ball bei einem Freistoß in der 23. Minute mit Selbstvertrauen und Tempo aus spitzem Winkel direkt aufs Jeddeloher Tor. SSV-Keeper Moritz Onken lässt abklatschen, Christopher Schepp spitzelt den Ball in die Mitte und Tom Sanne köpft zur 2:1-Führung ein. D/A dreht den Rückstand schnell. Tom Kanowski hatte Jeddeloh in Führung gebracht (17.). Sanne erzielte nach einer Ecke von Jannes Elfers bereits den Ausgleich (18.).
Nach nur fünf Wochen schon gut eingespielt
Mit links zwirbelt Dühring in der 25. Minute die Ecke in den Strafraum. Schepp verlängert. Sanne trifft per Kopf zum 3:1. Schepp und Dühring bejubeln das Tor, als hätten sie es selbst geschossen. Das 4:1 in der 45. Minute ist noch schöner.
Dühring hat im Mittelfeld Platz. Mit dem Ball am Fuß sprintet er bis kurz vor den Strafraum. Mit dem linken Fuß streichelt er den Ball perfekt getimt auf Schepps Kopf. Beim 5:1 leitet Dühring in der 64. Minute die entscheidende Passstafette ein, die Jeddeloh hinten rechts aushebt. Wieder trifft Schepp. Wenig später ist Dührings Arbeitstag beendet. Seine Bilanz kann sich sehen lassen. Er erklärt, warum die Automatismen bereits fünf Wochen nach seiner Verpflichtung sitzen.
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Toreschießen und vorbereiten oder einleiten mache gleichermaßen Spaß, sagt Dühring. „Hauptsache, es ist gut für das Team.“ Die Mannschaft harmoniere sehr gut. Auch neben dem Platz. Das ist dann auch schon die Grundzutat des Erfolgsrezeptes. Die Abläufe studiert D/A im Training. „Wir bekommen außerdem gewisse Freiheiten, die wir dann auch nutzen“, sagt Dühring. D/A spiele sich immer weiter ein. So stünden am Ende so viele Tore.
Dühring will unbedingt in die 3. Liga
Jetzt sind es 40. „Aber es muss nicht immer ein hohes Ergebnis sein. Es reicht, wenn wir 1:0 gewinnen“, sagt Dühring. Er ist diesbezüglich mit seinem Trainer einer Meinung. Dühring freut sich schon auf das nächste Spiel. Auf Vollgasfußball. Er will aufsteigen in die 3. Liga. Ob spektakulär oder nicht, scheint ihm relativ egal zu sein.
T D/A holt sich auf den letzten Drücker zwei neue Spieler
Dühring fährt jetzt erstmal runter. Ein bisschen feiern mit der Mannschaft. Essen gehen mit der Familie. Zwei freie Tage genießen. Gut regenerieren. „Wir sind noch nicht am Ende“, sagt Dühring.
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