TD/A will Historisches schaffen – mit dem Wissen, wie es geht
D/A feiert mit seinen Fans in Oldenburg den Finaleinzug. In Barsinghausen werden einige hundert Fans mehr im Stadion sein. Foto: Struwe (Archiv, nomo)
D/A will zum vierten Mal im Niedersachsenpokal triumphieren, ein weiteres Mal Geschichte schreiben. Der Erfolgsdruck kann nicht größer sein. Wie geht ein Team damit um?
Drochtersen. Trainer Oliver Ioannou war als Führungsspieler noch aktiv, als die SV Drochtersen/Assel 2016, 2018 und 2019 den Niedersachsenpokal gewann. 2021 erzielte er das 2:0 gegen den SV Meppen - und D/A verlor noch unglücklich nach Elfmeterschießen. Das soll im fünften Finale der Vereinsgeschichte natürlich nicht passieren.
Trainer Oliver Ioannou glaubt an seine Mannschaft. Foto: Struwe (Archiv, nomo)
„Die Bedeutung eines Finales ist selbsterklärend“, sagt Ioannou. Eine Mannschaft und jeder Spieler gehe mit der Gewissheit in dieses eine entscheidende Duell, „historisches zu schaffen“. Einhergehend ist die Teilnahme am DFB-Pokal. Alles zusammen ist ein Triumph, der „auch nach Jahren stehen bleibt“, sagt Ioannou.
Der Erfolgsdruck könnte also nicht größer sein?!
Der Erfolgsdruck ist natürlich da, es kommt darauf an, wie eine Mannschaft damit umgeht. „Es gibt sicherlich Spieler oder Mannschaften, die das lähmen kann“, sagt Ioannou. Bei ihm persönlich sei das immer anders gewesen.
Umso mehr Druck in einer Partie gewesen ist, umso motivierter und fokussierter war Ioannou, um „etwas zu kreieren“, wie er es ausdrückt.
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Im Niedersachsenpokal muss eine Mannschaft ohnehin von der ersten Runde an abliefern. Jedes Duell ist ein Alles-oder-nichts-Spiel. „Wir sind sehr überzeugend ins Finale gekommen“, sagt Ioannou. 5:0 bei Kickers Emden, 5:2-Heimsieg gegen BW Lohne, 3:1 beim VfB Oldenburg. „Das müssen wir im Finale untermauern“, sagt Ioannou.
Die Mannschaft bringt alles für den finalen Schritt mit
Die Art und Weise wie D/A ins Finale gekommen ist, stimmt den Trainer optimistisch. In solchen Spielen sind Willen, Mentalität und die nötige Qualität gefragt, sagt Ioannou. „Das alles bringt dieses Team mit.“ So ein gewisses Pokal-Gen erarbeitet sich eine Mannschaft, die von entscheidenden Erfolgen getragen wird.
Das schon oft zitierte Aha-Erlebnis hatte D/A in der Saison 2015/16, als der damalige Regionalliga-Aufsteiger das Halbfinale beim großen Favoriten VfB Oldenburg mit 2:1 gewann. Ioannou erzielte seinerzeit das 2:0.
„Das war das erste Mal - aber jedes weitere Halbfinale und Finale hat uns getragen“, sagt Ioannou, „jeder einzelne Spieler und die gesamte Mannschaft sind an diesen Spielen stetig gewachsen.“
Ioannou weiter: „Ich denke, das ist mit dieser Mannschaft auch schon passiert.“
D/A hat viel Pokalerfahrung auf dem Platz
Spieler wie Nico von der Reith, Jannes Elfers, Patrick Siefkes oder Nikola Serra haben mit D/A schon die ersten Pokalerfolge gefeiert. „Das zeichnet sie aus, es ist positiv solche Spieler im Team zu haben“, sagt Ioannou.
Jannes Wulff musste einst die einstige D/A-Finalniederlage erleben und wird alles für ein positives Gefühl geben. Stürmer Haris Hyseni hat schon drei andere Landespokal-Wettbewerbe gewonnen. Die Liste an Erfahrung ist lang bei D/A.
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Nervosität herrscht bei D/A nicht vor. „Wir hatten einen guten Einstieg in die Woche“, sagt Ioannou. Der Fokus ist da, ebenso der Spaß. „An mir liegt es nun, die Spannung aufzubauen, so dass wir auf dem Höhepunkt am Sonntag an unser Limit gehen können“, sagt Ioannou.
Finalgegner spielte eine sehr erfolgreiche Saison
Im letzten Saisonspiel trennte sich D/A auswärts gegen den jetzigen Finalgegner SSV Jeddeloh mit 2:2. „Beide Teams kennen sich, es wird kein großes Taktieren geben, keine starken Veränderungen in der Ausrichtung“, sagt Ioannou.
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Das Finale werde durch Kleinigkeiten entschieden, daran müsse gearbeitet werden. Die angesprochenen Eigenschaften des Pokal-Gens sind gefragt.
Im Umkehrschluss hat Jeddeloh, der Vierte dieser Saison, seine Pokal-Power ebenso bewiesen: Der D/A-Gegner schaltete in seinen Heimspielen die beiden Drittligisten Osnabrück und Havelse jeweils nach Elfmeterschießen aus.
Zudem ist die SSV-Sehnsucht stark: 2018 verlor Jeddeloh sein bisher einziges Finale - ausgerechnet gegen D/A.
Der Countdown läuft: Am Sonntag (14 Uhr) steigt das Finale in Barsinghausen im August-Wenzel-Stadion.
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