TDer neue Rat der Stadt Stade ist bunt: So sind die 40 Sitze verteilt
Der Eingang ins Neue Rathaus Stade. (Archivbild) Foto: Sina Schuldt/dpa
Um 2.30 Uhr in der Nacht zu Montag stand fest, wer Mitglied im neuen Stader Rat wird. Wahlgewinner sind Die Linke und die AfD. Ein Überblick.
Stade. Fast bis drei Uhr nachts dauerte die Auszählung der Stimmen in der Stadt Stade, teilt Wahlleiter und Stadtrat Carsten Brokelmann auf TAGEBLATT-Anfrage mit. Insgesamt waren 350 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer in 40 Wahllokalen im Einsatz.
Teilweise lange Schlangen vor den Wahlkabinen
Die Wahlbeteiligung lag mit knapp 60 Prozent zehn Prozentpunkte höher als vor fünf Jahren. Das führte dazu, dass die Menschen teilweise bis zu 30 Minuten warten mussten, bis sie ihre Kreuzchen machen konnten. Kurzerhand seien deshalb weitere Wahlkabinen in die Wahllokale gebracht worden, so Brokelmann. Und noch etwas sei aufgefallen.
Die Kreuze seien diesmal deutlich stärker über die Wahlzettel verteilt worden als bei der letzten Kommunalwahl. „Das erschwerte das Auszählen“, sagt Brokelmann. Gut 7000 Staderinnen und Stader nutzten die Briefwahl, ähnlich wie vor fünf Jahren.
T Stader Bürgermeister: Kai Koeser und Arne Kramer in der Stichwahl
T Überwältigender Sieg: Kai Seefried bleibt Stader Landrat
Wer in den neuen Stader Stadtrat einzieht, verkündete Brokelmann am Sonntagabend gegen 2.30 Uhr im Rathaus. Noch etwa 15 CDU-Mitglieder hatten so lange im Königsmarcksaal ausgeharrt. Dort waren den ganzen Abend über die Wahlergebnisse auf Bildschirme übertragen worden.
Das sind die Ergebnisse der Ratswahl 2026
Die CDU ist mit 28,16 Prozent und 11 Sitzen stärkste Kraft. Sie verliert im Vergleich zur Kommunalwahl 2021 gut einen Prozentpunkt und einen Sitz. Die SPD als zweitstärkste Kraft verliert sieben Prozentpunkte und drei Sitze und zieht mit neun Sitzen und 22,43 Prozent in den Rat ein.
Die Linken können ihr Ergebnis auf 8,49 Prozent verdoppeln und haben im neuen Rat vier statt zwei Sitze. Die Grünen verlieren zwei Sitze und ziehen mit 10,25 Prozent und vier Sitzen in den Rat ein. Die FDP kommt auf 5,64 Prozent und zwei Sitze. Vor fünf Jahren waren es noch 7,92 Prozent und drei Sitze. Verluste erleidet die Wählergemeinschaft Stade. Sie kommt auf 2,52 Prozent und einen Sitz. Vor fünf Jahren waren es noch 6,47 Prozent und zwei Sitze.

Die Sitzverteilung im Stadtrat Stade. Foto: KDO
AfD wird drittstärkste Partei und erhält sieben Sitze
Neu im Rat ist die AfD. Sie erhält als drittstärkste Partei 17,63 Prozent und sieben Sitze. Die neue Wählergemeinschaft Parteilos Stade um den Bürgermeisterkandidaten Jörg Baumann kommt auf 1,84 Prozent und erhält einen Sitz. Ebenfalls neu im Rat ist Volt (2,13 Prozent) mit einem Sitz.
Keine Rolle spielte der Einzelwahlvorschlag Stefan von Bargen. Er erhielt nur 0,12 Prozent der Stimmen. Die Piraten sind mit 0,8 Prozent ebenfalls nicht im Rat vertreten. Sie hatten vor fünf Jahren zwar einen Sitz erhalten, Ratsfrau Karin Jacobs glänzte aber durch Abwesenheit und stieg schließlich ganz aus. Die UBLS, die zuletzt zwei Sitze hatte, hat sich wie berichtet aufgelöst.
Die mit Abstand meisten Stimmen bekamen die beiden Bürgermeisterkandidaten Kai Koeser (2059) und Arne Kramer (1808). Einer von ihnen wird Stades neuer Bürgermeister. Dessen Sitz im Rat bekommt dann der jeweilige Nachrücker aus der Partei.
Alle 40 Ratsmitglieder im Überblick
CDU:
Christoph von Schassen (880 Stimmen)
Amir Afschartabbar (449)
Sebastian Klinge (137)
Melanie Reinecke (865)
Karsten Behr (419)
Elif Aydin (327)
Nazanin Witt (46)
Arne Kramer (1808)
Hendrik Deede (859)
Felix Kruse (354)
Daniel Friedl (239)
SPD:
Tamer Yüksel (560 Stimmen)
Elena Brückner (492)
Dr. Jonas Finke (287)
Kai Koeser (2059)
Angela Merbeth (269)
Bernhard Augustin (163)
Constanze Bischoff (37)
Sigrid Koppelmann (491)
Oliver Kellmer (220)
Grüne:
Sophia Thöne (233 Stimmen)
Tim Evers (513)
Dr. Axel Kleindienst (170)
Karin Aval (296)
WG Stade:
Christian Benn (264 Stimmen)
FDP:
Sven Feldtmann (481 Stimmen)
Enrico Bergmann (566)
AfD Niedersachsen:
Marie-Sophie Lignowski (284 Stimmen)
Sandra-Simone Ahlf (282)
Dennis Franck (676)
Jens Sickau (257)
Nadine Völz (411)
Udo Vollrath (379)
Alexandra Sickau (169)
Die Linke:
Stefanie Koch (174 Stimmen)
Tristan Jorde (287)
Michael Quelle (163)
Patrick Tiedemann (93)
Volt:
Karsten Klie (286 Stimmen)
Wählergemeinschaft Parteilos Stade:
Meike Ossenbrügge (174 Stimmen)
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.