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TDr. Anika Neumann ist neue Chefärztin an der OsteMed-Klinik

Dr. Anika Neumann ist neue Chefärztin der Palliativmedizin an der Bremervörder OsteMed-Klinik.

Dr. Anika Neumann ist neue Chefärztin der Palliativmedizin an der Bremervörder OsteMed-Klinik. Foto: OsteMed

Mit Dr. Neumann will die OsteMed-Klinik in Bremervörde die palliativmedizinische Versorgung in der Region stärken. Auch die Elbe Kliniken Stade und Buxtehude profitieren.

Von Redaktion 21.10.2026, 05:50 Uhr

Bremervörde. Seit 2022 arbeitet Dr. med. Anika Neumann an der OsteMed-Klinik Bremervörde. Die Entwicklung des Zentrums für Palliativmedizin hat sie mitgestaltet und die Palliativstation „Ankerlicht“ aufgebaut.

Seit dem 1. Oktober hat sie als Chefärztin die medizinische und organisatorische Gesamtverantwortung für das Zentrum für Palliativmedizin in der OsteMed-Gruppe sowie mit ihrem Team auch an den Standorten der Elbe Kliniken Stade und Buxtehude übernommen.

Die Fachärztin für Anästhesiologie hat in Praxen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen die Weiterbildung Allgemeinmedizin absolviert. Nach ihrer Facharztausbildung zur Anästhesistin hat sie im UKSH Campus Kiel die Zusatzbezeichnungen spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin erworben.

Anschließend hat sie in der Onkologie am Städtischen Klinikum als Palliativärztin den Aufbau eines Palliativdienstes mitgestaltet und die Zusammenarbeit mit der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) weiterentwickelt. Sie verfügt zudem über die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und ist zertifizierte Ethikberaterin.

„Der Mensch steht im Mittelpunkt“

Was ist der neuen Chefärztin mit Blick auf die palliativmedizinische Versorgung wichtig? „Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht immer der Mensch mit seinen individuellen Beschwerden, Bedürfnissen und Wünschen. Unser Ziel ist es, belastende Symptome bestmöglich zu lindern, Lebensqualität zu erhalten und Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen in einer schwierigen Lebensphase Sicherheit zu geben.“

Die Palliativmedizin entwickelt sich zunehmend von einer Medizin am Lebensende zu einem Fachbereich, der auch eine beratende Funktion zur Vermeidung von Übertherapie am Lebensende oder bei schweren Erkrankungen leistet. Bei immer komplexer werdenden tumorspezifischen Therapien mit möglicherweise schweren Nebenwirkungen kann Palliativmedizin zudem mit stärkenden Maßnahmen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität leisten.

„Ankerlicht“ ist wichtig für Palliativversorgung in der Region

Der palliativstationäre Bereich „Ankerlicht“ an der OsteMed Klinik Bremervörde wurde im März 2024 mit einer eigenständigen, fünf Betten umfassenden Einheit in Bremervörde eröffnet.

Er hat sich seitdem zu einem wichtigen Bestandteil der regionalen Versorgung von Menschen mit lebenslimitierenden Erkrankungen entwickelt. Allein im vergangenen Jahr wurden dort mehr als 160 Patienten behandelt und betreut.

Das Behandlungskonzept richtet sich an Menschen mit lebenslimitierenden Erkrankungen, bei denen belastende Beschwerden wie Schmerzen, Atemnot oder andere körperliche und seelische Symptome eine spezialisierte stationäre Behandlung erforderlich machen.

Verschiedene Disziplinen arbeiten eng zusammen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der engen Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen und Versorgungspartner. Ärzte aller Fachgruppen, spezialisierte Pflegekräfte, Physiotherapie, Ergotherapie, Sozialdienst, Psychologie, niedergelassene Ärzte und Seelsorger arbeiten Hand in Hand, um eine individuell abgestimmte Behandlung und Begleitung zu ermöglichen. Dabei werden auch die Angehörigen und nahestehenden Personen einbezogen.

„Palliativmedizin bedeutet weit mehr als die Behandlung körperlicher Beschwerden. Es geht darum, Menschen in ihrer gesamten Lebenssituation wahrzunehmen, ihre Selbstbestimmung zu respektieren und gemeinsam mit ihnen herauszufinden, was ihnen in dieser Lebensphase besonders wichtig ist“, betont Dr. Neumann.

Palliativstation ist umgezogen

Mit der neuen chefärztlichen Leitung ist auch die Weiterentwicklung des Zentrums für Palliativmedizin verbunden. Ein wichtiger Schritt dabei war der Umzug der Palliativstation in neue, auf die Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen ausgerichtete Räumlichkeiten.

Neun Einzelzimmer mit eigenem Bad, ein Übungsraum für physio- und ergotherapeutische Behandlungen sowie ein Raum der Stille stehen zur Verfügung. Es gibt außerdem einen gemeinsamen Wohn- und Essbereich, eine großzügige Terrasse und Rückzugsmöglichkeiten für Angehörige.

Die neuen Räumlichkeiten sollen eine Atmosphäre schaffen, in der neben einer hochwertigen medizinischen und pflegerischen Versorgung auch Ruhe, persönliche Begegnungen und gemeinsame Zeit ihren Platz finden.

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