Elbe Kliniken: Diesen Schwerpunkt will der neue Chefarzt einführen
Dr. Kai-Martin Thoms. Foto: Elbe Kliniken
Das Hautkrebszentrum in Buxtehude hat bundesweit einen ausgezeichneten Ruf - und steht jetzt unter neuer Leitung. Dr. Kai-Martin Thoms möchte in der Dermatologie etwas Neues anbieten.
Buxtehude. Die Dermatologie in Buxtehude wird von einer Doppelspitze geführt: das Kompetenzzentrum für chronische Hauterkrankungen unter der Leitung von Dr. Andreas Kleinheinz und das zertifizierte Hautkrebszentrum mit dem Chefarzt Dr. Peter Mohr. Zum November übernahm Dr. Kai-Martin Thoms die Nachfolge von Dr. Mohr als Leiter des Hautkrebszentrums, wie die Elbe Kliniken in einer Pressemitteilung berichten.
Das Hautkrebszentrum in Buxtehude ist von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Im Labor forschen die Mediziner unter anderem an der Grundlagenforschung im Bereich der Hautkrebstherapie.
Auch in Göttingen leitete er das Hautkrebszentrum
Dr. Kai-Martin Thoms wechselte von der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), wo er zuletzt als geschäftsführender Oberarzt tätig war, nach Buxtehude. In dieser Funktion leitete er dort das Hautkrebszentrum sowie die Dermatochirurgie und die Lasermedizin.
Dieser Schwerpunkt soll auch in Buxtehude eingeführt werden und das Leistungsangebot als weiteren Baustein ergänzen: „Bereits Anfang 2026 wollen wir ein umfassendes Spektrum an Laserbehandlungen anbieten“, sagt Thoms.
Medizinische Versorgung
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Dabei stünden rein ästhetische Ansätze weniger im Vordergrund. Neben Indikationen wie Narben, Warzen oder oberflächlichen Hauttumoren geht es um die Therapie dermatologischer Erkrankungen insbesondere auch bei Säuglingen und Kleinkindern: „Mit einem Laser können wir präzise, gewebeschonende und minimalinvasive Behandlungen von Krankheitsbildern wie Feuermalen, Fehlbildungen von Blutgefäßen oder Blutschwämmchen durchführen“, erklärt Thoms.
Der Mediziner will das Verfahren auch vermitteln: Zukünftig soll jeder Assistenzarzt der Dermatologie die Möglichkeit haben, die dermatologische Lasertherapie zu erlernen und anzuwenden.
Neue Chefärzte loben kleinere Kliniken
Dr. Kai-Martin Thoms räumt mit einem Vorurteil gegenüber kleineren Kliniken auf: „Mein Eindruck hat sich nach den ersten Wochen bestätigt. Das Haus steht einer guten universitären Versorgung in nichts nach. Hauttumore oder andere Krebserkrankungen gehören in die Hände der jeweiligen Experten.“
Neben Dr. Kai-Martin Thoms übernahm Mariam Nassery zum 1. November wie berichtet als neue Chefärztin die Leitung der Klinik für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin sowie der Klinik für Akutgeriatrie und Frührehabilitation.

Mariam Nassery. Foto: Elbe Kliniken
Auch sie bricht eine Lanze für kleinere Kliniken: „Wir müssen die Patienten ganzheitlich betrachten und nicht nur die Diagnosen auf dem Papier. In großen Kliniken kommt das manchmal zu kurz.“ Eine große Stärke sieht sie in der Vernetzung der Region. „Sowohl innerhalb der Klinik als auch mit den Kliniken in der Region und den Zuweisern.“
Nachwuchsförderung: Engere Zusammenarbeit mit Stade
Investiert werden soll aber nicht nur in das Leistungsspektrum. Beiden Chefärzten ist die Nachwuchsförderung ein wichtiges Anliegen. Das Angebot an Weiterbildungen und Fortbildungen soll ausgebaut werden. „Dabei wollen wir noch enger mit dem Standort Stade zusammenwachsen“, sagt Mariam Nassery.
Nassery und Thoms gehören zu den vier Chefärzten, die in diesem Jahr eine Führungsposition am Elbe Klinikum Buxtehude übernommen haben. Im Juni wurde Dr. Sebastian Lawrenz zum Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ernannt. Er folgt auf seinen Vater Dr. Bodo Lawrenz, der von 1983 bis 2006 die Chirurgie in Buxtehude leitete.
Seit Mitte September leitet Dr. Georgios Stamatelos die Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Eines seiner Ziele ist es, am Standort Buxtehude ein multimodales und interdisziplinäres Endometriosezentrum aufzubauen und als Anlaufstelle für Betroffene in der Region zu etablieren.
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