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Handball-Bundesliga

TErster Sieg: BSV bezwingt Aufsteiger HC Leipzig - „Nicht alles perfekt“

Der BSV um Lin Lück feierte den ersten Sieg im ersten Bundesliga-Heimspiel.

Der BSV um Lin Lück feierte den ersten Sieg im ersten Bundesliga-Heimspiel. Foto: Jan Iso Jürgens

Warum hat sich der BSV so schwergetan? Wer hat überzeugt? Wie war die Stimmung in der Halle Nord? Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Partie im neuen Spielbericht.

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Von Tim Scholz
05.09.2026, 17:57 Uhr

Buxtehude. Der Buxtehuder SV hat sich mit 26:23 (9:10) gegen den Aufsteiger aus Leipzig durchgesetzt und steht am zweiten Spieltag vorübergehend auf dem fünften Tabellenplatz.

Wer hatte die besseren Chancen?

37 Mal standen sich Buxtehude und Leipzig schon gegenüber, ein echtes Traditionsduell. Leipzig gewann 24 Begegnungen, 12 Mal setzte sich der BSV durch. Doch die großen Zeiten des HCL liegen nach einer Insolvenz einige Jahre zurück. Vieles sprach also für den BSV.

BSV - HC Leipzig

Foto: Jürgens

BSV - HC Leipzig.
BSV - HC Leipzig. Foto: Jürgens

Foto: Jürgens

BSV - HC Leipzig.
BSV - HC Leipzig. Foto: Jürgens

Foto: Jürgens

BSV - HC Leipzig.
BSV - HC Leipzig. Foto: Jürgens

Foto: Jürgens

BSV - HC Leipzig.
BSV - HC Leipzig. Foto: Jürgens

Foto: Jürgens

BSV - HC Leipzig.
BSV - HC Leipzig. Foto: Jürgens

Foto: Jürgens

BSV - HC Leipzig.
BSV - HC Leipzig. Foto: Jürgens

Foto: Jürgens

BSV - HC Leipzig.
BSV - HC Leipzig. Foto: Jürgens

Foto: Jürgens

BSV - HC Leipzig.
BSV - HC Leipzig. Foto: Jürgens

Wie kam der BSV ins Spiel?

Trainer Jonas Schlender ballte schon früh die Jubelfaust. Seine Mannschaft dominierte die Anfangsphase. Anika Hampel fand immer wieder Kreisläuferin Carina Senel. Der BSV führte 6:2.

Anika Hampel glänzte in der Anfangsphase als Vorlagengeberin.

Anika Hampel glänzte in der Anfangsphase als Vorlagengeberin. Foto: Jan Iso Jürgens

In der Defensive stellte der BSV eine bewegliche Abwehr und provozierte so einige Fehler des Gegners. Torhüterin Nikki van der Vorst fügte sich gleich mit vier Paraden ein.

War es also eine klare Sache?

Nein. Beim BSV häuften sich Fehlpässe, Fehlwürfe, Zeitstrafen. Der HC Leipzig verkürzte auf ein Tor. Schlender veränderte seine Formation, setzte wenig später auf eine vierte Rückraumspielerin. Doch Ruhe kam damit nicht ins Spiel.

Im Gegenteil. Der BSV kreierte kaum noch Abschlüsse. Die Fehlerquote stieg, die Wurfquote sank zeitweise auf 30 Prozent. Bei Fehlwürfen ging ein kollektives Raunen durch die Halle. Kurz vor der Pause lagen die Leipzigerinnen erstmals in Führung (10:9). Der BSV blieb 13 Minuten vor der Halbzeit ohne eigenen Treffer. Glück für die Gastgeberinnen, dass auch die Leipzigerinnen Probleme hatten.

Wer stand auf dem Feld?

Im Tor bekam die Niederländerin Nikki van der Vorst den Vorzug vor Sophie Fasold, die vergangene Woche in Thüringen begann. Im rechten Rückraum agierte die Buxtehuder Bundesliga-Debütantin Ruslana Litvinov. In der Mitte begann Anika Hampel, Kapitänin Nele Franz musste zunächst auf die Bank.

Und in der Defensive? Im Innenblock kam Abwehrspezialistin Lin Lück zum Einsatz. Auf Fleur Schouten und Lilli Frey (beide Knieprobleme) musste der BSV verzichten.

Was passierte nach der Pause?

Die zweite Halbzeit war wild und umkämpft. Zwar beendete der BSV seine Durststrecke prompt, doch in der Abwehr hatten die Buxtehuderinnen Probleme in den Zweikämpfen. Die Leipzigerinnen fanden immer wieder den Weg in die Tiefe und damit zum Torerfolg.

Schockmoment: In der 39. Minute humpelte Kreisläuferin Senel vom Feld, kehrte aber nach einigen Minuten Pause zurück.

Der BSV wechselte zwischenzeitlich im Tor: Sophie Fasold entlastete van der Vorst kurzzeitig. Wenig später war sie wieder zurück und hielt den Rückstand mit einer Glanzparade bei zwei Toren.

Wie dramatisch war die Schlussphase?

Am Ende kam die Sicherheit zurück. Der BSV erzwang einige Fehler und drehte den Rückstand mit vier Toren in Folge. Nach dem Treffer zum 24:22 (56.) durch Maj Nielsen tobten die Fans. Die Zuschauer erhoben sich, feierten van der Vorsts 13. und 14. Parade. Dann war Schluss. Der BSV verbuchte seine ersten Punkte.

War die Halle voll?

Nicht ganz. Doch die Tribünen waren mit 1216 Zuschauern gut gefüllt. Mit Trommeln und Klatschpappen sorgten die Fans für eine lautstarke Kulisse. Der Leipziger Block und der umkämpfte Spielverlauf leisteten einen Beitrag.

Ausverkauftes Haus beim ersten Heimspiel in der Halle Nord.

Ausverkauftes Haus beim ersten Heimspiel in der Halle Nord. Foto: Jan Iso Jürgens

Kurz vor Spielbeginn präsentierte der BSV den neuen Einlauftrailer, ein 45-sekündiges Video, das für „noch mehr Stimmung, Emotionen und Gänsehaut“ sorgen sollte, hieß es vonseiten des Vereins.

Wer überzeugte beim BSV?

Wie bereits vor einer Woche in Thüringen glänzte van der Vorst mit zahlreichen und entscheidenden Paraden. Am Ende wies sie eine Traumquote von 48 Prozent auf. Spielmacherin Hampel übernahm in kritischen Phasen viel Verantwortung und war mit sechs Treffern und vier Vorlagen beste Scorerin des BSV. Hinten überzeugte Johanna Andresen mit einigen geblockten Bällen.

Was sagt der neue Trainer dazu?

Jonas Schlender hat sich bereits in Buxtehude eingelebt. In der Innenstadt mit den schönen Cafés lasse es sich gut aushalten, aber sein „Lieblingsort ist und bleibt natürlich die Halle Nord“, sagte er vor seinem Heimdebüt.

BSV-Trainer Jonas Schlender.

BSV-Trainer Jonas Schlender. Foto: Jan Iso Jürgens

Und danach? Der 31-Jährige bedankte sich nach dem Sieg für die „Wahnsinnsstimmung“, die seine Mannschaft in der entscheidenden Phase „nach vorne gepusht“ habe. „Wir sind sehr stolz und glücklich über die zwei Punkte“, sagte er und gestand: „Heute war nicht alles perfekt. Wir brauchen noch ein bisschen Zeit und Selbstbewusstsein.“

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