Kommunalwahl

TFDP nominiert Enrico Bergmann für Bürgermeisterwahl in Stade

Enrico Bergmann ist seit fünf Jahren Ratsherr in Stade.

Enrico Bergmann ist seit fünf Jahren Ratsherr in Stade. Foto: privat

Enrico Bergmann will Bürgermeister in Stade werden. Schwerpunkte sind Sicherheit, eine vom Bürgermeister geführte Verwaltung und eine maßvolle Stadtentwicklung.

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Von Karsten Wisser
23.06.2026, 19:50 Uhr

Stade. Enrico Bergmann kandidiert für das Bürgermeisteramt der Hansestadt Stade. Der 44-jährige Unternehmer, FDP-Ratsherr und Familienvater möchte eine Aufbruchstimmung in Stade schaffen und die Rathausarbeit stärker an den Bedürfnissen der Bürger ausrichten. Die FDP Stade nominierte Bergmann am Dienstagabend.

„Die Entscheidung reifte in den letzten Wochen“, sagte Bergmann dem TAGEBLATT. Er sieht eine Lücke, da bisher kein Kandidat den Einzelnen im Blick hat, und möchte diese schließen. Das Amt des Stader Bürgermeisters ist begehrt.

Neben Bergmann kandidieren Kai Koeser (SPD), Arne Kramer (CDU), Tristan Jorde (Die Linke) und Jörg Baumann (parteilos). Die Direktwahl findet am 13. September im Rahmen der Kommunalwahl statt.

Schwerpunkt Sicherheit und Ordnung

Bergmann betont, dass Stade keine Versprechen, sondern Lösungen brauche. Dazu zählt er Sicherheit und Ordnung, eine praxistaugliche Parkplatzpolitik, bessere Erreichbarkeit von Arbeit, Kita und Innenstadt, eine starke lokale Wirtschaft sowie eine maßvolle Stadtentwicklung. „Ich kandidiere als Enrico Bergmann für Stade mit klaren Überzeugungen, aber vor allem mit dem Anspruch, Bürgermeister für alle Staderinnen und Stader zu sein“, sagt Bergmann.

Er sieht keinen Widerspruch zwischen seinem liberalen Hintergrund und seinem Anspruch, für alle Bürger da zu sein. „Ich bin Liberaler aus Überzeugung: Für mich zählt jeder einzelne Mensch. Der Staat muss klare und faire Regeln setzen, damit jeder zu seinem Recht kommt – und er muss diese Regeln dann auch verlässlich durchsetzen“, so Bergmann.

Besonders beim Thema Sicherheit und Ordnung will er einen klaren Kurs einschlagen. Sicherheit sei eine konkrete Frage des Alltags: am Bahnhof, auf dem Pferdemarkt, in den Wiesen und in den Quartieren. „Wer abends in Stade unterwegs ist, darf nicht das Gefühl haben, dass die Stadt wegschaut. Öffentliche Räume müssen sauber, gut beleuchtet und verlässlich kontrolliert sein“, betont Bergmann.

Gibt die Stadtverwaltung den Takt vor?

Ein weiterer Schwerpunkt ist ein vom Bürgermeister geführtes Rathaus. Bergmann kritisiert, dass in den vergangenen Jahren zu oft der Eindruck entstanden sei, die Verwaltung gebe den Takt vor. „Stade braucht einen Bürgermeister, der Prioritäten setzt, Entscheidungen trifft und die Verwaltung führt“, sagt Bergmann.

Auch bei der Stadtentwicklung will Bergmann einen klaren Kurs setzen. Stade brauche Wohnraum, zugleich dürften gewachsene Wohngebiete nicht durch planlose Verdichtung überfordert werden. „Wohnraum ist wichtig. Aber Stadtentwicklung darf nicht gegen die Menschen gemacht werden, die in den Quartieren leben. Wer neu baut, muss auch ehrlich über Verkehr, Parkplätze, Kitas, Schulen und Belastungen für die Nachbarschaft sprechen“, betont Bergmann.

Schnelle Verfahren und klare Zuständigkeiten

Bergmann will den Wirtschaftsstandort Stade stärken. Als Unternehmer wisse er, wie wichtig verlässliche Ansprechpartner, schnelle Verfahren und klare Zuständigkeiten sind. Deshalb will er im Rathaus eine One-Stop-Agency für Unternehmen, Gründer und Investoren etablieren: eine zentrale Anlaufstelle, die Vorhaben koordiniert, Genehmigungswege transparent macht und Betriebe aktiv begleitet.

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