TFloskeln mit Leben füllen - So will Stade den Klassenerhalt schaffen
Pflichtsieg geschafft: Louis Ney freut sich nach seinem 2:0 für Stade. Foto: Struwe
Der erste von fünf Pflichtsiegen ist geglückt. Stade will die gefühlte Leistungsstärke auf den Platz kriegen. Außerdem: besiegter Heimfluch und Slapstick-Eigentor.
Landkreis. Die Zuschauer in Ottenbeck und Anhänger des VfL Güldenstern Stade waren sich vor dem Spiel gegen den TSV Etelsen einig: Wenn nicht heute, dann war‘s das. So der Tenor. Sollte Stade also nicht gewinnen, klappe es auch nicht mehr mit dem Klassenerhalt in der Landesliga. Nach dem 3:0 lebt die Hoffnung beim Aufsteiger.
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Trainer Matthias Quadt spricht lieber vom festen Glauben, es noch zu schaffen. Das betonte er schon vor dem Spiel, in dem nur dieser Pflichtsieg zählte. Die Stader hatten nach der Winterpause gleich drei Schwergewichte: D/A II (2:3), Bornreihe (3:4) und Celle (0:6). Die Klatsche in Celle habe die Mannschaft gut eingeordnet und verarbeitet. Quadts Einschätzung bestätigte sich mit dem 3:0.
So soll die Mission Klassenerhalt noch gelingen
„Wenn wir die theoretische Chance aufrechterhalten wollen“, so Quadt vor dem Etelsen-Spiel bezüglich des Klassenerhalts, „müssen wir gewinnen.“ Fünf Siege müsse Stade aus dem Restprogramm mindestens holen.
Die Auswärtsspiele gegen Rotenburg und Harsefeld sieht Quadt nicht als Punktelieferanten. Ansonsten spielt Stade noch gegen Hagen-Uthlede, Scharmbeck-Pattensen, Lindwedel-Hope, Schneverdingen, Ottersberg und Osterholz-Scharmbeck. Das seien 50:50-Duelle, so Quadt, „leicht wird aber kein Spiel“.

Die Stader haben ihre U19 aufgelöst, die Talente werden in dieser Saison herangeführt - auch wegen der anhaltenden Personalnot. Silas Lindenblatt ist einer der Nachwuchskräfte. Foto: Struwe
Quadt verbietet sich und der Mannschaft noch in Floskeln, die Mut machen, zu schwelgen. „Wir müssen jetzt anfangen, das umzusetzen, was wir immer gefühlt haben“, sagt Quadt. Nämlich dass der Aufsteiger sehr oft - trotz großer, anhaltender Personalprobleme - mithalten konnte, sich aber nicht belohnen konnte. Das Hinspiel verlor Stade beispielsweise unglücklich mit 0:1 in Etelsen.
Gelingt nun tatsächlich die Umkehr? Fakt ist, so Quadt, dass seine Mannschaft die entscheidenden Fehler in entscheidenden Spielphasen vermeiden müsse. „Und schon sind wir wieder bei so einer Floskel“, schiebt er nach.
Stade hat nun den erst vierten Saisonsieg gefeiert, mindestens vier sollen folgen. Ob es dann gereicht hat, bleibt ungewiss. Stade muss etwa sechs Punkte auf die Konkurrenz gutmachen, und die Mitabstiegskandidaten haben dabei noch Nachholspiele als Pfand.
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1. Kreisklasse: Immenbeck hadert und wartet
Der TSV Eintracht Immenbeck II wartet auch nach dem achten Anlauf auf einen Heimsieg. Gegen den stark ersatzgeschwächten SV Burweg, gegen den man am 25. September 2025 den letzten Sieg gefeiert hatte, ging die Elf von Trainer Marvin König zweimal in Führung, doch ein Eigentor der bitteren Art und ein später Gegentreffer verhinderten den Sieg, der aufgrund zahlreicher Chancen in den ersten 20 Minuten verdient gewesen wäre.

Die Immenbecker feierten zwei Führungen, bekamen aber noch den späten Ausgleich. Foto: Brunsch
Beim 1:1 wollten sowohl Robin Leon Hartel und Michel Meinig auf der Linie klären, nachdem Jan Petereit den Pfosten getroffen hatte, doch Meinig schoss Hartel an und die Kugel rollte ins eigene Tor.
Die Eintracht verpasste durch den zweiten Ausgleich in der 90. Minute den Sprung auf einen Nichtabstiegsrang.
Ottensen bricht Heimfluch - D/A IV mit Spielglück
Von einem Punktgewinn war Schlusslicht TSV Apensen II gegen den TSV Wiepenkathen II weit entfernt. Trotz 1:0-Führung verloren die Gastgeber mit 1:4. „Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Wir geben aber nicht auf“, sagt Co-Trainer Mario Knebel. Zu allem Überfluss sah Abwehrspieler Marvin Kanter in der Schlussminute Rot. Es war die sechste Niederlage in Folge für den Letzten.
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Nachbar Ottensen durfte sich im achten Anlauf endlich über den ersten Heimsieg freuen - und das gegen den bisherigen Tabellenzweiten, FC Oste/Oldendorf II. Dreifacher Torschütze beim 5:3-Erfolg war Joel Seemann.
Tabellenführer D/A IV gewann zwar 4:2 gegen den abstiegsgefährdeten TuS Jork, doch der Dreier war unverdient. „Ein Unentschieden oder gar ein Jorker Sieg wäre gerechter gewesen. Wir stehen ganz oben und dann hat man auch mal das Spielglück“, so D/A-Trainer Andre Matties. In der Tabelle haben die Kehdinger jetzt bereits sechs Zähler Vorsprung auf Platz drei. Der Aufstieg rückt also näher, auch wenn der Trainer noch nichts davon wissen möchte.
JFV weiterhin ungeschlagen in diesem Jahr
Die U19 des JFV A/O/B/H/H bleibt in der Rückrunde der Regionalliga ungeschlagen. Die Elf von Trainer Matthias Stemmann und der Walddörfer SV trennten sich mit 1:1 (1:0). Liam Neuenstadt hatte die Gastgeber in Führung gebracht.
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Dieses Mal gelang dem erneut in der zweiten Hälfte eingewechselten Linus Hoops - wie noch in der Vorwoche bei seinem Regionalliga-Debüt - der späte Siegtreffer. „Leider hatte Linus am Ende keine Torszene mehr“, so Trainer Matthias Stemmann.
Erneut fehlten dem JFV zahlreiche Spieler, fast eine ganze Elf. „Bei uns waren zehn Leute nicht dabei. Dafür haben es die Jungs, die auf dem Platz standen, gut gemacht“, so Stemmann.
Insbesondere im ersten Abschnitt spielte seine Elf stark auf, dominierte die Begegnung und erspielte sich - vor allem durch die starken Vincent Haneke und Lenn Pauly eingeleitet - einige hervorragende Chancen.
„Leider sind wir nach 25, 30 Minuten etwas fahrlässiger geworden“, so Stemmann, dessen Team in einer deutlich ausgeglicheneren zweiten Hälfte in der 58. Minute den Ausgleich durch Lennox Zapel hinnehmen musste.
„Eigentlich hätten wir das Spiel schon in der ersten Hälfte für uns entscheiden können“, so Stemmann. „Aber letztlich ist auch dieser Punktgewinn für uns vollkommen in Ordnung.“ (am)
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