TFür den Notfall sensibilisieren: Das plant die Kinderfeuerwehr Horneburg
Janina Luis (links) und Jule Marx sind zwei Drittel des Leitungsteams der Feuersalamander. Dafür, was im Notfall zu tun ist, wollen sie die Kinder sensibilisieren. Foto: Haardt
Die Freiwillige Feuerwehr Horneburg bekommt Zuwachs in Form einer Kinderfeuerwehr. So machen drei Frauen den Feuerwehrnachwuchs fit.
Horneburg. „Feuersalamander sind klein und mutig, genau wie ihr”, gab der Horneburger Ortsbrandmeister Dennis Dalchau bei der Gründungsfeier am Mittwoch elf Kindern mit. Sie sind die erste Generation „Feuersalamander”, die neugegründete Kinderfeuerwehr in Horneburg.
Kinderfeuerwehren richten sich an Kinder zwischen sechs und zehn Jahren, also an die, die noch zu jung sind für die Jugendfeuerwehr. Die Feuersalamander sind bereits die 18. Kinderfeuerwehr im Landkreis Stade.
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Samtgemeindebürgermeister Knut Willenbockel dankte den Ehrenamtlichen, die sich um den Feuerwehrnachwuchs kümmern. Das sind drei Frauen, die eine lange Verbindung zur Feuerwehr Horneburg haben: Laura Schröder, Jule Marx und Janina Luis.
Drei Freundinnen übernehmen Gruppenleitung
Die drei haben sich vor etwa zehn Jahren durch die Feuerwehr kennengelernt und sind seitdem befreundet. Marx, Luis und Schröder sind mit Feuerwehrmännern verheiratet und zeitgleich zur Feuersalamandergründung der Feuerwehr beigetreten. Laura Schröder war mehrere Jahre Feuerwehrfrau.
Die drei sind ein gutes Team, finden sie. „Wir sind sehr verschieden, aber wir haben immer das Gleiche im Kopf”, sagt Jule Marx. So auch bei der Kinderfeuerwehr. Ortsbrandmeister Dalchau und Jule Marx hatten schon länger die Idee für eine Kinderfeuerwehr. Als es dann konkreter wurde und Marx ihre zwei Freundinnen ins Boot holen wollte, waren die sofort Feuer und Flamme.
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Ab Januar ging es dann an die genaue Planung. „Das fing schon an mit der Frage nach dem Termin”, sagt Jule Marx. Sie und ihre zwei Mitstreiterinnen mussten eine Uhrzeit finden, die mit ihrem Berufsleben vereinbar war und gleichzeitig nicht zu spät für die Kinder.
Kein Nachwuchsproblem in Horneburg
Interessierte zu finden, sei hingegen kein Problem gewesen, sagt Dennis Dalchau. Auf der Warteliste für die Kinder- und die Jugendfeuerwehr stünden aktuell etwa 70 Namen. Wer in die Kinderfeuerwehr aufgenommen wurde, wurde per Losverfahren entschieden. Aktuell gibt es elf Feuersalamander. Je nach dem wie es laufe, sei eine Vergrößerung der Gruppe auf 15 Kinder geplant.
„Das ist ein echtes Luxusproblem”, sagt Dalchau. Generell mangele es der Freiwilligen Feuerwehr in Horneburg nicht an Interessenten. Warum der Andrang in Horneburg so groß ist? Der Ort sei in den letzten Jahren gut gewachsen, so Dalchau. Außerdem: „Wir haben nicht so viele Einsätze, dass es das Privatleben zu sehr einschränken würde.”
Wissen, was im Notfall zu tun ist
Nach der offiziellen Gründung geht es für die Feuersalamander sofort los. Sie treten ihren ersten Dienst im Gerätehaus an. Dabei sollen sich die Kinder erst mal kennenlernen und dürfen Buttons gestalten. Eine Führung durchs Gerätehaus gibt es dann beim zweiten Dienst.
Ziel des Angebots sei es, die Kinder spielerisch an Themen wie Erste Hilfe heranzuführen, so Schröder. Jule Marx erklärt: „Es geht nicht darum, den Kindern Wiederbelebungsmaßnahmen beizubringen. Aber man kann Kinder dafür sensibilisieren, was in einem Notfall zu tun ist.”

Elf Kinder traten am Mittwoch ihren ersten Dienst in der Kinderfeuerwehr Horneburg an. Foto: Haardt
Außerdem sollen die Feuersalamander erste Einblicke in die Feuerwehrarbeit bekommen. „Die Kinder dürfen schon mal die Geräte ausprobieren, wie zum Beispiel die Schläuche aufrollen”, sagt Laura Schröder. Schließlich ist den drei Ehrenamtlerinnen eines wichtig: „Wir wollen ein starkes Team werden.”
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