Schäden

TGildebrücke marode: Weg über die Este in Buxtehude ist versperrt

Hier geht es nicht über die Este. Seit Juni ist das im Volksmund Gildebrücke genannte Bauwerk abgebaut.

Hier geht es nicht über die Este. Seit Juni ist das im Volksmund Gildebrücke genannte Bauwerk abgebaut. Foto: Svenja Weil

Erst gesperrt, dann abgebaut: Warum die Gildebrücke wegmusste, ob es Ersatz gibt und weshalb mancherorts Brückengeländer mit Absperrgittern gesichert werden.

Von Svenja Weil 06.07.2026, 17:55 Uhr

Buxtehude. Die plötzliche Sperrung der im Volksmund Gildebrücke genannten Estequerung zwischen Gildehaus und Wohnmobilstellplatz in Buxtehude zwang schon im Mai manchen Fußgänger zu ungewohnten Umwegen. Mitte Juni wurde die Holzkonstruktion komplett abgebaut.

Was blieb, sieht eher aus wie eine neue Flussbadestelle, bleibt aber durch Bauzäune gesichert. Im Stadthaus wird derzeit geprüft, wann und in welcher Form eine neue Brücke die Lücke schließen wird.

Bei Prüfung Schäden festgestellt

Hintergrund der Maßnahme ist eine Sicherheitsüberprüfung im Frühjahr. Ein unabhängiges Ingenieurbüro führt in einem gesetzlich geregelten Turnus im Auftrag der Hansestadt solche Überprüfungen an allen Brückenbauwerken durch. Dabei waren massive Schäden an der Holzkonstruktion aus dem Jahr 1977 festgestellt worden.

„Die Standsicherheit war nicht mehr gegeben, darum mussten wir umgehend sperren“, berichtete Thomas Bücher von der Pressestelle der Stadt. Perspektivisch soll die praktische Verbindung zwischen den Esteufern wohl neu gebaut werden, die Prüfung nehme aber sicher noch einige Monate in Anspruch. Die Bauabteilung kämpfe aktuell ohnehin mit einer Flut von Aufgaben bei schlechter personeller Versorgung. Die alte Brücke war offiziell Fußgängern vorbehalten.

Neubau wird geprüft

Aus der Einwohnerschaft kam nun der Vorschlag, eine neue Brücke auch für den Fahrradverkehr freizugeben. Ob diese Option im Sinne der Förderung des klimafreundlichen Radverkehrs geprüft werde, konnte Bücher nicht mit Sicherheit sagen.

Viele Brücken in Buxtehude sind marode

Bei der Überprüfung im Frühjahr sind an insgesamt sieben Brücken in Buxtehude Schäden festgestellt worden. Nicht alle sind so gravierend, dass sofortiges Handeln erforderlich ist.

Nach und nach sollen sie in den nächsten Monaten behoben werden. Vor allem geht es darum, Geländer instand zu setzen oder neuen technischen Anforderungen anzupassen.

Brückengeländer müssen erneuert werden

Längere Einschränkungen für Passanten erwartet Bücher bei diesen eher kleinen Baumaßnahmen nicht. Ein Problemfall sticht allerdings heraus: die Viverbrücke auf der Strecke von der Westflethpassage Richtung Konopkastraße. Hier ist das Geländer so schadhaft, dass es zur kurzfristigen Sicherung auf beiden Seiten mit Absperrgittern verstärkt wurde. So kann die Brücke weiter genutzt werden.

Das Geländer der Brücke am Viver nahe der Westflethpassage ist marode und muss gesichert werden.

Das Geländer der Brücke am Viver nahe der Westflethpassage ist marode und muss gesichert werden. Foto: Svenja Weil

Neben den umfangreichen Prüfungen durch externe Sachverständige werden alle Verkehrswege der Stadt regelmäßig einer Sichtprüfung unterzogen. Hierfür hat die Hansestadt ständig zwei Straßenkontrolleure im Einsatz.

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