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Nach 600-Kilometer-Lauf

Großer Empfang für Läufer Saatçi: „Als Erstes ein Döner“

Arda Saatci wurde bei seiner Ankunft in Berlin von euphorischen Fans begrüßt.

Arda Saatci wurde bei seiner Ankunft in Berlin von euphorischen Fans begrüßt. Foto: Manuel Genolet/dpa

Arda Saatçi wurde vor wenigen Tagen mit seinem Ultralauf zum Internet-Hit. Bei seiner Ankunft in Berlin warteten hunderte Teenies. Für den Läufer ein „surrealer“ Anblick.

Von dpa Freitag, 15.05.2026, 20:25 Uhr

Berlin/Schönefeld. Nach seinem 600-Kilometer-Lauf durch die kalifornische Hitze ist Ultra-Athlet Arda Saatçi von hunderten Menschen in seiner Heimat Berlin empfangen worden. Vor allem junge Fans hatten sich bei seiner Ankunft vor dem Flughafen BER eingefunden. Er sei „völlig stolz und glücklich“, sagte er. „Als Erstes werde ich einen schönen Döner essen.“

Hunderttausende verfolgten Saatçis Lauf

Saatçis Ultralauf im US-Bundesstaat Kalifornien wurde vor wenigen Tagen zum Social-Media-Hit. Seinen Zieleinlauf verfolgten Hunderttausende via Livestream. Bekannte Influencer regierten auf den Lauf des Berliners mit Bewunderung. Noch Tage später posteten die Menschen Glückwünsche oder anderweitige Reaktionen auf die Leistung des 28-Jährigen. Bei seiner Ankunft mussten zig Polizeibeamte und Ordner für Sicherheit sorgen.

Fans empfangen den Läufer am Flughafen

Zwischen „Arda, Arda“-Rufen nahm sich Saatçi am Flughafen viel Zeit für die Zuschauer und löste dabei teils Tumult an der Absperrung aus. Für manche der jungen Fans war der Ansturm körperlich zu viel und sie mussten von den Ordnern aus der Menge gezogen werden. „Hört auf zu drücken“, rief Saatçi zu den Anwesenden. „Wir wollen alle gesund nach Hause kommen.“

Für den eher zurückhaltenden Saatçi wirkte der Empfang nach eigener Aussage „surreal“. Der Mann, der teilweise 100 Kilometer in seinem Berliner Kiez joggend zurücklegt, wirkte abgekämpft und freute sich auf etwas Ruhe, wie er sagte. Aber „spätestens übermorgen“ werde er wieder die Laufschuhe schnüren. Und dann stehe auch bald wieder Krafttraining auf dem Plan. „Es geht immer irgendwie weiter.“ Außerdem wolle er seine vier Kilogramm, die er während des Laufs verloren hat, bald wieder draufpacken.

Ziel von 96 Stunden verfehlt

Bei seinem Lauf hatte Saatçi seine Zielmarke von 96 Stunden zwar nicht erreicht, brachte ihn aber zu Ende. In rund 123 Stunden meisterte er die Strecke von Badwater Basin im Death Valley zum Santa Monica Pier nahe Los Angeles.

Nach Ablauf der Zielzeit von 96 Stunden am Samstag – in denen Saatçi gut 458 Kilometer zurückgelegt hatte – hatte er sich enttäuscht und zugleich kämpferisch gezeigt. Im Gehen kündigte er an, die Sache zu Ende zu bringen, egal wie. Im Ziel erwarte ihn seine Mutter, sagte der Läufer. Er habe ihr versprochen, mit ihr am Muttertag ein Eis essen zu gehen. „Das Versprechen werde ich auch halten.“

Eis mit Mutter am Muttertag

Wie aus dem Livestream hervorging, war die Strecke wegen Umwegen am Ende 604,5 Kilometer lang. Trotz Schlafmangels und Schmerzen lief Saatçi kurz vor dem Ziel teilweise noch mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit von etwa sechs Minuten pro Kilometer. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit lag am Ende bei mehr als zwölf Minuten pro Kilometer. Am Wegesrand tauchten immer wieder Fans auf, die ihm Mut zusprachen. Einige begleiteten den Berliner auch auf dem Lauf.

Am Ende löste Saatçi sein Muttertagsversprechen ein und hielt völlig erschöpft eine kurze Rede. Danach schlief sich der 28-Jährige erstmal gründlich aus.

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