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THausbau auf der Stader Geest boomt – aber wo kann man noch bauen?

Bald sollen hier Familien wohnen: Das Neubaugebiet „Fredenbecker Wiesen“ befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule - ein Pull-Faktor für Grundstücksinteressenten.

Bald sollen hier Familien wohnen: Das Neubaugebiet „Fredenbecker Wiesen“ befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule - ein Pull-Faktor für Grundstücksinteressenten. Foto: T. Meyer

Fredenbeck, Harsefeld und Apensen: Es gibt kaum noch freie Grundstücke, um sich den Traum vom Eigenheim auf der Stader Geest zu erfüllen. Ein Überblick.

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Von Thies Meyer
15.07.2026, 05:50 Uhr

Apensen, Fredenbeck, Harsefeld. Mehr als 200 Interessenten, aber nur 64 Grundstücke: Im Neubaugebiet Fredenbecker Wiesen ist die Nachfrage riesig, aber das Angebot limitiert. Wie in Fredenbeck gibt es auch in den Samtgemeinden Harsefeld und Apensen kaum noch freies Bauland, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Eine Samtgemeindebürgermeisterin weiß, warum die Geest bei Häuslebauern boomt.

Warum ist die Stader Geest bei Häuslebauern so begehrt?

Die Samtgemeinde Apensen punkte, weil sie im Speckgürtel der Metropolregion Hamburg liege, so Samtgemeindebürgermeisterin Petra Beckmann-Frelock (UWA). Hamburg sei sowohl mit dem Auto als auch mit dem ÖPNV schnell erreichbar. Die Nähe zur Millionenmetropole, zu Buxtehude und Neugraben sei für Pendler ein Pull-Faktor, erklärt Beckmann-Frelock.

„Viele Zugezogene schätzen die Ruhe und Natur im ländlichen Raum. In diesem ruhigen Umfeld mit einer engen und nicht so anonymen Nachbarschaft können Kinder oft sehr selbstständig unterwegs sein“, sagt Apensens Verwaltungschefin. Axel Arthur Schmidt, Geschäftsführer der THSC Grund Invest GmbH, vermarktet Grundstücke in Fredenbeck und stimmt zu: „Familien schätzen die Kombination aus guter Infrastruktur, kurzen Wegen und naturnahem Wohnen.“

Für Beckmann-Frelock zählt neben der Ruhe die Vielfalt an Freizeitangeboten mit Rad-, Wander- und Reitwegen als Grund für den begehrten Lebensmittelpunkt Geest. Ein weiterer Grund: viele lokale Vereine, die durch Engagement das Miteinander unter den Bürgern stärken.

Menschen, die die Region und ihre Familien wegen Ausbildung oder Studium verlassen, kämen später zurück, um in Apensen und anderen Geestdörfern ihre eigene Familie zu gründen. Dazu gehört der Traum vom Eigenheim. Beckmann-Frelock: „Die Grundstücke und Eigenheime sind vergleichsweise noch günstig zu erwerben.“

Samtgemeinde Fredenbeck: Wo noch Bauland frei oder geplant ist

Wer plant, im Neubaugebiet Fredenbecker Wiesen ein Haus zu bauen, für den gibt es noch etwas Hoffnung. Trotz geringer Erfolgsaussichten können sich Bewerber noch auf die Interessentenliste setzen lassen. Die Vergabe der Grundstücke erfolgt chronologisch nach dem Zeitpunkt der Anfrage, der Grundstückspreis liegt bei rund 270 Euro für einen Quadratmeter.

Sechs Fußballfelder groß: Das künftige Wohngebiet in Fredenbeck südlich der Grundschule. Hier übersteigt die Nachfrage nach Grundstücken das Angebot.

Sechs Fußballfelder groß: Das künftige Wohngebiet in Fredenbeck südlich der Grundschule. Hier übersteigt die Nachfrage nach Grundstücken das Angebot. Foto: T. Meyer

Im 7,5 Hektar großen Baugebiet Sonnenkamp West mit 85 Grundstücken ist nur noch ein Mehrfamilienhausgrundstück mit einer Gesamtfläche von 3919 Quadratmetern frei, sagt Axel Arthur Schmidt - Kaufpreis: 275 Euro pro Quadratmeter.

Auf der anderen Straßenseite, rechts von der Schwingestraße, im Baugebiet Sonnenkamp Ost, hat die Ersterschließung begonnen. Von 15 Baugrundstücken auf 1,5 Hektar stehen noch drei Einfamilienhausgrundstücke, jeweils 722, 730 und 749 Quadratmeter groß, sowie ein Mehrfamilienhausgrundstück zum Verkauf.

Der Preis liegt bei 225 Euro pro Quadratmeter. In den Baugebieten der Gemeinden Deinste und Kutenholz sind alle Grundstücke weg. Weitere Baugebiete wurden noch nicht ausgewiesen.

Samtgemeinde Harsefeld: Baugebiete sind in Planung

Warten auf Grundstücke heißt es in allen vier Mitgliedsgemeinden Harsefeld, Ahlerstedt, Bargstedt und Brest. Zumindest sind Baugebiete in Planung: Im Baugebiet Nördlich Achtern Hogen in Bargstedt, das südlich der L123 liegt, soll die Erschließung des zweiten Bauabschnitts im Herbst 2026 erfolgen.

Platz für neues Bauland: Am Neuenteicher Weg in Harsefeld ist noch Platz auf circa vier Hektar Fläche.

Platz für neues Bauland: Am Neuenteicher Weg in Harsefeld ist noch Platz auf circa vier Hektar Fläche. Foto: Fehlbus (Archiv)

In der Gemeinde Ahlerstedt ist in Ottendorfs Westen das Baugebiet Kronskamp in Planung. Auf einem Geltungsbereich von rund 1,5 Hektar sieht das zuständige Planungsbüro elf Wohngebäude vor. Die Grundstücksflächen sollen zwischen 750 und 990 Quadratmeter umfassen. Der Bebauungsplan befindet sich noch in der Entwurfsphase.

Harsefeld plant laut Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück (parteilos) weiteres Bauland am Neuenteicher Weg, südlich des gleichnamigen Baugebiets und nördlich des Laubwaldgebiets Braken. Zudem soll in Brest das Baugebiet Nördlich Doosthofer Weg im Südosten des Ortes um rund zehn Grundstücke erweitert werden.

Samtgemeinde Apensen: 15 Grundstücke in Beckdorf verfügbar

Alle Grundstücke an der Neukloster Straße/Beim Butterberge im Nordwesten Apensens in Richtung Buxtehude seien durch den Investor vermarktet worden, so Beckmann-Frelock. Sie stellt in Aussicht, dass dort ab 2028/2029 neue Flächen für Doppel- und Mehrfamilienhäuser zu erwerben sein werden. Derzeit befinde sich die Gemeinde noch im Bauleitverfahren.

Erst in etwa zwei Jahren könnte wieder Bauland frei sein an der Neukloster Straße/Beim Butterberge in Apensen.

Erst in etwa zwei Jahren könnte wieder Bauland frei sein an der Neukloster Straße/Beim Butterberge in Apensen. Foto: Laudien (Archiv)

Während in den Gemeinden Apensen und Sauensiek keine freien Bauplätze verfügbar sind, gibt es in Beckdorf im zweiten Bauabschnitt des Baugebiets An der Blide rund 15 Grundstücke ohne Besitzer. Das Areal liegt im Osten Beckdorfs und am Ortsausgang in Richtung Goldbeck.

Interessenten sind trotz Zusage wieder abgesprungen. Beckmann-Frelock: „Wann eine neue Verteilung erfolgt und ob dies auch über ein Losverfahren stattfinden wird, wird der neu gewählte Rat entscheiden.“

Das Neubaugebiet „An der Blide“ in Beckdorf.

Das Neubaugebiet „An der Blide“ in Beckdorf. Foto: Laudien (Archiv)

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