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Fachwissen bündeln

IT-Spezialisten sollen Cyberkriminellen die Stirn bieten

Cybercrime richtet großen wirtschaftlichen Schaden an. (Symbolbild)

Cybercrime richtet großen wirtschaftlichen Schaden an. (Symbolbild) Foto: Philip Dulian/dpa

Digitale Erpressung, Fake-Investments, lahmgelegte Server: Eine neue Zentralstelle in Osnabrück will Cyberkriminellen das Handwerk legen.

Von dpa 18.06.2026, 15:30 Uhr
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Osnabrück. Zur Bekämpfung von Cyberkriminalität ist in Osnabrück eine neue niedersächsische Zentralstelle eingerichtet worden. 15 Staatsanwältinnen und Staatsanwälte bearbeiten dort etwa Fälle von digitalem Anlagebetrug, von Erpressungen mit Schadsoftware oder der gezielten Überlastung von Servern mit sogenannten DDoS-Angriffen. 

„Mit dieser Zentralstelle schaffen wir eine schlagkräftige und hochspezialisierte Einheit im Kampf gegen Cyberkriminalität“, sagte Justizministerin Kathrin Wahlmann (SPD). Bei dem Team handele es sich um juristische Experten, aber auch um ausgewiesene IT-Spezialisten. „Genau das brauchen wir, um den immer professioneller agierenden Tätern effektiv die Stirn zu bieten.“ 

„Müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten“

In den nächsten Jahren soll die bei der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg angesiedelte Abteilung personell noch aufgestockt werden. Generalstaatsanwalt Andreas Heuer sagte, die Täter im Bereich des Cybercrime richteten immense wirtschaftliche Schäden an. „Immer öfter kommen die Folgen dieser Straftaten aber auch unmittelbar bei den Menschen an. Wir müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten.“

Ziel der Zentralstelle ist es, Fachwissen zu bündeln und einen zentralen Ansprechpartner zu schaffen. Für den Standort Osnabrück spricht laut Ministerium die Expertise der dortigen Staatsanwaltschaft beim Thema Cybercrime sowie das Studienangebot der Rechtswissenschaften an der Uni. Zudem ermögliche die Nähe zu den Hochschul- und Behördenstandorten Münster und Bielefeld einen unkomplizierten Wechsel aus Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen.

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