TKommunalwahl: AfD-Kandidaten sagen Talks mit dem TAGEBLATT ab
AfD-Kandidat Sebastian Sieg (rechts) im Fokus der anderen Kandidaten bei der Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl. Foto: Martin Elsen
Kritische Fragen unerwünscht? Deshalb machen die AfD-Kandidaten bei den TAGEBLATT-Kandidatenduellen nicht mit. Und: Niedersachsen ist jetzt „groß“.
Landkreis. Das TAGEBLATT hat für die Kommunalwahl 2026 am 13. September ehrgeizige Pläne. Kandidaten, politische Inhalte und Bewerber für die Bürgermeisterämter sowie das Landratsamt prägen schon jetzt die Berichterstattung. Am Dienstag, 16. Juni, lädt das TAGEBLATT zum zweiten Demokratie-Forum ins Deck 2 der Malerschule in Buxtehude ein.
Mit dem Ende der Sommerferien am 13. August startet die heiße Phase des Wahlkampfs. In Gemeinden mit mehreren Bürgermeisterkandidaten plant das TAGEBLATT Duelle, etwa in Stade, Buxtehude, Drochtersen, Lühe und Nordkehdingen. Trotz Kritik an dieser Praxis in der Vergangenheit werden auch AfD-Bewerber eingeladen. So war die Partei beispielsweise bei Podiumsdiskussionen zur vergangenen Bundestagswahl vertreten.
Kreis-AfD schottet sich gegen Berichterstattung ab
Sebastian Sieg, damals AfD-Kandidat im Wahlkreis Cuxhaven/Stade II, scheint diese Auftritte nicht genossen zu haben. Als Bürgermeisterkandidat für Drochtersen lehnt er die Teilnahme an der TAGEBLATT-Veranstaltung ab. Möglicherweise waren ihm die Fragen der Moderatoren zu kritisch. Auch Uwe Torner, AfD-Kandidat für Nordkehdingen, sagt das Bürgermeisterduell ab.
Nach der Einladung über den AfD-Kreisverband folgte wenige Tage später die Absage. Die Partei begründete dies mit der Berichterstattung über die AfD. Dieses Verhalten fügt sich in das Muster der Kreis-AfD, die sich gegenüber der freien Presse abschottet.
Parteitage und Aufstellungsversammlungen finden fast immer hinter verschlossenen Türen statt. Auf Landes- und Bundesebene zeigt sich die Partei im Umgang mit Medien hingegen professioneller. Davon ist die Kreis-AfD noch weit entfernt.
Niedersachsen ist groß, hat sehr (!) viele Apfelbäume
Apropos professionelle Außendarstellung: Auch die Landesregierung investiert derzeit viel Geld in das Image Niedersachsens.
“Niedersachsen. Klar.“ So hieß bisher der Slogan. Der amtierenden Regierung war das zu wenig. Weil sie ihr Land nicht mehr klein machen wollte im Konzert der Großen heißt es jetzt: „Niedersachsen. Das ist groß.“ Stimmt. Immerhin misst das Bundesland fast 50.000 Quadratkilometer und liegt im Bundesranking hinter Bayern auf Platz zwei. Niedersachsen ist größer als die kleine Schweiz!

Apfelbäume auf einer Plantage im Alten Land. Foto: Sina Schuldt/dpa
Zehn Millionen Euro steckt die Landesregierung in die Imagekampagne, heimste bisher aber viel Häme ein. Das TAGEBLATT schließt sich dem einfach mal an. Ist doch klar.
Die Initiatoren begründen das Große im Land auch damit, dass allein im Alten Land zehn Millionen Apfelbäume stehen. Stimmt nicht ganz: Es sind mehr als 20 Millionen. Das ist groß.
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