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Kultur

TKurz nach Eröffnung: Stader Kunsthaus muss Ausstellung wieder schließen

Das Kunsthaus (links) in der Stader Altstadt hat einen Wasserschaden.

Das Kunsthaus (links) in der Stader Altstadt hat einen Wasserschaden. Foto: Battmer (Archiv)

Am 9. März eröffnete im Kunsthaus der Museen Stade die Ausstellung „Expressionimus in Kunst und Film“ - früher als erwartet muss die Ausstellung bereits schließen. Das ist der Grund.

Von Redaktion Samstag, 16.03.2024, 17:40 Uhr

Stade. Nach einem „gelungenen Auftakt mit vielen Besucher*innen, hoher Presseaufmerksamkeit und einem breit aufgestellten Kooperationsprogramm“ muss die Ausstellung nun wieder schließen, teilen die Museen Stade am Freitag mit. „Für uns ist das natürlich eine tragische Situation, die Ausstellung quasi am Eröffnungstag wieder schließen zu müssen“, sagt Direktor Sebastian Möllers.

Grund sei ein wasserbedingter Gebäudeschaden. Für die Instandsetzung des Gebäudes planen die Museen Stade nach eigenen Angaben nun die weitere Vorgehensweise mit dem Landkreis Stade, der Gebäudeeigentümer ist.

Sicherheit der Exponate hat oberste Priorität

„Wir müssen eine Gefährdung der Kunstwerke sicher ausschließen, daher sind parallel zu Ausstellung durchgeführte bauliche Eingriffe keine Option. Glücklicherweise bestand zu keinem Zeitpunkt eine direkte Gefahr für die Exponate“, so Möller. Sie stünden immer an erster Stelle und die Konservierung der Kunst sei maßgeblich für das Handeln.

Nun also Abbruch und Abbau der Ausstellung, die den Expressionimus - eine der bekanntesten Kunstbewegungen des frühen 20. Jahrhunderts - neu vorzustellen wollte. Es sei noch noch unklar, ob die Ausstellung zu einem späteren Zeitpunkt in das Kunsthaus zurückkehren kann. „Dies hängt von der Dauer der erforderlichen Maßnahmen ab, zumal in Kooperation mit dem Institut für Kulturaustausch eine Anschlussausstellung in Frankreich bereits fest terminiert ist“, heißt es in der Pressemitteilung.

Filmstill aus "Das Cabinet des Dr. Caligari", 1920, Regie Robert Wiene, Drehbuch Hans Janowitz, Carl Mayer.

Filmstill aus "Das Cabinet des Dr. Caligari", 1920, Regie Robert Wiene, Drehbuch Hans Janowitz, Carl Mayer. Foto: F.-W. Murnau-Stiftung

Hinter den Kulissen wird bereits an der nächsten Ausstellung im Kunsthaus gearbeitet. Ab Samstag, 8. Juni, wird die Ausstellung „Marinella Senatore. TOGEHTHER WE STAND“ gezeigt. Senatore ist eine zeitgenössische italienische Künstlerin, deren Werk sich durch eine ausgeprägte soziale Dimension auszeichnet. Sie ist bekannt für ihre partizipatorischen Projekte, die Menschen aus verschiedenen Gemeinschaften einladen, aktiv an kreativen Prozessen teilzunehmen.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt soll das Kunsthaus wieder für die Öffentlickeit zugänglich sein. (bat)

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