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Letzte Naht geschweißt: EWE stellt LNG-Pipeline fertig

Arbeiter prüfen die letzte Schweißnaht einer weitere Anbindungspipeline für das LNG-Terminal in Wilhelmshaven.

Arbeiter prüfen die letzte Schweißnaht einer weitere Anbindungspipeline für das LNG-Terminal in Wilhelmshaven. Foto: Sina Schuldt/dpa

Nach rund neun Monaten Bauzeit ist mit einer letzten Schweißnaht eine weitere Anbindungspipeline für den Import von Flüssigerdgas (LNG) im Nordwesten Niedersachsens technisch fertiggestellt worden.

Von dpa Freitag, 15.12.2023, 03:50 Uhr

Westerstede. Die sogenannte goldene Naht für die insgesamt 70 Kilometer lange Leitung wurde auf einer Baustelle bei Westerstede im Ammerland geschweißt, wie der Energieversorger EWE am Donnerstag mitteilte. Anfang 2024 soll die Pipeline in Betrieb gehen und das am Terminal in Wilhelmshaven angelandete und wieder gasförmig gemachte LNG zu Gasspeichern im Landkreis Leer und ins Ferngasnetz leiten.

Die unterirdische Pipeline hat eine Kapazität von sechs Milliarden Kubikmetern im Jahr - das reicht laut EWE, um rund vier Millionen Haushalte mit Energie zu versorgen. Künftig soll die Leitung statt Erdgas grünen Wasserstoff transportieren, der aus erneuerbaren Energien hergestellt wird.

Seit rund einem Jahr wird in Wilhelmshaven über das erste schwimmende Importterminal LNG angelandet. Dafür hatte der Gasnetzbetreiber Open Grid Europe bereits im vergangenen Jahr eine erste Leitung gebaut. An diese Leitung knüpft nun die von der EWE gebaute Pipeline Wilhelmshaven-Leer bei Sande an und führt durch die drei Landkreise Friesland, Ammerland und Leer bis zu den Gasspeichern an der Ems. 200 Millionen Euro investierte EWE dafür nach eigenen Angaben.

Mit der Fertigstellung stärke Niedersachsen seine Position als „Drehscheibe für Energie für ganz Deutschland“, sagte Wirtschaftsminister Olaf Lies anlässlich der letzten Naht. „Die neue Leitung ist nicht nur ein essenzieller Baustein für die Energiesicherheit Deutschlands, sondern auch für eine nachhaltige, resiliente und auf Dauer bezahlbare Energieversorgung. Das brauchen wir zwingend für den Erfolg der Transformation unserer Wirtschaft.“

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