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Zukunftsprojekt

TMillionen für die Wasserstoffforschung: In Stade kann‘s losgehen

Die Teilnehmer des Auftaktworkshops zum Bau des Wasserstoffforschungszentrums in Stade. Am CFK Nord in Ottenbeck soll es gebaut werden.

Die Teilnehmer des Auftaktworkshops zum Bau des Wasserstoffforschungszentrums in Stade. Am CFK Nord in Ottenbeck soll es gebaut werden. Foto: Projektentwicklung

24 Millionen Euro an Fördermitteln zur Erforschung von Wasserstoff-Anwendungen fließen nach Stade. Jetzt werden die Pläne für den Bau des Technologiezentrums konkret.

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Von Lars Strüning
Montag, 11.05.2026, 07:15 Uhr

Stade. H2AM heißt das Projekt bei den Insidern. Dahinter steckt das Hanseatic Hydrogen Center for Aviation and Maritime - ein bedeutendes Zukunftsprojekt im Bereich der Wasserstofftechnologie mit bundesweiter Strahlkraft.

Wasserstoff für Luftfahrt und maritime Wirtschaft

Nach einer europaweiten Ausschreibung wurde die pbr planungs- und beratungsgesellschaft aus Osnabrück mit Niederlassung in Hamburg mit der Generalplanung des Bauvorhabens beauftragt. Ein erster gemeinsamer Auftaktworkshop mit allen Beteiligten markierte nun den Start der konkreten Planungs- und Umsetzungsphase.

Das H2AM entsteht als Teil eines bundesweiten Netzwerks von Innovations- und Technologiezentren für Wasserstoff und konzentriert sich insbesondere auf Anwendungen in der Luftfahrt und maritimen Wirtschaft. Ziel ist es, neue Technologien für eine klimafreundlichere Mobilität zu entwickeln, zu testen und in die Anwendung zu bringen.

Am Standort Stade ist ein modernes Forschungsgebäude geplant. Vorgesehen sind unter anderem Labor- und Hallenflächen, Büro- und Projektbereiche sowie ein OpenLab, also eine offene Werkstatt für den Bereich MINT-Bildung für Schülerinnen und Schüler. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Stade forscht an der Kombi von CFK und Wasserstoff

Durch die Nähe zum Forschungszentrum CFK Nord sollen bestehende Kompetenzen in den Bereichen Leichtbau und Wasserstofftechnologien weiter gestärkt und sinnvoll vernetzt werden. Das teilt die Projektentwicklungsgesellschaft der Stadt Stade mit.

„Wir haben mit der pbr planungs- und beratungsgesellschaft einen kompetenten Partner gefunden, um gemeinsam dieses zukunftsweisende Projekt umzusetzen“, sagen Thomas Friedrichs, Geschäftsführer der Projektentwicklung Stade, und seine Kollegin Jenne Wendt als Projektverantwortliche. pbr setzte sich in dem Wettbewerb mit acht Teilnehmern durch. Vonseiten der Hansestadt Stade ergänzt Saskia Deckenbach von der Wirtschaftsförderung: „Ich durfte dieses Projekt von Anfang an begleiten, daher freut es mich sehr, dass wir nun mit der Umsetzung beginnen können.“

Bundesverkehrsministerium spendiert 24 Millionen Euro

Das Projekt wird durch Bundesmittel aus dem Bundesverkehrsministerium gefördert und ist Teil der nationalen Wasserstoffstrategie. Insgesamt fließen 24 Millionen Euro Fördermittel nach Stade an die Partner DLR SY, Fraunhofer IFAM, HPCFK und die Projektentwicklung Stade. Davon werden rund neun Millionen Euro für das Neubauvorhaben des H2AM durch die Projektentwicklung Stade eingesetzt.

Mit dem nun gestarteten Planungsprozess werden die Grundlagen für die bauliche Umsetzung geschaffen. Im Herbst soll die Entwurfsplanung vorliegen, die dann Grundlage der europaweiten Ausschreibung der weiteren Planungs- und der Bauleistungen ist.

Ziel ist es, Stade als Standort für innovative Wasserstofftechnologien zu stärken und neue Impulse für Wirtschaft und Beschäftigung in der Region zu setzen, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung. Wenn alles gut läuft, soll der Bau für das neue Forschungszentrum Ende 2027 gestartet, um dann Anfang 2029 in Betrieb genommen zu werden.

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