Geänderte Badeordnung

TMindestalter, Fotos, Rauchen: Das gilt ab sofort im Horneburger Freibad

Die Samtgemeinde hat kürzlich die Badeordnung für das Freibad Horneburg angepasst.

Die Samtgemeinde hat kürzlich die Badeordnung für das Freibad Horneburg angepasst. Foto: Buchmann/Archiv

Anfang Juni hat die Samtgemeinde die Haus- und Badeordnung für die laufende Freibadsaison in drei wesentlichen Punkten angepasst. Was Badegäste jetzt beachten müssen.

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Von Steffen Buchmann
28.06.2026, 15:50 Uhr

Horneburg. Eine Änderung betrifft das Mindestalter, ab dem Kinder das Freibad alleine besuchen dürfen. Lag die Altersgrenze in der zuletzt 2019 geänderten Badeordnung noch bei acht Jahren, dürfen Kinder jetzt erst ab dem vollendeten zehnten Lebensjahr ohne Begleitperson das Bad betreten.

Das sind die Gründe für die Altersbeschränkung

„Die Entscheidung ist in Rücksprache mit dem Schwimmmeister erfolgt“, sagt die stellvertretende Fachbereichsleiterin Andrea Hunold auf Nachfrage. Die Änderung diene in erster Linie der Sicherheit der Kinder.

Erfahrungsgemäß seien das Schwimmvermögen sowie die Fähigkeit, Gefahrensituationen richtig einzuschätzen und sich im Badebetrieb verantwortungsbewusst zu verhalten in diesem Alter besser ausgeprägt.

DLRG Horneburg unterstützt Anpassung

„Die Anhebung der Grenze fiel auch unter Berücksichtigung der Regelungen in anderen Bädern“, so Hunold. Im Freibad Hollern-Twielenfleth etwa gilt ebenfalls seit Jahren die Altersgrenze von zehn Jahren.

„Wir unterstützen die Maßnahme“, sagt Robert Rink, stellvertretender Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Horneburg. Die Anpassung des Mindestalters sei nachvollziehbar, um Unfälle vorzubeugen und ziehe eine „klare, vernünftige Grenze“. Kinder unter zehn entwickeln beim Schwimmen laut Rink noch die notwendige physische und kognitive Reife.

Leidiges Thema: Aufsichtspflicht

Ein leidiges Dauerthema im Freibad ist die Aufsichtspflicht. Eltern gehen laut Rink immer wieder davon aus, dass das Badepersonal die Aufsicht für Kinder übernehme. „Die Badeaufsicht kann die elterliche Aufsichtspflicht nicht ersetzen, sie ist nicht übertragbar“, erklärt er.

Das Hauptproblem sei, dass die Badeaufsicht an gut besuchten Tagen im Freibad nicht permanent alle Kinder im Blick behalten könne. Deshalb sei auch das Bronze-Abzeichen neben dem Mindestalter als zusätzlicher Nachweis wichtig, denn erst damit gelten Kinder als sichere Schwimmer.

Die Nachfrage nach Schwimmkursen sei aktuell sehr hoch bei den Horneburger Lebensrettern. Die DLRG-Ortsgruppe kündigt neue Termine online auf ihrer Webseite an, bevor sie zum Buchen freigeschaltet werden, erklärt Rink.

Fotografieren und Filmen verboten

Eine weitere Änderung der Badeordnung betrifft das Fotografieren und Filmen. Das ist seit dieser Saison im gesamten Freibadbereich verboten. Die Badeleitung kann Ausnahmen genehmigen.

Das Verbot diene dem Schutz der Persönlichkeitsrechte und der Privatsphäre der Gäste. „Wir wollen sie damit vor unerwünschten Aufnahmen schützen und ihnen einen unbeschwerten Aufenthalt ermöglichen“, sagt Andrea Hunold.

Bereits zu Saisonbeginn hatte die Kommune eine Videoüberwachung des Freibadgeländes eingeführt. Durch insgesamt vier Kameras, die außerhalb der Öffnungszeiten in Betrieb sind, will die Kommune potenzielle Täter abschrecken und so Vandalismus im Freibad verhindern.

Kommune lockert Rauchverbot im Freibad

Gelockert hat die Samtgemeinde hingegen die Haus- und Badeordnung beim Thema Rauchen. Bisher galt auf dem gesamten Freibadgelände ein absolutes Rauchverbot. Jetzt führt die Kommune eine Raucherzone im Freibad ein.

Beim Anlieferungstor des Freibads ist seit kurzem eine Raucherzone eingerichtet.

Beim Anlieferungstor des Freibads ist seit kurzem eine Raucherzone eingerichtet. Foto: Vasel

Der Hauptgrund für die neu eingerichtete Raucherzone sei laut Hunold ein organisatorischer. „Die Raucher haben bisher immer das Bad verlassen und mussten nach dem Rauchen erneut eingelassen werden“, sagt sie.

Badegäste sollen nicht durch Rauch belästigt werden

Die Eintrittskarte wird nämlich beim Ersteintritt vom Automaten einbehalten. So gebe es jetzt eine praktikable Lösung für Raucher, ohne dass sie das Bad verlassen müssen. Dies gilt ebenfalls für Benutzer von E-Zigaretten.

Die neue Raucherzone sei laut Hunold so platziert, dass keine Belästigung durch Rauch für die anderen Badegäste entstehen kann. Die Raucherzone befindet sich in der Verlängerung des Umkleidegebäudes vor dem Anlieferungstor.

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