TMinister in Eile - und eine Fackel brennt Feuerwerk im TAGEBLATT ab
Ein Minister (Mitte) hat es nicht immer leicht: Erst körperliche Arbeit beim Spatenstich der Hancken-Klinik in Stade, dann SPD-Krisensitzung in Göttingen.
Er verteilte Millionen und war schwer unter Strom: Gesundheitsminister Philippi musste die Region am Donnerstag flugs verlassen. In der Partei drohte Ungemach.
Landkreis. Rundreisen durch Niedersachsen gehören für Landesminister zum Alltag. Doch das Programm, das Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) am Donnerstag absolvierte, war außergewöhnlich. Neben Besuchen in Bremervörde, Rotenburg und Stade, wo er die Elbe Kliniken und die Klinik Dr. Hancken besuchte, musste er sich auch um politische Krisen kümmern.
Gesundheitsversorgung
T Das bietet die Stader Hancken-Klinik in ihrem 45-Millionen-Neubau
Bereits einen Tag vor seiner Reise sagte Philippi eine öffentliche Veranstaltung mit dem Stader SPD-Bürgermeisterkandidaten Kai Koeser ab. Das hatte gute Gründe.
Warum der Minister den Landrat warten ließ
Philippi ist SPD-Unterbezirksvorsitzender in Göttingen. Dort rebellierte die Führungsspitze der Kreisverwaltung gegen den SPD-Landrat Marcel Riethig. Eine kurzfristig einberufene Krisensitzung in Göttingen zwang Philippi, Koesers Veranstaltung abzusagen.
Wirbel im Kreistag
Nach Kritik an Amtsführung: Landrat kandidiert nicht erneut
Riethig erklärte inzwischen, er werde bei der Kommunalwahl im September nicht erneut kandidieren. Auch bundespolitische Themen forderten Philippis Aufmerksamkeit.
Vor den Elbe Kliniken wartete ein Empfangskomitee: Geschäftsführer Siegfried Ristau, Landrat Kai Seefried (CDU) und die Landtagsabgeordnete Corinna Lange (SPD) aus Deinste. Philippi blieb zunächst in seinem Dienstwagen sitzen.
Live-Schalte in Stade mit der Bundesministerin
In einer Live-Schalte mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und einigen seiner Amtskollegen verhinderte er, dass das Krankenhausreformgesetz in den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat geht. Das hätte Zeit gekostet...
Energieversorgung
Darum wird in Stade eine sechs Meter hohe Fackel sichtbar
Noch was ganz anderes: Diese Fackel hat ein wahres Feuerwerk gezündet. Gasunie hat die Leitung auf Bützflethersand für Bauarbeiten geleert. Das Gas wurde abgefackelt. Bis zu sechs Meter soll die Flamme empor gestiegen sein. Allein die Ankündigung zu diesem Spektakel zog die TAGEBLATT-Leserinnen und -Leser in den Bann.
Leser waren Feuer und Flamme - die Nasa auch
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Eine Gasfackel auf Bützflehtersand schaffte es am Donnerstag in die Aufzeichnungen der Nasa (Symbolbild). Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
Die Fackel fand aber auch weltweit Interesse. Selbst die Nasa meldete den „Feueralarm“ in Germany, den ihre alles sehenden Satelliten aufgenommen hatten. Kleine Flamme, große Wirkung.
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