TMit der „Vision 2030“ zurück nach Europa – BSV setzt sich große Ziele
Vergangene Zeiten: Hier bejubelt der BSV mit Maxi Hayn (links) das Weiterkommen im Europapokal im Jahr 2014. Foto: Jan Iso Jürgens
Mittelmaß und Abstiegskampf sind inzwischen Realität beim BSV. Nun hat der Verein einen Plan vorgestellt, der ihn zurück in die Spitze führen soll.
Buxtehude. Der BSV hatte am Dienstagabend einiges zu besprechen. Beim Sponsorenabend im Autohaus Tobaben blickte man zurück auf die Saison, sprach über die erfolgreiche Jugendarbeit, stellte den neuen Trainer Jonas Schlender vor – und widmete sich einem Thema, das den BSV nach Jahren im Mittelmaß und im Abstiegskampf wieder nach Europa führen soll.
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Im Herbst 2025 haben der BSV und seine Gesellschafter begonnen, einen langfristigen Plan zu entwickeln. Grund dafür sei die „schwierige Situation“ gewesen, in der sich der Verein damals befand, erklärt Geschäftsführer Timm Hubert. Noch kein Sieg in der Liga, ein Trainerwechsel und wirtschaftliche Schwierigkeiten.
Hubert sei in dieser Phase häufig gefragt worden, wie es beim BSV weitergehe, berichtet er. „Wir haben uns dann in kleinem Kreis zusammengesetzt und überlegt: Wo soll der BSV hinsteuern? Wie kommen wir wieder hoch?“
Herausgekommen ist die „Vision 2030“. Diese fünf Punkte hat der BSV vorgestellt:
1. Finanzielle Potenziale konsequent nutzen
Seit der Saison 2025/26 trägt der BSV seine Heimspiele in der neuen Arena mit Platz für 1500 Zuschauer aus. „Im ersten Jahr haben wir mit der Halle gut gewirtschaftet, aber da steckt noch mehr Potenzial drin“, sagt Hubert.

BSV-Geschäftsführer Timm Hubert beim Sponsorenabend. Foto: Scholz
Der BSV strebt eine Vollauslastung an - in der vergangenen Saison lag der Schnitt bei 1303 Zuschauern. Außerdem sieht der Verein zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten, vor allem beim VIP-Raum und der LED-Bande. Das Interesse der Sponsoren sei groß, so Hubert.
Ziel ist es, die Einnahmen zu steigern und damit die Grundlage für die sportlichen Ambitionen zu schaffen.
2. Kader kontinuierlich verstärken
Der langjährige Ex-Trainer Dirk Leun hatte sich in den vergangenen Jahren personelle Kontinuität gewünscht, musste jedoch immer wieder große Umbrüche bewältigen.
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Auch nach seiner Ära setzt sich das fort: In diesem Sommer verliert der BSV gleich drei Spielerinnen an die Konkurrenz aus Thüringen. „Das tut ziemlich weh“, sagt Hubert. „Künftig wollen wir dafür sorgen, dass keine Spielerin mehr von sich aus gehen will und der Kader über mehrere Jahre zusammenwachsen kann.“ Eine bessere sportliche Perspektive soll dafür die Grundlage sein.
3. Sukzessive Steigerung des sportlichen Erfolgs
Die abgelaufene Saison beendete der Verein versöhnlich auf dem siebten Platz. Nun soll es Schritt für Schritt wieder nach oben gehen – zurück in die nationale Spitze und in den Europapokal.
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Ein Vorteil dabei: Gelingt die Rückkehr auf die internationale Bühne, müsste der BSV nicht mehr aufwendig nach Hamburg ausweichen, sondern könnte seine Heimspiele in der eigenen Halle austragen, die die Anforderungen für den Europapokal erfüllt.
Der letzte Titel (DHB-Pokal-Sieg 2017) liegt fast zehn Jahre zurück, zuletzt international spielte der BSV 2022.
4. Fortschreibung der Nachwuchsarbeit
Der BSV steht für starke Nachwuchsarbeit. Erst kürzlich gewann die weibliche A-Jugend die Deutsche Meisterschaft. Zudem wurde der Verein als einer von wenigen Bundesligisten erneut mit dem Jugendzertifikat mit Stern ausgezeichnet.

Die A-Jugend des BSV hat sich in das Goldene Buch der Stadt Buxtehude eingetragen. Foto: Hansestadt Buxtehude (nomo)
„Wir wollen weiter in die Jugendarbeit investieren und sie weiterentwickeln“, sagt Hubert. Auch die Zusammenarbeit mit dem Zweitligisten Buchholz soll wieder intensiviert werden.
5. Sportliche Perspektive für Spielerinnen
Bei der vergangenen WM stand nur eine BSV-Handballerin im DHB-Kader, dafür aber sechs ehemalige Buxtehuderinnen. Das soll sich künftig ändern. Der BSV möchte Spielerinnen mit Potenzial stärker an den Verein binden und ihnen eine bessere sportliche Perspektive bieten.

BSV-Spielmacherin Anika Hampel. Foto: Iso Jürgens
Ein Anfang könnte Anika Hampel sein, die ihren Vertrag bis 2028 verlängert hat. Die Spielmacherin sei statistisch gesehen die wertvollste Spielerin der Bundesliga gewesen, betonte Trainer Nicolaj Andersson beim Sponsorenabend: „Sie sollte Nationalspielerin werden.“
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Am Ende der Präsentation appelliert der BSV an die Sponsoren: „Wir brauchen euch alle dafür!“ Die Ziele sind gesetzt und sollen auch regelmäßig überprüft werden. Jetzt geht es an die Umsetzung.
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