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TNach WM-Gold: Fredenbecker Frischmuth holt EM-Silber

Voltigierer Henry Frischmuth und Trainerin Gesa Bührig ließen sich beim WM-Titel 2025 feiern, jetzt kommen sie mit Silber aus Frankreich nach Hause.

Voltigierer Henry Frischmuth und Trainerin Gesa Bührig ließen sich beim WM-Titel 2025 feiern, jetzt kommen sie mit Silber aus Frankreich nach Hause. Foto: Daniel Kaiser (Archiv)

Der Reitverein Fredenbeck jubelt: Voltigier-Talent Henry Frischmuth und True Tempter kommen aus Le Mans als Vize-Europameister zurück - ein Erfolg mit Herausforderungen.

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Von Thies Meyer
07.08.2026, 14:10 Uhr

Fredenbeck/Le Mans. 2025 wurden sie U18-Weltmeister, jetzt sind sie U18-Vizeeuropameister: Henry Frischmuth (16) aus Fredenbeck sowie der Wallach True Tempter (13) und Longenführerin Gesa Bührig. Bei den Junioren-Europameisterschaften im Voltigieren im französischen Le Mans am ersten Augustwochenende musste sich Frischmuth nur seinem Landsmann Lukas Heitmann aus Hamburg auf Fürst Jever geschlagen geben.

Pferdewechsel: Deshalb ging es für Henry Frischmuth um mehr als eine Medaille

„Es ging gar nicht so sehr um die Medaille, sondern eher darum als Team einen Erfolg zu haben“, sagt der Silbermedaillengewinner. Henry Frischmuth voltigiert, aber hinter dem Erfolg stehen weitere Personen wie Longenführerin und Trainerin Gesa Bührig. Und dem Team waren die Umstände bewusst. „Henry hat das Pferd gewechselt, das war die Herausforderung“, sagt Bührig.

Beim WM-Gold turnte er noch auf dem Rücken des Collado-Sohns Capitain Claus OLD. Jetzt voltigierte er auf dem vier Jahre jüngeren True Tempter, abstammend von Tailormade Temptation - ein Wechsel von einem ruhigen zu einem aufgeregteren Pferd, erklärt die Trainerin. Das Turnen auf True Tempter sei schwieriger, so Frischmuth. Das Pferd habe seinen „eigenen Kopf“, beschreibt der Voltigierer dessen Charakter.

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Dazu kommt: „Man muss die Pferde managen bei so einem Wettkampf“, sagt Bührig und spricht damit weitere Herausforderungen an wie die mehr als 1000 Kilometer lange Anreise und warme Außentemperaturen mit bis zu 38 Grad Celsius.

Zur Teamarbeit gehört auch True Tempters „Bezugsperson“ Ellenie Bührig, die ihn fünf Tage in der Woche pflegt und reitet, erklärt ihre Mutter Gesa Bührig.

Frischmuth verbessert sich von Platz vier auf zwei

Der amtierende Weltmeister, der den Reitverein Fredenbeck international repräsentiert, lag bei der EM nach einem kleinen Rückschlag in der Pflicht - Wiederholung im Stehen - auf dem vierten Platz (7,993 Punkte). Doch Frischmuth steigerte sich mit Rang zwei und einem Ergebnis von 8,171 Punkten in der Kür. Das konnte er beim Kür-Finale toppen.

Auf dem Rücken seines Württemberger Rappen zeigte Frischmuth im Zirkel akrobatische Kunststücke, schaffte es auf eine Gesamtwertung von 8,622 Punkten und festigte Silber. Damit tauschten Frischmuth und Heitmann (8,746 Punkte) die Treppchenplätze. Der Hamburger wurde 2025 hinter dem Fredenbecker Vizeweltmeister. Bronze sicherte sich der Schwede Clint Fiskbaek mit 8,252 Punkten.

Vom Junior zum Senior: Voltigierer aus Fredenbeck hat einen Traum

2025 verbuchte Frischmuth sein WM-Gold als „guten Startschuss“ für seine Karriere. Das EM-Silber sei „ein guter Schritt für die weitere Entwicklung“, sagt seine Trainerin. Ein großes Ziel will das Talent noch erreichen: den Weltmeistertitel bei den Erwachsenen.

Diese starten im August bei den Weltreiterspielen Aachen. Für Frischmuth noch nicht, obwohl er bereits in der höchsten Leistungsklasse voltigieren könnte. Er träumt davon, bei der Voltigier-WM 2030 dabei zu sein im Seniorbereich.

Der 16-Jährige sei sich noch nicht sicher, ob er auf dem Weg dorthin die Zwischenstufe U21 nehme. Der Vorteil: Als Junger Voltigierer könnte er neben den Prüfungskategorien Pflicht und Kür das im Seniorenbereich geforderte Technikprogramm in Wettbewerben turnen. Das könnte ihm den Übergang erleichtern.

Erstmal reist Frischmuth zu den Deutschen Jugendmeisterschaften im September in Lamspringe bei Hildesheim. Das nächste Championat auf internationaler Bühne ist die Junioren-WM im Juli und August 2027 in Verolanuova (Italien).

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