TNeue Hybridfähre „Finkenwerder“ wird heute getauft
Die „Finkenwerder“ kann mit mit modernster Batterie-Technologie aufwarten und soll dabei helfen, CO2-Emissionen einzusparen. Foto: Hadag
Ihre Namensvetterin wurde von einem Megafrachter gerammt: Am Montag wird die neue Hamburger Hafenfähre „Finkenwerder“ getauft. Rund 8,5 Millionen Euro hat sie gekostet.
Hamburg. Gut neun Wochen nach der Taufe für das Typschiff „Neuland“ wird am Montag, 25. November, am Fähranleger „Theater im Hafen“ auf dem südlichen Hamburger Elbufer die zweite von drei neuen Batterie-Hybridfähren für die Hadag in Anwesenheit von Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks auf den Namen „Finkenwerder“ getauft. Als Taufpatin fungiert die Präsidentin der Hamburger Bürgerschaft Carola Veit.
Bestandteil einer innovativen Flotte an Fährschiffneubauten
Mit der rund 8,5 Millionen Euro teuren „Finkenwerder“ hat die seit 2007 zur Bremerhavener Heinrich Rönner-Gruppe gehörende SET Schiffbau- u. Entwicklungsgesellschaft Tangermünde mbH bereits die zweiten Einheit einer im Sommer 2022 bei ihr bestellten Serie von insgesamt drei innovativen Hafenfährschiffneubauten mit modernster Batterie-Technologie an die Hamburger Hochbahn-Tochter HADAG Seetouristik und Fährdienst AG abgeliefert.
Hamburger Hafenfähren
Hadag nimmt direkte Fährlinie nach Hamburg-Finkenwerder in Betrieb
Dass dritte und letzte Schiff des Trios, die Anfang November 2023 auf Kiel gelegte „Grasbrook“ , war am 20. September 2024 vom Stapel gelaufen.Wann sie in Hamburg eintrifft , übergeben und getauft werden kann, war bis Redaktionsschluss von der Reederei nicht zu erfahren. Die Beteiligten gehen davon aus, dass pro Schiff 20 Prozent der CO2-Emissionen vermieden werden können.
Containerschiff „Ever Given“ zerdrückt Namensvetterin
Der bei der Kollision im Februar 2019 zwischen einem Megafrachter und der Hamburger Hafenfähre „Finkenwerder“ entstandene Schaden war hoch.Vor allem an der Fähre und am Anleger Blankenese sei ein erheblicher Sachschaden von circa einer Million Euro entstanden, berichtet das „Hamburger Polizei Journal“. Die Fähre musste später verschrottet werden.
Das 400 Meter lange Schiff „Ever Given“ mit Platz für mehr als 20 000 Container war am 9. Februar vom Kurs abgekommen und hatte die 25 Meter lange „Finkenwerder“ am Anleger zusammengedrückt. Wind aus Südwest habe die Kollision begünstigt, ergaben die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei. Zudem habe ein Sog das Heck des Frachters gen Elbufer gezogen.
Der damals 27 Jahre alte Schiffsführer der Fähre wurde dem Bericht zufolge leicht verletzt, zwei weitere Besatzungsmitglieder konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Die von einem Containerfrachter gerammte Hafenfähre "Finkenwerder" (Archivbild) wurde später verschrottet. Foto: dpa