Ursache war fehlerhaftes Navigieren
Eine Woche nach dem Zusammenprall eines Containerschiffes mit einer Fähre auf der Elbe hat die Hamburger Wasserschutzpolizei technische Fehler als Unfallursache ausgeschlossen. Die Ermittler gehen davon aus, „dass fehlerhaftes Navigieren an Bord des Schiffes zur Kollision mit der Hadag-Hafenfähre „Finkenwerder“ führte“, sagte ein Sprecher am Freitag.
Eine Woche nach dem Zusammenprall eines Containerschiffes mit einer Fähre auf der Elbe hat die Hamburger Wasserschutzpolizei technische Fehler als Unfallursache ausgeschlossen. Die Ermittler gehen davon aus, „dass fehlerhaftes Navigieren an Bord des Schiffes zur Kollision mit der Hadag-Hafenfähre „Finkenwerder“ führte“, sagte ein Sprecher am Freitag.
Technisches Versagen könne als Ursache „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden“. Die Ermittler hatten unter anderem den Schiffsschreiber sowie die Funk- und Radaraufzeichnungen ausgewertet. Zuvor hatten der NDR und Bild.de berichtet.
Ob nun gegen den 39 Jahre alten indischen Kapitän oder seine Lotsen ein Strafverfahren eingeleitet werden werde, sei bisher noch unklar. Die Ermittlungen seien noch nicht vollständig abgeschlossen, weil noch nicht alle Aussagen der Beteiligten vorlagen.
Am Sonnabendmorgen vor einer Woche war das 400 Meter lange Containerschiff „Ever Given“ gegen die 25 Meter lange, festgemachte Hafenfähre „Finkenwerder“ am Anleger Blankenese gekracht. Es wurde niemand verletzt. An der Fähre entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Das Containerschiff wurde auf seiner Fahrt aus dem Hafen heraus von einem Schlepper begleitet – unangeleint. Das sei schifffahrtsrechtlich in Ordnung gewesen, so der Sprecher weiter.
Als Konsequenz aus dem Schiffsunglück müssten allerdings von nun an mehr als 371 Meter lange Schiffe auch beim Auslaufen bis zur Landesgrenze immer mit Leinenverbindung zum Schlepper fahren. Bislang war das nur beim Einlaufen vorgeschrieben. Eine entsprechende Verfügung habe die Hafen Port Authority (HPA) ausgesprochen.