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TNeue Impulse für den BSV im Titelkampf – Schröder bringt frischen Wind

Daniel Schröder führte den ASC Cranz-Estebrügge einst in die Landesliga.

Daniel Schröder führte den ASC Cranz-Estebrügge einst in die Landesliga. Foto: FuPa/Struwe (Archiv)

Ein einstiger Aufstiegsheld ist zurück beim BSV und will wieder aufsteigen. In Wischhafen realisiert man den drohenden Abstieg. Und ein Trainer tritt überraschend ab.

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Von Moritz Studer,
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Von Jan Bröhan
Dienstag, 17.03.2026, 13:25 Uhr

Landkreis. Beim Buxtehuder SV wie auch beim ASC Cranz-Estebrügge hat sich Daniel Schröder verewigt - durch Erfolge und zugleich schallende Abgänge.

2014 war er einer der Aufstiegshelden. Schröder schoss den BSV mit 19 Toren in 21 Einsätzen zur Meisterschaft und zurück in die Oberliga. In der schwierigen Folgesaison gehörte er zu den Kritikern von Trainer Klawon und verabschiedete sich in der Winterpause.

Seit seinem Engagement beim ASC hat Daniel Schröder (rechts) nichts mehr im Fußball gemacht - nun ist er als Teammanager zurück beim Buxtehuder SV.

Seit seinem Engagement beim ASC hat Daniel Schröder (rechts) nichts mehr im Fußball gemacht - nun ist er als Teammanager zurück beim Buxtehuder SV. Foto: FuPa/Struwe (Archiv)

Beim ASC ließ der heute 42-Jährige von 2016 bis 2018 seine Spielerlaufbahn ausklingen und übernahm anschließend den Trainerposten. Nach der Vizemeisterschaft 2019 folgte 2020 der lange ausstehende Landesliga-Aufstieg (der ASC war zuvor zwei Mal Zweiter und davor drei Mal Dritter).

Der ASC spielte sich vor dem coronabedingten Saisonabbruch in der Landesliga mit 2:1 gegen Stade, 7:1 gegen Hedendorf, 1:1 gegen D/A II und 4:2 gegen Harsefeld in einen Erfolgsrausch. In der Folgesaison trat Schröder Ende 2021 als Trainer beim ASC zurück. Er sagte, er erreiche die Spieler nicht mehr und kritisierte, dass die Mannschaft nicht mehr die Vorgaben umsetze. Der folgende Verfall der einstigen Erfolgsmannschaft des ASC ist bekannt.

Nun ist Schröder als Teammanager beim BSV zurück

Er soll sein Netzwerk nutzen und mit seiner Erfahrung das Trainerduo Salim Aichaoui und Hasan Ramazanoglu - mit denen er beim BSV und ASC auch zusammenspielte - unterstützen.

Nachdem der BSV vor der Winterpause zweimal verloren hatte, kontaktierte Ramazanoglu Schröder. Nach zwei Treffen, sagte Schröder zu. „Ich stand bei den beiden immer im Wort, wenn ich helfen kann, steh ich bereit“, sagt Schröder. Nach den vier „aufreibenden“ Jahren beim ASC sei er „komplett auf“ gewesen. Er vermisste den Fußball nicht.

Jetzt leitete Schröder schon wieder Trainingseinheiten, um neue Impulse zu setzen - und: „Jetzt hat es mich wieder gepackt.“ Der Tabellenführer hat natürlich den Bezirksliga-Aufstieg als Ziel. Mittelfristig soll der BSV dann wieder zurück in die Landesliga.

Wischhafens Pehmüller realistisch: „Es wird schwer“

Ernüchterung im Elbestadion: Das Heimspiel gegen A/O III hatten die Nordkehdinger als Sechs-Punkte-Spiel ausgemacht, um sich im Abstiegskampf der Kreisliga einem direkten Konkurrenten anzunähern - am Ende stand jedoch eine 1:4-Pleite auf der Anzeigetafel. Wischhafens neuer Trainer ist Realist.

Norman Pehmüller musste mit dem FC Wischhafen/Dornbusch bisher zwei Niederlagen hinnehmen.

Norman Pehmüller musste mit dem FC Wischhafen/Dornbusch bisher zwei Niederlagen hinnehmen. Foto: FuPa

Mit Abschluss der Hinrunde gab Vorgänger Patrick Dittmer bekannt, dass er nach der Saison nicht mehr als Trainer des FC W/D zur Verfügung steht. Der 42-Jährige beklagte die fehlende „Begeisterung“ seiner Schützlinge, „voll durchzuziehen“, sowie die überschaubare Trainingsbeteiligung. Nachdem Dittmer mit dem MTV Hesedorf bereits im Winter einen neuen Klub gefunden hat, setzt Wischhafen nun auf Norman Pehmüller als neuen Übungsleiter.

Verletzungssorgen lassen sich nicht kompensieren

Der ehemalige Trainer von Stades Landesliga-Frauen stammt selbst aus Dornbusch und ist mit seinen neuen Spielern entsprechend vertraut. „Ich kenne die Jungs gut und habe darauf gesetzt, den Zusammenhalt zu stärken“, sagt Pehmüller. Zuletzt standen im Training regelmäßig mindestens zwölf Spieler auf dem Platz. „Das hat sich auf jeden Fall gesteigert.“

Das große Problem des Tabellenvorletzten bleiben jedoch die Verletzungssorgen. Insgesamt fehlen dem Team derzeit sechs Stammkräfte. Mit Christian Schütt ist gegen A/O ein weiterer Leistungsträger mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung im Lazarett dazugekommen. „Es hört sich immer wie eine Ausrede an“, hadert Pehmüller, „aber das ist einfach schwer zu kompensieren.“

Dennoch imponierte ihm der Auftritt seiner Mannschaft gegen A/O. Vor allem im ersten Durchgang attestierte der Neu-Coach seinem Team eine ansprechende Leistung. Dass Marco Kolberg unmittelbar vor der Pause die Gäste in Führung schoss (45.) und ein abgefälschter Versuch von Cedric Hagenguth Wischhafen den Stecker zog (54.), sei auch mangelndes Spielglück.

Der Rückstand auf das rettende Ufer inzwischen größer als der eigene Punktestand. „Wir hätten mit einem Sieg und über weitere Nachholspiele bis auf zwei Punkte an Ahlerstedt herankommen können“, erklärt Pehmüller. „Ich bin realistisch: Mit den vielen Verletzten wird es schwer, die Liga noch zu halten. Wir wollen uns weiter gut präsentieren - und schauen, wofür es noch reicht.“

Trotz Platz 4: Harsefelds Trainer Jahns hört auf

Das ist eine Überraschung. Der TuS Harsefeld III spielt eine ganz starke Saison, steht aktuell auf Platz 4 der 1. Kreisklasse. Doch Coach Kevin Jahns hat direkt nach der 1:2-Niederlage in Wiepenkathen aufgehört.

Kevin Jahns hat beim TuS Harsefeld III als Trainer aufgehört.

Kevin Jahns hat beim TuS Harsefeld III als Trainer aufgehört. Foto: Brunsch

Die Entscheidung stand bereits seit längerem fest. Sie soll persönliche Gründe haben. Für Jahns endet eine erfolgreiche dreieinhalbjährige Trainertätigkeit. Der Aufstieg in die 1. Kreisklasse 2024 und die aktuelle Saison gehören zu den größten Erfolgen des 30-Jährigen.

Eine Woche nach dem deutlichen 6:0 in Harsefeld legte Tabellenführer D/A IV gegen den stark ersatzgeschwächten SV Burweg nach. Schon zur Halbzeit führte die Matties-Elf mit 5:0, am Ende stand ein 7:1-Erfolg. „Der Doppelschlag in den ersten drei Minuten ebnete uns den Sieg“, so der D/A-Trainer.

Der vierte Sieg in Folge gelang dem TSV Großenwörden im Abstiegsduell gegen den TSV Apensen II. Das Schlusslicht präsentierte sich wie ein Absteiger, kam mit 1:7 unter die Räder und wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg.

In einer weiteren Partie zweier Abstiegskandidaten trennten sich Ottensen und Jork 3:3. Ein spätes Elfmetertor der Jorker durch Patrick Hanke und ein Platzverweis wegen einer Beleidigung ließen in der Nachspielzeit die Emotionen hochkochen. „Einige Entscheidungen waren nicht nachvollziehbar“, ärgerte sich SV-Coach Björn Mielke, der mit seiner Mannschaft noch immer auf den ersten Heimsieg wartet.

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