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Landwirtschaft

TNicht ärgern: Maisernte behindert Autofahrer

Nicht ärgern: Maisernte behindert Autofahrer

Die Maisernte erreicht in diesen Tagen ihren Höhepunkt. Das bekommen auch die Autofahrer zu spüren, die sich nun häufig hinter den Treckergespannen einreihen müssen.

Von Wiebke Kramp Samstag, 04.10.2025, 10:50 Uhr

Cuxland. Zumindest im Nordkreis freuen sich die Landwirte über beste Bedingungen. „Der Mais hat dieses Jahr einmal mehr gezeigt, dass er berechtigterweise die Futterpflanze und Ackerpflanze Nummer eins in unserer Region ist. Trotz eines kalten und trockenen Frühjahrs und jetzt einer heterogenen Abreife ernten wir dieses Jahr wieder hohe bis sehr hohe Mengen.

Erste Versuchsauswertungen zeigen, dass sortenunabhängig (frühe oder späte Sorte) Spitzenerträge erzielt wurden. Das gilt allerdings nur für unser Verbandsgebiet. Weiter südlich in Richtung Rotenburg sind die Erträge deutlich geringer, da es dort an Niederschlag gefehlt hat“, erklärt Jan Pape, der stellvertretende Vorsitzende des Landvolkverbandes Bremervörde-Zeven.

Pape, der Landwirt in Granstedt ist, hat sich für interessierte Bürger etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Auf seinem Betrieb hat er ein „Silosofa“ platziert, auf dem jeder Platz nehmen darf und in naher, aber doch sicherer Entfernung die Arbeiten auf den gerade entstehenden Maissilos beobachten kann. „Vorbeikommen, Platz nehmen und der modernen Landwirtschaft bei der Arbeit zuschauen“, kommentiert er sein Foto vom „Silosofa“.

Optimale Wachstumsbedingungen für Mais in 2025

Lüder Bornemann ist Pflanzenbauexperte in der Bremervörder Bezirksstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Auch er berichtet von fast optimalen Wachstumsbedingungen für den Mais in diesem Jahr. „Besonders der Regen im Juli hat dem Mais gutgetan. Jetzt am Ende ist es ein wenig zu trocken, deshalb wird der Mais nun zügig geerntet, bevor vermehrt Trockenschäden auftreten“, berichtet Bornemann.

Der Mais ist im Landkreis die vorherrschende Ackerpflanze. 68 Prozent der bewirtschafteten Flächen sind Acker, 32 Prozent Grünland. Auf 51,7 Prozent der Ackerflächen im Landkreis Rotenburg wächst in diesem Jahr Mais. Das sind 43.814 Hektar. „Ungefähr 50 Prozent des Maises landet in den Biogasanlagen, die andere Hälfte wird für die Fütterung der Rinder benötigt“, schätzt Lüder Bornemann. Der Getreideanbau macht gerade noch 24,9 Prozent des Ackerbaus aus.

Der Landkreis Rotenburg ist beim Maisanbau im Bereich der Landwirtschaftskammer-Bezirksstelle Spitzenreiter. Im Landkreis Cuxhaven sind 48, 2 Prozent der Ackerflächen mit Mais bewachsen. Im Landkreis Osterholz 50,8 Prozent, im Landkreis Stade nur 34, 8 Prozent und im Landkreis Verden nur sogar 33,8 Prozent. „Das liegt auch an der hohen Anzahl von Biogasanlagen im Landkreis Rotenburg. Zudem gibt es hier viele große Milchviehbetriebe“, erläutert Lüder Bornemann.

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