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Millionen-Investition

TOldendorfs Feuerwehr zieht um: Neuer Stützpunkt am Ortsrand

Blick auf das Gewerbegebiet Oldendorf. Mittlerweile sind weitere Grundstücke bebaut. Das Feuerwehrgerätehaus wird auf der Grünfläche gebaut, die an der L114 zwischen Kreisel und Sportfläche liegt.

Blick auf das Gewerbegebiet Oldendorf. Mittlerweile sind weitere Grundstücke bebaut. Das Feuerwehrgerätehaus wird auf der Grünfläche gebaut, die an der L114 zwischen Kreisel und Sportfläche liegt. Foto: Martin Elsen

Die Pläne für Oldendorfs neues Feuerwehrhaus sind fertig. Das soll ausreichend Platz für die Einsatzkräfte aus Oldendorf bieten. Aber damit nicht genug.

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Von Grit Klempow
Dienstag, 24.03.2026, 09:50 Uhr

Oldendorf. Es wird Zeit für das neue Haus. Das alte Feuerwehrgerätehaus in der Schützenstraße ist in die Jahre gekommen und zu klein. Schon vor zehn Jahren hatte Ortsbrandmeister Thorsten Raap darauf hingewiesen. Die ersten Zeichnungen vom neuen Gerätehaus hatte Raap bei der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Oldendorf präsentiert. Am Donnerstagabend gab der Samtgemeinderat grünes Licht.

Fünf Millionen Euro für das neue Haus

Dass es vorangeht, ist eine gute Nachricht für die Oldendorfer Wehr. Die Samtgemeinde wird rund fünf Millionen Euro investieren. Das Haus fällt aus gutem Grund groß aus.

Zum ersten Mal ist nicht nur der Bedarf der Feuerwehr vor Ort eingepreist. Das Haus wird an zentraler Stelle alle 18 Ortswehren in der Samtgemeinde verknüpfen und soll Ausbildungsstandort werden.

Fahrzeughalle auf fünf Garagen aufgestockt

Deshalb sind extra Schulungsräume vorgesehen. Garagenplätze sollte es zunächst für vier Fahrzeuge geben - Lösch- und Tanklöschfahrzeug, den Wagen der Einsatzleitung und den Mannschaftswagen.

So könnte der neue Feuerwehrstützpunkt in Oldendorf aussehen. Das Haus bietet Platz - nicht nur für die Frewillige Feuerwehr Oldendorf.

So könnte der neue Feuerwehrstützpunkt in Oldendorf aussehen. Das Haus bietet Platz - nicht nur für die Frewillige Feuerwehr Oldendorf. Foto: Samtgemeinde Oldend-Himmelpf.

Allerdings hat Oldendorf auch ein großes Katastrophenschutzfahrzeug beim Land beantragt. Ein fünfter Garagenplatz in der Fahrzeughalle kostet weitere 120.000 Euro. Dafür hoben die Samtgemeinderatsmitglieder einhellig und ruckzuck die Hand. Der zusätzliche Platz soll kommen.

Photovoltaik auf dem Dach

Der Haupttrakt des Gebäudes soll massiv, die Fahrzeughalle als Stahlblech-Konstruktion gebaut werden. Die Hälfte der Dachfläche wird mit einer Photovoltaik-Anlage bestückt, geheizt wird mit Wärmepumpen.

Platz in den Umkleiden wird es für etwa 90 Kameraden und 20 Kameradinnen geben. Außerdem für die Jugendfeuerwehr mit insgesamt 25 Aktiven.

Materiallager und Archiv im Obergeschoss

Die Einsatzleitung bekommt einen eigenen Raum. Gebraucht wird auch Platz für das Materiallager. Ein kleiner Gruppenraum erlaubt es der Truppe, sich nach fordernden Einsätzen noch zusammenzusetzen.

Das Büro mit Archiv zieht ins Obergeschoss. Wert legten die Planer auf vollständige Barrierefreiheit, ein Aufzug führt in die obere Etage. Der Aufenthalts-, Besprechungs- und Schulungsraum im Obergeschoss ist teilbar und kann damit gleichzeitig von zwei Gruppen genutzt werden. Daneben soll es eine große Küche geben.

Zugriff auf die Kleiderkammer rund um die Uhr

Einziehen soll auch die zentrale Kleiderkammer mit der Einsatzkleidung. Über einen Transponder sollen die Aktiven bei Bedarf Zugriff haben - und zwar rund um die Uhr. Das gilt für alle Feuerwehreinsatzkräfte in der Samtgemeinde. Sie können somit jederzeit ihre angeforderte Bekleidung in Oldendorf abholen.

Gebaut wird das neue Feuerwehrdomizil im Gewerbegebiet am Kreisel in Oldendorf. Die Samtgemeinde hat dafür ein 6000 Quadratmeter großes Grundstück von der Gemeinde Oldendorf gekauft.

Alarmzufahrt von der L114

Von dort gibt es eine direkte Zu- und Abfahrt auf die Landesstraße 114, allerdings nur als Alarmzufahrt für Einsatzkräfte. Wer zu Schulungen oder Übungen kommt, fährt den neuen Stützpunkt aus südlicher Richtung aus dem Gewerbegebiet oder über den Kreisel an. Ausreichend Parkplätze sind eingeplant.

Das Grundstück ist groß genug für ein Übungsgelände und bietet Kapazitäten, um die Fahrzeughalle bei Bedarf noch zu erweitern. Die Erschließungsstraße zum Grundstück soll bis Ende des Jahres fertig sein. Dafür und für die nötige Änderung des Bebauungsplanes ist noch die Gemeinde Oldendorf zuständig.

Deren Bürgermeister Johann Schlichtmann lobte im Samtgemeinderat ausdrücklich den gemeinsamen Arbeitskreis aus Politik, Verwaltung und der Feuerwehr. „Es gab Widerstände dazu, wo das Haus stehen sollte. Aber ihr habt es geschafft, alle zu überzeugen, dass es dort genau richtig ist. Dieses Feuerwehrgerätehaus wird für die ganze Allesamt-Gemeinde ein echter Leuchtturm sein.“

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