TParken auf Grünstreifen: Knöllchen für Anwohner in Bargstedt
Ein Knöllchen ist für Falschparker ein Ärgernis. Foto: Neuendorf
Die Anwohner auf der Geest pflegen den Grünstreifen vor ihrem Haus selbst - und dürfen dort nicht mehr parken. Jahrelang war das toleriert worden. Darum gibt es jetzt Bußgelder.
Bargstedt/Harsefeld. Mehrere Bürger in Bargstedt erhielten kürzlich Strafzettel für das Parken auf Grünstreifen und müssen Bußgelder in Höhe von 55 Euro zahlen. Insbesondere für Anwohner, die den öffentlichen Rasenstreifen vor ihrem Haus selber pflegen, ist das völlig unverständlich: „Jahrzehntelang war das dortige Parken kein Problem. Zudem sind die Straßen im Ort stellenweise so schmal, dass man sonst nirgendwo parken kann“, schildert einer der Betroffenen.
Wieso gibt es jetzt diese stringente Vorgehensweise? Dazu Bernd Meinke, allgemeiner Vertreter der Samtgemeindebürgermeisterin in Harsefeld: „Die Politik hat uns auf die Problematik der Falschparker in den Ortschaften der Samtgemeinde Harsefeld hingewiesen und wir sahen daraufhin Handlungsbedarf. Da es früher keine Verkehrsüberwachung in den Gemeinden gab, ist der Aufschrei jetzt verständlicherweise groß.“
Drei Verkehrsüberwacher wurden eingestellt
Drei Verkehrsüberwacher sind von der Samtgemeinde Harsefeld eingestellt worden, so Meinke. Womöglich seien die Mitarbeiter anfangs etwas übereifrig gewesen, räumt der Rathausvize ein - inzwischen seien sie aber sensibilisiert worden.
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Die verhängten Bußgelder seien aber rechtmäßig und die Höhe der Strafe im Bußgeldkatalog für jedermann einsehbar, betont Meinke. Die Bußgeldverordnung besagt, dass das Parken auf Grünstreifen in Deutschland grundsätzlich verboten ist, da es sich nicht um eine befestigte Fahrbahn oder einen zugelassenen Seitenstreifen handelt. Die Grünstreifen gelten meistens als Gehweg oder nicht befestigte Seitenfläche. Verstöße kosten mindestens 55 Euro, bei Behinderung oder Gefährdung sogar bis zu 100 Euro.
„Insbesondere in Bargstedt wird auch der Bereich am Friedhof und an der Straße von Bargstedt nach Kakerbeck durch Falschparker beeinträchtigt“, schildert Meinke. Einige Autofahrer führen einfach über den Gehweg, um auf dem Grünstreifen zu parken, was nicht erlaubt sei. Meinke hofft auf einen Erziehungseffekt durch die Strafzettel.
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