Zähl Pixel
Hamburg

Polizist bei Demo verletzt: 42-Jähriger im Verdacht

Ein Blaulicht leuchtet unter der Frontscheibe eines Einsatzfahrzeugs der Polizei.

Ein Blaulicht leuchtet unter der Frontscheibe eines Einsatzfahrzeugs der Polizei. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

2022 kommt es bei einer Demo von Hafenarbeitern in Hamburg zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Gesucht wurde danach ein Mann, der einen Beamten verletzt haben soll. Nun meldete sich ein Zeuge.

Von dpa 07.02.2024, 12:05 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Hamburg. Ein 42-Jähriger steht im Verdacht, bei einer Demonstration von Hafenarbeitern im Juli 2022 in Hamburg einen Polizisten verletzt zu haben. Mithilfe eines Lichtbildes hatten Polizei und Staatsanwaltschaft seit Ende Januar öffentlich nach dem zunächst Unbekannten gefahndet, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Ein Zeugenhinweis habe die Ermittler auf die Spur des Mannes gebracht.

Bei der Versammlung von 3000 Hafenarbeitern war es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden soll ein Mann einen Böller in die Menschenmenge geworfen haben. Die Beamten hätten deshalb seine Identität feststellen wollen. Rund 100 Versammlungsteilnehmer hätten sich daraufhin solidarisiert - darunter auch der nun ermittelte 42-Jährige.

Er habe so heftig auf das Visier des Einsatzhelmes eines damals 27 Jahre alten Polizisten geschlagen, dass sich das Visier öffnete und der Beamte im Gesicht verletzt wurde. Den Angaben zufolge musste der Polizist zur Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden.

Zudem soll der Verdächtige mit einer Fahnenstange gegen das Visier des Helmes einer zu dem Zeitpunkt 29 Jahre alten Polizistin geschlagen und diesen beschädigt haben. Anschließend verschwand der Angreifer laut Behörden unerkannt in der Menge. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Hamburger Polizei löst Reiterstaffel auf

Polizistinnen und Polizisten hoch zu Pferd wird es 2028 im Hamburger Stadtgebiet nicht mehr geben. Die Reiterstaffel soll Ende 2027 aufgelöst werden. Was sind die Gründe dafür?

T Lloyd Werft: Behörden-Posse um Windkraftanlagen

Windkraftanlagen auf dem Betriebsgelände: So wollte die Lloyd Werft sich selbst mit umweltfreundlicher Energie versorgen. Aber die Gewerbeaufsicht lehnte den Antrag ab. Im Wirtschaftsressort und bei den Grünen stößt die Begründung auf Kopfschütteln.