TPremiere im Landkreis Stade: AfD tritt bei Bürgermeisterwahlen an
Sebastian Sieg (links) und Uwe Torner kandidieren für die Bürgermeisterwahlen in Drochtersen und Nordkehdingen. Foto: Wisser
Während in Drochtersen ein Duell mit Bürgermeister Mike Eckhoff bevorsteht, gibt es in Nordkehdingen einen Dreikampf um die Nachfolge von Bürgermeisterin Erika Hatecke.
Landkreis. Die AfD im Landkreis Stade hat zwei Kandidaten für die Bürgermeisterwahlen im Rahmen der Kommunalwahl am 13. September aufgestellt. Die Partei tritt in den Gemeinden Drochtersen und Nordkehdingen an. In Drochtersen kandidiert wie erwartet Sebastian Sieg, in Nordkehdingen bewirbt sich Uwe Torner. Für den Landkreis Stade ist dies eine Premiere, während solche Kandidaturen in vielen anderen Bundesländern längst üblich sind.
In Drochtersen kommt es zum Duell mit dem amtierenden Bürgermeister Mike Eckhoff, der von CDU und SPD für eine dritte Amtszeit unterstützt wird. In Nordkehdingen gibt es nun drei Bewerber für die Nachfolge von Bürgermeisterin Erika Hatecke, die aus persönlichen Gründen nicht erneut antritt. Neben dem AfD-Kandidaten Uwe Torner treten Frank Griemsmann, parteilos und unterstützt von CDU, SPD sowie der Freien Wählergemeinschaft, und der Linken-Politiker Helge Winnat an. Griemsmann ist derzeit stellvertretender Bürgermeister. Weitere Kandidaten können bis zum 6. Juli gemeldet werden.
Bürgermeisteramt: Das sind die AfD-Kandidaten
Sebastian Sieg (42) hat die AfD bereits bei Bundestags- und Landtagswahlen vertreten und führt den Ortsverband Drochtersen/Nordkehdingen. Uwe Torner (59) ist bislang öffentlich kaum in Erscheinung getreten.
Oberverwaltungsgericht
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Antrag abgelehnt
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Die Aufstellungsversammlungen der AfD fanden am vergangenen Wochenende im Bürgerhaus Drochtersen und im Dorfgemeinschaftshaus Hammah statt. Sie wurden erst durch eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg ermöglicht, nachdem Drochtersen die Nutzung der Räume mit Verweis auf die Satzung untersagen wollte.
Gerichtsbeschluss: AfD ist verfassungsfeindlich
Mitte Februar hatte der niedersächsische Verfassungsschutz die AfD als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft. Der Landesverband legte dagegen Beschwerde ein. Das Verwaltungsgericht Hannover wies den Eilantrag am Montag ab. Laut NDR folgte das Gericht der Einschätzung, die AfD sei verfassungsfeindlich. Eine Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg ist jedoch weiterhin möglich.
Die AfD-Kandidaten für die Stadt Stade
Für die Kommunalwahlen hat die AfD weitere Kandidaten nominiert. In der Stadt Stade treten im Wahlbereich 1 Sandra Simone Alf, Marie-Sophie Lignowski und Steffen Völz an. Im Wahlbereich 2 kandidieren Dennis Franck, Björn Kruse und Jens Sickau. Im Wahlbereich 3 stehen der Stadtverbandsvorsitzende Bernd Stuhrmann, Nadine Nieseler und Udo Vollrath auf den ersten Plätzen. Für den Ortsrat Hagen bewerben sich Dennis Franck, Jens Sickau und Udo Vollrath.
83 Kandidaten für die Kommunalwahl am 13. September
In Drochtersen kandidieren für den Gemeinderat Sebastian Sieg, Helge Soltau und Ingrid Schewe. Für den Gemeinderat Nordkehdingen wurden Michael von Allwörden, Uwe Torner und Uwe Feick nominiert. Im Rat der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten wollen Stephan Untersänger, Susanne Henseleit und Daniela Eggers vordere Plätze einnehmen. Für den Gemeinderat Hammah treten Stephan Untersänger und Doreen Schritt an.
Insgesamt hat die AfD im Landkreis Stade bisher 83 Kandidaten aufgestellt. Bei der Kommunalwahl 2021 gab es 15 Bewerber.

Sebastian Sieg beim TAGEBLATT-Talk in Hammah. Der AfD-Politiker aus Drochtersen kandidierte im Wahlkreis Cuxhaven - Stade 2 für den Deutschen Bundestag. Foto: Martin Elsen
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